Der 1. FC Köln kämpft gegen OGC Nizza um das Weiterkommen in der Conference League. Nach den Krawallen im Hinspiel hofft auch FC-Trainer Steffen Baumgart dieses Mal auf ein friedliches Fußball-Fest.
„Genug Blödsinn gesehen“Baumgart hofft auf friedliches Euro-Endspiel – FC-Trainer mit dringendem Appell

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Das „Spiel der Schande“ am 8. September 2022 musste sich Steffen Baumgart von der Tribüne aus angucken. Im Rückspiel hofft der FC-Trainer, dass es friedlich bleibt.

Der 1. FC Köln freut sich auf das Euro-Endspiel gegen den OGC Nizza (3. November, 21 Uhr, RTL und im Liveticker auf EXPRESS.de). Der FC hat die große Chance auf das Weiterkommen in der UEFA Conference League. Mit einem Sieg gegen das Team von Ex-Gladbach-Trainer Lucien Favre (65) würde der FC in Europa überwintern.
Eigentlich ist alles angerichtet für einen besonderen Abend. Doch unter die Freude auf ein großes Fußball-Fest mischt sich die Sorge vor erneuten Krawallen.
Steffen Baumgart hofft auf friedliches Fußball-Fest
Die schlimmen Bilder aus dem Hinspiel, als die Gewalt im Stadion „Allianz Riviera“ zwischen beiden Fan-Lagern eskalierte, haben sich bei den Beteiligten eingebrannt.
„Das wird lange in Erinnerung bleiben, und zwar nicht im Positiven“, erinnert sich Steffen Baumgart (50) und appelliert vor dem brisanten Wiedersehen an alle Anhänger: „Wir hoffen alle, dass es um den Fußball geht, und zwar nur um den Fußball. Aggressionen sollten auf dem Platz gelassen werden. Wir haben bei uns und in anderen Stadien genug Blödsinn gesehen. Es wäre schön, wenn sich alle besinnen, dass Fußball Spaß und Freude bedeutet.“
Ob Baumgarts Wunsch in Erfüllung geht, bleibt abzuwarten. Der Polizei Köln liegen zahlreiche Hinweise vor, dass es am Donnerstag zu einer „Revanche“ der gewaltbereiten Fans kommen könnte.
„Wir haben Erkenntnisse von rund 1000 aggressiven Störern. Rund 500 davon aus Köln, jedoch auch aus ganz Deutschland“, sagte Polizeieinsatzleiter Martin Lotz im Vorfeld.
Und auch die mit den FC-Ultras befreundeten und an den Ausschreitungen in Nizza beteiligten „Supras Auteuil“ werden in Müngersdorf erwartet. Die „Wilde Horde“ gratulierte der verbotenen Paris-Saint-Germain-Gruppierung beim Hoffenheim-Spiel per Banner zum Geburtstag, darauf stand übersetzt: „Herzlichen Glückwunsch an die als Köln-Fans verkleideten Pariser.“
Daher lautet der dringende Appell des Köln Coaches: „Ich hoffe, dass langsam allen klar wird, dass es um Fußball geht. Und Fußball kann nicht dafür da sein, dass irgendwelche Vollidioten meinen, dass sie sich zeigen müssen. Ich hoffe, dass wir alle aus dem Hinspiel gelernt haben, dass es so nicht geht.“

