Der 1. FC Köln hat sein erstes Heimspiel in der neuen Bundesligasaison nach einer beeindruckenden zweiten Halbzeit mit 3:2 gegen Hoffenheim gewonnen. Besonders für Cheftrainer René Wagner war es Balsam für die Seele.
„Katz und Maus gespielt“Kabinen-Interna von Wagner gelüftet

Es war sein erstes Heimspiel als Cheftrainer des 1. FC Köln. René Wagner (38) war die Anspannung vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim anzusehen. Nach dem eher dürftigen 2:1 im Pokal bei Drittligist Würzburg war schon ein wenig Druck auf dem Kessel. Als es zur Pause 0:1 stand, gab es von den Rängen auch vereinzelt Pfiffe zu hören.
Doch am Montagmorgen (31. August 2026) wachte Wagner bestimmt mit einem kräftigen Lächeln im Gesicht auf. Sein Blick auf die erste Tabelle als Cheftrainer: Platz 6 mit Köln!
René Wagner drehte in der Pause an den richtigen Stellschrauben
Seine Mannschaft hatte am Samstag gegen die TSG zweimal zurückgelegen, doch am Ende gab es einen furiosen 3:2‑Sieg. Auch dank Doppelpacker Thijs Dallinga (26), den Wagner in der 65. Minute eingewechselt hatte.
FC‑Geschäftsführer Thomas Kessler (40) sagte nach dem geglückten Auftakt auf EXPRESS.de-Nachfrage: „Siege in der Bundesliga sind alles andere als selbstverständlich und sind natürlich enorm wichtig für uns, gerade zum Start.“
Sein Trainer Wagner bekam dann ein Extra-Lob. Kessler lüftete dabei ein paar Kabinen-Interna aus der Halbzeitpause: „Ich glaube, dass René zur Halbzeit die richtigen Worte gefunden hat. Die Jungs haben schon gemerkt, dass sie nicht den richtigen Pressingauslöser gefunden haben. Man hatte den Eindruck, die Hoffenheimer haben ein bisschen Katz und Maus mit uns gespielt.“
Kessler war beeindruckt, wie Wagner nicht die Nerven verloren hat und cool an den richtigen Stellschrauben gedreht hat. „Er hat drei, vier Szenen gezeigt, wo wir dann etwas angepasst haben. Immer dann in der ersten Halbzeit, wenn wir gefährlich wurden, hatten wir den richtigen Pressingauslöser gefunden. René hat das dann sehr ruhig und rational den Jungs erklärt, hat einige Szenen gezeigt“, so Kessler.
Hinzu kam dann noch ein goldenes Händchen bei den Wechseln: Linton Maina und Dallinga drehten das Spiel. Kessler freute sich: „Linton war auch enttäuscht, dass er nicht von Beginn an gespielt hat, aber er kommt rein und lässt alles auf dem Platz. Das ist total schön, dass wir uns danach belohnen konnten. Aber wir wissen auch, dass nicht alles geglänzt hat. Gegen den VfB brauchen wir wahrscheinlich eine bessere Leistung, um etwas mitzunehmen.“
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Schon am Freitag (4. September, 20.30 Uhr) muss der FC in Stuttgart antreten. Dann könnte auch der neue England-Stürmer Mikey Moore (19) im Kader stehen. Am Montag absolviert er vor der Leihe zum FC seinen Medizincheck in Köln.
Wagner hat nach seinem Auftaktsieg ein gutes Gefühl: „Wir haben in der zweiten Halbzeit alle gesehen, was die Mannschaft leisten kann. Deswegen bin ich stolz, dass wir zweimal zurückgekommen sind und am Ende gewonnen haben.“
