„Gibt keinen, der das sieht“Wut & Unverständnis! FC-Fans platzt der Kragen

Trainer René Wagner (1. FC Köln) steht am Spielfeldrand beim 1:2 in Hamburg.

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Trainer René Wagner (1. FC Köln) hat spätestens nach dem 1:2 beim Hamburger SV keinen guten Stand bei den FC-Fans.

Was ein emotionales Umfeld bedeutet, erfahren die Verantwortlichen des 1. FC Köln in diesen Tagen hautnah. Nach dem 1:2 beim Hamburger SV platzt vielen Fans der Kragen. Doch die Bosse gehen ihren Weg unbeirrt weiter.

Sonntag, 20. September 2026: Es könnte alles so schön sein! Hinter uns liegt ein Sommer mit bestem Freibad-Wetter, das Kölsch in den Kneipen wird niemals knapp, FC‑Profi Said El Mala wurde in die Nationalmannschaft berufen, die Kölner Oper wurde nach 14 Jahren Sanierung endlich neu eröffnet und Borussia Mönchengladbach ist Tabellenletzter. 

Doch in Köln ist die Stimmung alles andere als schön – und das liegt nicht nur an den aktuellen Spritpreisen! Viele Menschen machen sich größte Sorgen um den 1. FC Köln. Mit vier Punkten nach vier Spielen liegt der geliebte FC zwar auf Platz zwölf der Tabelle (Hoffenheim oder Paderborn könnten Sonntagabend noch vorbeiziehen), doch der Trend geht gefährlich nach unten.

FC locker durch die Saison? Kessler: „Hat niemand gesagt“

Nach dem Auftaktsieg gegen Hoffenheim, gab es ein 1:4 in Stuttgart, ein 1:1 gegen schwache Bremer und eine 1:2-Niederlage beim Hamburger SV. Der FC war der perfekte Aufbaugegner für schwache Hanesaten, die zuvor mit null Punkten und 0:12 Toren am Tabellenende dümpelten. Vorn wurden beste Chancen (Dallinga und Moore) vergeben, hinten waren Schwäbe und seine Abwehrleute im Tiefschlaf.

Die Zahlen sind für viele Fans alarmierend: Unter dem neuen Trainer René Wagner (38) gibt es in jedem Spiel Gegentore, die Schwäche bei gegnerischen Standards (schon fünf Gegentreffer in dieser Saison) kann nicht abgestellt werden und vorn lässt die Chancenverwertung zu wünschen übrig.

Doch im Verein bleibt man ruhig und gelassen. Die junge Mannschaft und ihr junger Trainer bekommen die nötige Zeit, um zu lernen. Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) sagt vor der anstehenden XXL-Länderspielpause (erst am 11. Oktober geht es weiter mit dem Heimspiel gegen Mönchengladbach): „Ich kann nur daran appellieren: Es hat niemand gesagt, dass das eine super easy Saison wird und wir super locker durch die Saison gleiten werden. Wir wissen um unsere Themen, wir wissen um die Themen, an denen wir arbeiten müssen.“

Kessler weiter: „Natürlich möchtest du zu Hause ein Spiel gegen Werder Bremen gewinnen. Das haben wir nicht geschafft. Dafür haben wir gegen Hoffenheim gewonnen, wo man nicht unbedingt von ausgehen konnte. Für mich ist wichtig, was wir mitnehmen aus dieser Phase. Und ich habe schon viele Dinge gesehen, die mir gut gefallen haben und die mich auch entspannt in die Länderspielpause gehen lassen. Aber mit dem klaren Arbeitsauftrag, dass es einfach viele Themen gibt, an denen wir arbeiten müssen. Das werden wir in den nächsten Wochen tun.“ 

Viele Fans können die Situation allerdings kaum mehr ertragen. In den sozialen Netzwerken und auf EXPRESS.de sammelten sich nach der 1:2-Niederlage beim HSV zahlreiche Kommentare. Einigen Fans platzt regelrecht der Kragen. Vor allem Trainer Wagner steht in der Kritik. Hier einige Kommentare:

