Express · Community

Kommentare · 0

Zum Inhalt springen

Ex-Trainer beim EXPRESS-TalkFunkel: „Momentan mache ich mir Sorgen um den FC“

Reiner Calmund und Friedhelm Funkel sorgten am Dienstag vor 200 Gästen für beste Fußballunterhaltung. Es wurde intensiv über den 1. FC Köln gesprochen.

Experten-Talk über den 1. FC Köln! Am Dienstagabend (3. November 2026) war es wieder so weit: Die nächste Ausgabe von „E Levve lang – der Talk zum FC“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger fand im Audizentrum Köln-Mitte Fleischhauer statt.

Zu Gast auf dem Podium: Reiner Calmund (77) und Friedhelm Funkel (72). Durch die Veranstaltung führten Jürgen Kemper (EXPRESS) sowie Lars Werner und Christian Löer vom Kölner Stadt-Anzeiger. Vor der nächsten Länderspielpause steht das Rhein-Duell mit Bayer Leverkusen an.

Friedhelm Funkel könnte ab Januar 2027 wieder als Trainer durchstarten

Funkel kam direkt vom Campus des DFB in Frankfurt, wo er einen Lehrgang besucht und seine Erfahrungen preisgegeben hat. „Auch mit Bundestrainer Jürgen Klopp habe ich mich ausgetauscht“, so Funkel. Calli war extra für den Talk aus der Wahlheimat im Saarland angereist.

Funkel stellte gleich zu Beginn klar, dass er als Trainer selbst nochmal angreifen könnte. Im Mai 2025 führte er den FC noch in die 1. Liga. „Ich habe nach wie vor Bock und viel Energie. Ich bin gesund, das ist die Grundvoraussetzung. Ich bin bereit dazu. Und wenn jemand glaubt, dass ich helfen kann, höre ich mir das an. Und wäre ab Januar 2027 bereit.“

Ob aus Köln schon jemand angerufen hat? Funkel grinste: „Die Frage musste ja kommen. Der FC hat mit René Wagner einen Trainer, der das volle Vertrauen der Gremien hat. Wir hoffen, dass der FC die Punkte holt, die er braucht, um die Klasse zu halten. Momentan mache ich mir allerdings Sorgen, denn jetzt kommen die schweren Spiele mit Leverkusen und dem FC Bayern München. Um ein bisschen sorgenfreier zu sein, hätten die Kölner gewinnen müssen, gegen ganz, ganz schwache Berliner. Mit mehr Mut und mehr Zutrauen.“

Mit Kölns Sportchef Thomas Kessler pflegt Funkel ein gutes Verhältnis. Er war bei drei Heimspielen und wird wohl auch gegen Leverkusen da sein. Der Altmeister warnt aber: „Ich hoffe, dass sie nicht zweimal hintereinander verlieren, sonst sind sie ganz schnell 16. oder 17. der Tabelle.“

Funkel erzählte dann auch, was für ein Trainertyp er sei. Er sagte, dass er immer auf Menschlichkeit setzen würde, anstatt auf Analyse-Tools: „Ich brauche keinen xG-Wert. Ich kann selbst sehen, wie viele Torchancen meine Spieler vergeben haben. Und Druck habe ich immer nur dann, wenn ich auf Toilette gehe, aber nicht, wenn ich mit der Mannschaft ein Spiel gewinnen muss. Ich habe mich immer darauf gefreut, dafür mache ich den Job ja.“

Calli sagte zum FC vor dem Spiel gegen Leverkusen: „Wir haben sechs Mannschaften mit neun Punkten in der Tabelle. Das ist eine heiße Sache. Wenn man hochrechnet, werden es am Ende 38 Punkte. Damit bleibt man drin. Ich drücke alle Daumen und Zehen. Sie haben das Zeug, die Klasse zu halten. Man darf keine höheren Ziele haben, die die Mannschaft nicht umsetzen kann.“