In Leverkusen aussortiertWäre Robert Andrich ein Kandidat für den FC?

Beim Spiel von Bayer Leverkusen klatscht Robert Andrich in die Hände.

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Robert Andrich trägt bei Bayer Leverkusen noch die Kapitänsbinde, hat im Konkurrenzkampf aber an Boden verloren.

Bei Bayer Leverkusen ist für Robert Andrich kein Platz mehr, der 1. FC Köln sucht dagegen einen Spieler von genau seinem Format. Könnte es mit dem Wechsel über den Rhein passen?

Während der 1. FC Köln seit Monaten händeringend nach der Königslösung für das dünn besetzte Mittelfeld-Zentrum sucht, herrscht auf der anderen Rheinseite ein Überangebot an Sechsern und Achtern beim Lokalrivalen. Dem Konkurrenzkampf bei Bayer Leverkusen ist Robert Andrich (31) jetzt zum Opfer gefallen.

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Mittwoch (19. August 2026) berichtete, zog der 19-malige Nationalspieler im Rennen um die begehrten Plätze beim neuen Trainer Carles Martínez (42) den Kürzeren. Die Entscheidung soll dem Kapitän inzwischen mitgeteilt worden sein.

Andrich spielt seit fünf Jahren in Leverkusen

Die Tür zum Wechsel geht bei Andrich nach fünf Jahren und 199 Pflichtspielen bei der Werkself damit ganz weit auf – gilt das womöglich auch für den FC? Oberflächlich sprechen zumindest zwei Punkte dafür.

Zum einen hat der FC Bedarf. Der erfahrene Andrich würde als sportliche Königslösung perfekt ins Profil passen. Fußballerische Qualitäten und ein Führungsanspruch wären bei Andrich garantiert, beides wünscht sich Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) vom händeringend gesuchten Defensiv-Anker für das Mittelfeld.

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Zum anderen fühlt sich Andrich im Rheinland pudelwohl, besitzt in der Nähe von Düsseldorf ein Haus und ist mit Frau Alicia und den zwei gemeinsamen Kindern in der Region heimisch geworden. In wenigen Monaten erwartet das Paar erneut Nachwuchs.

„Je größer die Familie wird, desto schwieriger wird es“, sagte er zuletzt im Interview mit der „Rheinischen Post“ über einen möglichen Umzug. Das unbequeme Szenario schloss er aber auch nicht kategorisch aus: „Wir bekommen es immer hin. Sowohl das Bleiben als auch das Gehen funktioniert gemeinsam – und das wird so bleiben.“

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Ich bin bei der Personalie eher skeptisch.
Eine Leverkusener Identifikationsfigur beim FC? Schwierig ...

Für einen Verbleib wäre der FC eine von nur ganz wenigen denkbaren Optionen. Andrich müsste dafür bei der Vertragsgestaltung aber dem Beispiel seines DFB-Kollegen Niclas Füllkrug (33) folgen.

„Verzichten tue ich nicht. Ich werde einfach nur in einer anderen Währung bezahlt“, sagte der Stürmer am Mittwoch über die deutlichen Gehalts-Einbußen, die für die Rückkehr zu seinem Jugendverein Werder Bremen nötig waren. Was bei Füllkrug „Liebe und Wertschätzung“ sind, wäre bei Andrich der Verbleib der gesamten Familie im gewohnten Umfeld.

Auch mit Verzicht wäre Andrich für den FC im Paket aus Ablöse und Gehalt ein teurer Spaß und ein gewaltiger Kraftakt. Als vor Wochen das Interesse von Eintracht Frankfurt aufflammte, war eine Ablösesumme im hohen einstelligen Millionenbereich Thema. Die fehlende Perspektive drückt jetzt aber naturgemäß den Preis.

Doch selbst bei einem Verkauf von Said El Mala (19), der den ernsthaften Gedanken an eine Verpflichtung überhaupt erst ermöglichen würde, wäre das Gesamtvolumen bei Andrich für den FC nur mit Mühe zu stemmen. Wie schon bei Edson Álvarez (28) müssten die Kölner Verantwortlichen alle Möglichkeiten ausloten, um die große Lösung zu realisieren.

Fraglich ist auch, wie die FC-Fans auf Andrich als Neuzugang reagieren würden. Die Liebe für Bayer 04 hält sich in Köln bekanntlich in Grenzen, prominente Abgänger nach Leverkusen – wie Patrick Helmes (42) oder Florian Wirtz (23) – bekamen in späteren Duellen die Abneigung des Publikums deutlich zu spüren.

Andrich, der als Typ mit Ecken und Kanten durchaus polarisiert, war in den vergangenen Jahren immerhin eines der Gesichter der Werkself. Andererseits lechzt der Kölner Anhang zum Ende der Transferphase auch nach Qualität im Kader. Die würde der meinungsstarke Defensiv-Allrounder definitiv und auf Anhieb mitbringen.

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