  1. Jürgen Pauker: „Die einzige Konsequenz, die jetzt kommen muss: Wir brauchen einen neuen Erstliga-Trainer. Und keinen Zweitliga-Co-Trainer.“
  2. Franz Lehr: „Der FC hat einen Trainer, der die Bundesliga nicht kann, und im ganzen Verein gibt es keinen, der das sieht.“
  3. Uwe Oberbörsch: „Nun, das war ja schon absehbar. Die Punkte für den Klassenerhalt hätte Kwasinok auch geholt! Jetzt ist es dasselbe. Vier Spiele, vier Punkte! Die Abwehr: ein Desaster. Wartet nicht bis zum Winter, sonst geht das in die Hose! Auch Herr Kessler sollte seinen Fehler sehen und ihn eingestehen… Macht er aber nicht, sondern weiter so!“
  4. Gereon Consten: „Wenn ein Trainer, der noch absolut ‚neu‘ ist, noch lernen muss, okay! Dazu nur kurz: Warum Rene Wagner ausgerechnet bei uns seine ersten Trainerschritte macht, ist mir unverständlich. Der soll doch erst mal in der 3. oder 2. Liga Erfahrung sammeln! Wir brauchen jetzt definitiv jemanden, der einen bewährten Plan hat, wie man Bundesliga spielt!“
  5. Maik Dickler: „Warum investiert man nicht in einen nachweislich guten und erfahrenen Trainer und gibt ihm die Zeit, die Mannschaft zu entwickeln? Mit Wagner werden wir absteigen. Der Kader an sich sollte es schaffen. Aber es geht rapide bergab. Als Nächstes wird Gladbach aufgebaut. Dann steigt die Verunsicherung. Und schwupps fragt man sich: Abstieg? Wie konnte das passieren?“
  6. R. Lovetti: „Ich habe es bereits zu Saisonbeginn geschrieben – und ich bleibe dabei. Spätestens nach dem 9. oder 10. Spieltag stehen wir auf einem Abstiegsplatz, und der Trainer wird im hohen Bogen rausfliegen. In jeder Pressekonferenz wirkt er wie ein Schulbub, der einen Vortrag über Fotosynthese halten soll und gerade merkt, dass er seine Karteikarten vergessen hat. Null Ausstrahlung, null Präsenz.“
  7. Herb New: „Beste Mannschaft seit Jahren, nur beim Trainer hapert’s: kein Plan erkennbar, Mannschaft lässt jeglichen Biss vermissen. Alles Aufgabe von Wagner, der aber offensichtlich damit gänzlich überfordert zu sein scheint!“
  8. Christian Köller: „Es muss nicht direkt gepfiffen werden, Fakt jedoch ist, dass aus diesen vier Spielen vier Punkte definitiv zu wenig sind! Sechs, potenziell eher neun, hätten es schon sein können, evtl. müssen. Die eklatante Schwäche bei Standards, die fehlenden Kombinationen, da gibt es einiges zu verbessern. Hoffentlich nutzt Wagner die Zeit, damit diese Mannschaft blind zusammenspielen kann. Die Mannschaft hat Potenzial, man muss es halt nutzen!“

Hier kannst du die FC-Spieler nach dem 1:2 beim HSV benoten:

VEEDEL-Umfrage4433 Stimmen 42 Kommentare

Eure FC-Noten im Spiel beim HSV

Köln verliert 1:2 beim Hamburger SV. Wie bewertet ihr die FC-Profis?*

Benotet werden können nur Spieler, die vor der 75. Minute eingewechselt wurden.

