Die Spiele beim 1. FC Köln sind eigentlich immer ausverkauft. In Köln gibt es bei jedem Heimspiel Fans, die leer ausgehen und traurig oder frustriert sind. Gegen RB Leipzig bleiben aber etliche Plätze leer, das lag natürlich nur an den Gästen.
Gibt es sonst nie in KölnDrei Trommler: Triste Szene zeigt das ganze RB-Desaster

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Gästeblock beim Spiel 1. FC Köln – RB Leipzig: drei Trommler aus Leipzig standen im halbleeren Bereich vor den anderen mitgereisten Fans.
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Köln ist eine deutsche Fußball-Adresse, die in Sachen Leidenschaft und Herzblut ihresgleichen sucht. Der 1. FC Köln hat 160.000 Mitglieder. Alleine auf der Warteliste für eine Dauerkarte stehen 35.000 Personen.
Wer sich hinten anstellt, muss Geduld haben. Einige Fans fragten schon die KI via WhatsApp, wie lange es dauert, bis man eine Dauerkarte bekommen könnte. Die krasse Antwort: „Jährlich gibt es nur eine zweistellige Zahl an Kündigungen. Rein rechnerisch kann die Wartezeit daher bei 300 Jahren und mehr liegen.“
FC-Fans gegen RB Leipzig: „Zäsur für deutschen Fußball“
In Köln träumen viele von einem größeren Stadion mit mehr als 75.000 Plätzen. Ein Aufbau am Rhein-Energie-Stadion wäre möglich, scheitert aber wohl an den Anwohnern in Müngersdorf und Junkersdorf. Die Infrastruktur rund ums Stadion müsste komplett angepasst werden.
In dieser ganzen Gemengelage wirkte eine triste Szenerie im Kölner Stadion am Sonntag mehr als verstörend. Beim Spiel des 1. FC Köln gegen RB Leipzig am 8. Februar 2026 war das Stadion nicht ausverkauft. Im Gästeblock blieben im Oberrang zwölf Sitzreihen komplett leer, die anderen waren spärlich gefüllt. Unten standen drei RB-Trommler im halbleeren Stehbereich vor den anderen mitgereisten Fans.
Das ganze RB-Desaster wurde in Köln deutlich! Das Schmuckstück in Müngersdorf ist sonst bei fast allen Spielen ausverkauft, diesmal blieben einige hundert Plätze leer.
Die Fans des FC hatten im Rahmen der Partie auf einem Flyer ihren Unmut gegen RB erneut kundgetan: „Die Idee, den Fußball als Werbeplattform zu nutzen, ist nicht neu. Wormatia Worms und Eintracht Braunschweig gelten als Vorreiter der Trikotwerbung. Mit Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg fungieren zwei ehemalige Werksmannschaften mittlerweile als Werbeträger für die dahinterstehenden Konzerne. Red Bull ‚perfektioniert‘ diese Idee jetzt und nutzt den Fußball ausschließlich zur Wertsteigerung der eigenen Marke.“

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Leerer Oberrang in Köln: Aus Leipzig reisten nicht viele Fans mit.
Weiter heißt es: „Es wurde also ein Fußballverein gegründet, dessen primärer Zweck nicht der Spielbetrieb, sondern die Werbung für eine Marke ist. Dies bedeutet eine Zäsur für den deutschen Fußball, denn jede Fußballmannschaft hatte bisher zunächst den vorrangigen Zweck, Fußball zu spielen. Red Bull kehrt dieses Prinzip um. Dementsprechend wurde auch der Standort Leipzig aus rein marktstrategischen Gründen für dieses Projekt ausgewählt. In der gesamten Region wurde seit Jahren kein hochklassiger Fußball mehr geboten und trotzdem existiert eine große Fußballtradition. Der Standort Leipzig war für Red Bull also ideal, die eigene Marke über den Fußball in Deutschland zu verbreiten.“ Eine große Fan-Unterstützung gibt es aber auch in der eigenen Stadt nicht.

