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Kampfansage aus der FerneFC-Leihspieler grätscht in Kesslers Abwehr-Puzzle

Stefano Marino (r, SC Paderborn 07) versucht an Julian Pauli (l, Dynamo Dresden) vorbeizukommen.

Copyright: Swen Pförtner/dpa

Julian Pauli (l., Dynamo Dresden) im Zweikampf mit Paderborns Stefano Marino.

Ein Leihspieler sorgt bei den Verantwortlichen des 1. FC Köln für glückliche Gesichter. Im Sommer steht die Rückkehr an. Doch die Konkurrenz am Geißbockheim ist groß.

Er gilt als eines der größten Verteidiger-Talente in Deutschland. Julian Pauli (20) zählte in der ersten Phase der Zweitliga-Saison 2024/25 zu den Shooting-Stars beim 1. FC Köln. Als Youngster war er in der Aufstiegssaison gleich in der Innenverteidigung gesetzt.

Doch dann warf ihn eine Gehirnerschütterung mit anschließenden Gleichgewichtsproblemen wochenlang zurück. Pauli verpasste insgesamt 17 Spiele. Beim FC setzte man ihm im Januar 2025 Joel Schmied (27) vor die Nase.

Julian Pauli kommt im Sommer von Dresden zurück zum 1. FC Köln

Im Sommer wurde der Niederländer Rav van den Berg (21) für acht bis zehn Millionen Euro vom FC Middlesbrough gekauft. Der junge Verteidiger erhielt einen Vertrag bis 2030. Pauli war beim FC erst einmal kein Thema mehr. Doch Sportchef Thomas Kessler hat einen Plan mit ihm. Der Vertrag wurde bis 2028 verlängert und Pauli wurde an Dynamo Dresden ausgeliehen. Der FC wollte sehen, wie sich der Youngster in einem anspruchsvollen Umfeld entwickelt.

Als sich Kölns Abwehrchef Timo Hübers schwer verletzte, wurde im Winter reagiert. Für einige überraschend kam Pauli aber nicht zurück. Stattdessen lieh Kessler Jahmai Simpson-Pusey (20) von Manchester City aus. Vereinbart wurde auch eine Kaufoption, die bei acht bis 10 Millionen Euro liegen soll.

Schmied, van den Berg und bald Simpson-Pusey – welche Rolle spielt da Pauli im Kölner Abwehr-Puzzle? Aus der Ferne kommt eine nonverbale Kampfansage. Im Sommer kehrt Pauli ans Geißbockheim zurück – und zwar gestählt! Im Abstiegskampf mit Dresden ist der 1,90 Meter große Modellathlet ein Turm in der Abwehr. Er wurde im Oktober für die U21 des DFB nominiert, musste da allerdings mit einer Muskelverletzung passen.  

Obwohl Pauli die ersten vier Saisonspiele noch nicht für Dresden bestreiten konnte, ist er unter den Top-3 der U21-Verteidiger, was Pflichtspielminuten angeht. Nur Reno Münz (Fürth) und Mertcan Ayhan (Schalke) standen länger auf dem Platz (2. Liga und DFB-Pokal).

Wie wichtig Pauli bei seinen 17 Einsätzen für die Dresdener bisher war, zeigen die Statistiken: Es gab sechs Unentschieden und sechs Siege. Nur fünf Spiele wurden mit Pauli verloren. Stand der Leihspieler aus Köln derweil aufgrund von Verletzungen nicht auf dem Platz, konnte Dresden von sieben Spielen keins gewinnen, es gab lediglich zwei Unentschieden.

So steht Dresden auch dank Pauli nach 27 Spieltagen auf Rang zwölf der Tabelle. Gerettet ist der Klub aber noch lange nicht. Mit 29 Punkten beträgt der Vorsprung auf den letzten Platz (Münster) nur drei Zähler.

Beim FC dürften Paulis Leistungen dazu beitragen, dass man sich ganz genau überlegt, ob man im Sommer (Voraussetzung ist der Klassenerhalt) über acht Millionen Euro für England-Talent Simpson-Pusey hinblättert. Oder ob man auf den Youngster aus den eigenen Reihen setzt.

Mit Schmied (bis 2029), van den Berg (bis 2030) und Pauli (bis 2028) hat der FC auf jeden Fall ein solides Abwehrgerüst für die kommenden Jahre.

Trainer Rene Wagner gibt Anweisungen auf dem Platz. Er will mit dem 1. FC Köln die Klasse halten.

„Dann schauen wir mal“

Das ist Wagners Sieg-Schlüssel für den FC