Da war ordentlich Feuer drin! Der 1. FC Köln hat ein Testspiel im Trainingslager gegen den FC Lugano knapp gewonnen – ein Freundschaftsspiel war es wahrlich nicht.
Hitziger FC-TestGegnerischer Trainer bringt Kwasniok auf die Palme
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Der 1. FC Köln hat die Generalprobe vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag (15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de) gewonnen.
Die Mannschaft von Lukas Kwasniok kam bei nasskaltem Wetter gegen den FC Lugano zu einem 2:1-Sieg. Kwasniok startet das Spiel gegen den Schweizer Erstligisten in einem 3-4-3 mit Nachwuchs-Knipser Fynn Schenten als zentrale Spitze. Der Youngster, der in der Youth League mit der U19 für Furore sorgt, hatte auch gleich die beiden ersten Chancen für den FC.
Testspiel: Bülter und Maina treffen für den 1. FC Köln
Es war von Anfang an Feuer in der Partie, nach einem harten Foul an Thielmann geriet Lukas Kwasniok mit Lugano-Trainer Mattia Croci-Torti an der Seitenlinie aneinander. Ohnehin war der FC-Trainer äußerst aktiv am Rand, er brüllte immer wieder lautstarke Kommandos auf den Platz. Dabei war zu hören: „Vorwärts denken.“ Das klappte im Laufe der ersten Halbzeit immer besser.
In der 28. Minute belohnte sich der FC dann. Nach einer flachen Hereingabe von Thielmann nahm Bülter den Ball direkt und traf zur 1:0-Führung. Danach wurde es wieder hitzig: Nachdem Schwäbe Gegenspieler Marquez abgeräumt hatte – er traf vorher aber den Ball –, entstand ein hitziges Wortgefecht zwischen Heintz und Lugano-Verteidiger Papadopoulos über den gesamten Platz.
Es ging Schlag auf Schlag: Kurz danach hätte Schwäbe mit einem schlimmen Fehlpass beinah das 1:1 eingeleitet, doch Mahou schoss freistehend daneben. Anschließend provozierte der Marokkaner Thielmann, der nach einem Schubser dann Gelb sah. Ein Freundschaftsspiel war das nicht. Hier eine Nickligkeit, da ein Rempler. Auf dem Weg in die Kabine geriet Sebulonsen noch mit der Lugano-Bank aneinander.
Nach der Pause wechselte Kwasniok dann komplett durch, Lugano auch. Die Schweizer kamen besser aus der Kabine und erzielten in der 57. Minute den Ausgleich. Nach einer Flanke von rechts stand Ex-Bundesliga-Stürmer Kevin Behrens, an dem der FC auch vor einem Jahr noch Interesse hatte, vollkommen frei und köpfte zum 1:1 ein.
Vom FC kam offensiv in dieser Phase wenig. Bis auf zwei gefährliche Abschlüsse von Waldschmidt herrschte Flaute vor dem Tor. Bis zur 80. Minute, als Maina das Spiel mit einem Geistesblitz entschied. Nach einem langen Ball überlupfte er den Keeper und schob unbedrängt zum Sieg ein.
Kurz vor Schluss sorgte Croci-Torti dann für den letzten Aufreger des Spiels. Der Lugano-Trainer stoppte einen langen Ball, bevor dieser im Aus war, und unterbrach damit einen Kölner Konter. Kwasniok konnte es nicht fassen, winkte mehrfach ab. Am Ende konnte er angesichts des Sieges aber drüber lachen.
Kwasniok sagte über das Spiel: „Es hat schon ein Quäntchen gefehlt. Es war wirklich kein Zuckerschlecken, wir waren aber stabil und hatten eine gute Einstellung. Ich bin also unter dem Strich zufrieden. Das Spiel wird allerdings nicht in die Annalen des FC eingehen.“
Über den gegnerischen Trainer konnte er danach wieder lachen: „Hätte man nur ihn beobachtet, wäre das wohl interessanter als das Spiel gewesen. Es war süffisant und unterhaltsam, wir haben kostenlos eine Show geboten bekommen.“
So startete der FC: Schwäbe – Sebulonsen, Martel, Heintz – Thielmann, Huseinbasic, Johannesson, Castro-Montes – Bülter, Schenten, Kaminski Zweite Halbzeit: Zieler – Mausehund, van den Berg, Özkacar – Maina, Krauß, Kainz, Lund – Waldschmidt, Ache, El Mala



