Den Nationalmannschafts-Hoffnungen von Said El Mala erteilte Julian Nagelsmann für die aktuellen Länderspiele eine Absage. Gladbach-Profi Philipp Sander versucht sich an einer Erklärung.
Andere Spieler „eher geeignet“Gladbach-Profi: Darum ist El Mala beim DFB nicht dabei

Schon wieder ein Ausfall bei der deutschen Nationalmannschaft, aber auch die Abreise von Jamie Leweling (25) am Dienstag (24. März 2026) verschafft Said El Mala (19) keinen nachträglichen Kader-Platz bei Julian Nagelsmann (38).
Für den Flügelstürmer, der über rechts und links kommen kann, nominierte der Bundestrainer keinen Ersatzmann nach. Der von vielen Experten zuletzt geforderte El Mala bleibt daher bei der U21, die zwei wichtige Spiele in der EM-Quali vor der Brust hat.
El Mala traf gegen Gladbach für den FC
Am Wochenende hatte El Mala seine wieder ansteigende Formkurve noch einmal unterstrichen und beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach (3:3) seinen zehnten Saisontreffer erzielt. In den jüngsten fünf Spielen kann sich die persönliche Bilanz mit vier Scorerpunkten wieder sehen lassen.
Die Leistungen des Kölner Ausnahme-Talents werden selbst beim Erzrivalen anerkannt, der die Qualitäten von El Mala am Samstag noch am eigenen Leibe zu spüren bekommen hatte. Die Scorer-Ausbeute sei „sehr, sehr beeindruckend in dem Alter“, lobte Philipp Sander (28), der für Gladbach wie auch schon im Hinspiel getroffen hatte.
„Du musst es in Erwägung ziehen, ihn aufgrund von Leistung zu nominieren“, sagte der Mittelfeldspieler über die DFB-Ambitionen von El Mala, schränkte aber auch ein, warum Nagelsmann sich für die März-Länderspiele und auch bei der WM gegen den Kölner entscheiden könnte.
„Die DFB-Mannschaft spielt in der Regel einen sehr dominanten Fußball. In Köln hat er aufgrund der Art und Weise, wie sie spielen, sehr viel Platz zum Kontern. Da ist die Frage, inwieweit das beim DFB genauso sein wird“, gab Sander zu bedenken.
Es gebe „natürlich Spieler, die auch in einem jungen Alter eher für den Spieltyp beim DFB geeignet sind“, etwa aufstrebende Talente beim FC Bayern, der ähnlich wie die Nationalmannschaft auf mehr Ballbesitz und Dominanz setzt.
Die spielerische DNA sei bei jungen Bayern-Spielern wie Aleksandar Pavlovic (21) regelrecht verwurzelt, was die Anpassung an den Stil der deutschen Auswahl erleichtere, so Sander. In Lennart Karl (18) erhielt dieses Mal auch ein Bayern-Juwel den Vorzug vor El Mala, obwohl seine Form zuletzt etwas ins Stocken geraten war.

