Wie geht es weiter in der Kölner FC-Abwehr? Nachdem klar ist, dass Verteidiger Dominique Heintz keinen neuen Vertrag erhalten wird, gibt es konkrete Zukunftspläne mit zahlreichen Youngsters.
Kein Platz für zwei Profis?Nach Heintz-Abgang: Kölns Abwehr-Plan für die Zukunft

Beim 1. FC Köln laufen die Planungen für die neue Saison hinter den Kulissen längst auf Hochtouren. Da der Klassenerhalt bisher nicht in trockenen Tüchern ist, muss Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) noch zweigleisig denken.
Doch in einem Mannschaftsbereich gibt es schon konkrete Personalentscheidungen – und zwar in der Abwehr. Routinier Dominique Heintz (32) erhält in der neuen Saison keinen Vertrag, er wird beim 1. FC Kaiserslautern gehandelt. Und mit Julian Pauli (20, Dynamo Dresden) und Elias Bakatukanda (22, Blau-Weiß Linz) kehren zwei Innenverteidiger mit Potenzial zurück nach ihren Leihen. Beide sollen sich in der Vorbereitung zeigen.
Leihspieler Pauli und Bakatukanda kommen im Sommer zurück nach Köln
Pauli spielt eine starke Saison in der 2. Liga, Bakatukanda tut sich nach vielversprechendem Beginn schwer in Österreich. Seit Anfang Dezember hat er kein Spiel mehr absolviert, fiel zwischenzeitlich mit Außenbandriss aus und schaffte seitdem nicht den Sprung zurück in den Kader.
Mit Pauli (Vertrag bis 2028), Bakatukanda (Vertrag bis 2028) und Rav van den Berg (21, Vertrag bis 2030) hat der FC drei Abwehr-Youngster langfristig an sich binden können. Hinzu kommt mit Joel Schmied (27) ein erfahrener Innenverteidiger, der in Köln einen Vertrag bis 2029 besitzt.
Zudem könnte Kessler einen weiteren jungen Spieler verpflichten: Jahmai Simpson-Pusey (20). Der Engländer ist noch von Manchester City ausgeliehen. Es wurde eine Ablöse von rund acht Millionen Euro vereinbart. Ob Köln die Kaufoption zieht, wird sich zeigen. Druck gibt es jedenfalls keinen bei der personellen Situation in der Abwehr. So wollen Kessler und Trainer René Wagner den jungen Verteidiger in den verbleibenden fünf Spielen nochmals genauer unter die Lupe nehmen.
Simpson-Pusey konnte seit seiner Verpflichtung im Januar nur sieben von 14 Spielen bestreiten. Er fehlte zwischenzeitlich aufgrund einer Muskelverletzung und einer Rot-Sperre. Die FC-Bosse hätten ihn gerne häufiger gesehen. Jetzt muss er im Saisonendspurt zeigen, dass er den Kölnern acht Millionen Euro wert ist.
Und da ist noch Cenk Özkacar (25), der zuletzt immer stärker wurde. Der Türke ist vom FC Valencia ausgeliehen. Hier hat der FC eine Kaufoption in Höhe von zwei Millionen Euro ausgehandelt. Tendenz: Cenk bleibt für eine verhältnismäßig moderate Ablöse in Köln. Ob Timo Hübers (29) nach seiner schweren Knieverletzung nochmals zurückkehrt, werden die nächsten Monate zeigen. Beim FC soll er auf jeden Fall einen neuen Vertrag erhalten.
Beim FC heißt es jetzt bei den Abwehr-Planungen: fünf aus sieben! Mit Hübers, Schmied, van den Berg, Pauli, Bakatukanda, Simpson-Pusey und Özkacar hätte Köln sieben Innenverteidiger im Kader. Eigentlich zu viel – falls mit einer Dreierkette gespielt wird, reichen fünf Verteidiger in der Mannschaft. Für zwei Streichkandidaten wäre dann kein Platz.
Kessler wird also noch einige Entwicklungen abwarten und dann die bestmögliche Konstellation für den FC zusammenstellen. Klar ist: So gut wie in der Innenverteidigung ist der Verein bisher in keinem Bereich aufgestellt.