Marvin Schwäbe

Note: 1
Note: 2
Note: 3
Note: 4
Note: 5

Zahlreiche Fans flüchten sich aufgrund der regelmäßigen schwachen Leistungen in Sarkasmus. Wagner wird sogar mit dem ehemaligen dänischen Weltklassefußballer Sören Lerby (68) verglichen, der Anfang der 1990er Jahre fünf Monate Trainer beim FC Bayern München war und dort in 17 Spielen auf einen Punkteschnitt von mageren 1,18 kam. Wagner hat beim 1. FC Köln saisonübergreifend in elf Bundesligaspielen als Cheftrainer 0,91 Punkte im Schnitt geholt.

  1. Wilfried Maus: „Wir brauchen dringend ein neues Maskottchen!! Keinen Ziegenbock mehr, sondern einen Esel.“
  2. Stefan Klingenberg: „Konkurrenz stark machen … da sind wir unglaublich konstant.“
  3. Franz Lehr: „Rene Wagner ist das größte Trainermissverständnis seit Sören Lerby.“

Die Trainingsmethoden und deren Umsetzung werden infrage gestellt. Was die meisten stört: Beim ist keine Struktur, keine Stabilität und keine Spielidee  zu erkennen.

  1. Kathrin Zukowsky: „Ich frage mich ständig, warum wir so viel Geld für Verteidiger ausgegeben haben? Ständig einfache Gegentore wie in der C‑Jugend. Was trainieren die eigentlich die ganze Woche?“
  2. Andreas Soffner: „Was machen die eigentlich die ganze Woche so? Die Abwehr ist ein Hühnerhaufen, der Hochbegabte trabt nach Ballverlust wie eine Diva hinterher. Keine Spielidee erkennbar! Es ist traurig!“
  3. Ralf Heller: „Saisonübergreifend eine Saison keine Spielidee, kein gar nix . Schämt euch.“
  4. Tommy Wood: „Mit dem Trainer und der vorgegebenen Spielweise gewinnst du in der Saison kein Spiel mehr! Vorn stehen alle auf einer Linie, Anspielstationen in den Zwischenräumen: Fehlanzeige! Bleibt nur das Spiel über die Außen mit Flanken… Fehlanzeige! So steigst du ab!“

Einige Fans nehmen auch Sportchef Kessler in die Pflicht. Die angekündigten Analysen nach den Niederlagen sind für einige Fans reine Worthülsen:

  1. Michael Lesser: „Tja, Thomas Kessler, ich war mal echt glücklich, dass du den Job bekommen hast. Du hast auch in diesem Sommer gut eingekauft und davor ziehe ich den Hut. Allerdings, und das muss mal gesagt werden, wie du darauf gekommen bist, Wagner als Trainer zu installieren, bleibt wohl dein Geheimnis. Du musst doch selbst erkennen, dass es ein riesiger Fehler war. Ich verstehe einfach nicht, wie du das so ignorieren kannst.“
  2. Frank Hopstein: „Schön, wenn Herr Kessler entspannt in die Länderspielpause geht, hoffentlich nur äußerlich, die Warnzeichen sollte er sehen. Mich stören die ganzen Worthülsen von ihm und Wagner. Ständig werden Analysen angekündigt, aber nichts passiert. Stattdessen Defensiv-Stümpereien und statt Sturm ein laues Lüftchen. Abstiegskampf, wir kommen!“
  3. Michael Rieger: „Das ist immer wieder das gleiche Gelaber der Verantwortlichen. Nein, der FC hat kein Konzept und keine Spielidee, das ist nur Schrott.“
  4. Uwe Laqua: „Diese Schönrederei muss aufhören. Nach der Niederlage gegen Gladbach beginnt die Trainerdiskussion so richtig und wird sich hinziehen, bis man ganz unten drinsteht. In der Mannschaft besteht kein Zusammenhalt und richtig fit scheint sie auch nicht zu sein.“

Trotz der gewaltigen Empörungswelle lassen sich die Bosse am Geißbockheim nicht von ihrem Weg abbringen. Wagner wird die Mannschaft natürlich auf das Derby gegen Mönchengladbach vorbereiten. Mit einem Sieg sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. 

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