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FC-Trainer entschuldigt sichKaminski mit Forderung an Kwasniok

Jakub Kaminski startete fulminant in die Saison, musste dann aber immer wieder auf anderen Positionen aushelfen. Für das Saisonfinale wünscht er sich wieder mehr Konstanz.

Er ist der absolute Schlüsselspieler beim 1. FC Köln: Jakub Kaminski wurde in der Vergangenheit nicht umsonst von Lukas Kwasniok als „wichtigster Spieler“ bezeichnet.

Das beweist auch die Statistik: Der FC holte 20 seiner 24 Punkte, wenn „Kuba“ auf einer seiner Parade-Positionen in der Offensive zum Einsatz kam. Wenn der Pole allerdings auf der Schiene oder der Sechs ranmusste, sprangen lediglich vier Zähler heraus.

Jakub Kaminski beendete Tor-Durststrecke gegen den BVB

Zahlen, die Kwasniok nachdenklich stimmen sollten. Nicht umsonst entschuldigte sich der FC-Trainer vergangene Woche bei seinem Schützling. „Ich muss dem Spieler gegenüber Abbitte leisten“, sagt der FC-Trainer: „Das erste Mal in meiner Laufbahn als Trainer kann ich mich nicht an dem messen lassen, was ich ihm versprochen habe.“

Kaminski hat die ehrlichen Worte registriert und die Entschuldigung angenommen. „Ich spüre sein Vertrauen von Anfang an. Ich werde immer alles für ihn, die Mannschaft und den Verein geben. Ich kann auf vielen verschiedenen Positionen spielen, aber ich fühle mich am wohlsten hinter den Spitzen oder auf dem linken Flügel. Dort kann ich der Mannschaft am besten helfen“, sagt der polnische Nationalspieler.

Gleichzeitig schiebt Kaminski eine Forderung an Kwasniok hinterher: „Ich hoffe, ich spiele nun öfter auf diesen Positionen vorne.“ Gegen den BVB platzte immerhin schon mal sein Tor-Knoten. Bei der bitteren Niederlage erzielte er seinen ersten Bundesliga-Treffer nach einer 13 Spiele langen Durststrecke mit etlichen Positionswechseln.

Es hat mal wieder gezeigt: Vorne ist Kaminski am wertvollsten. Das zeigt eine weitere Statistik: 1,47 Treffer gelangen den Kölnern im Schnitt, wenn Kuba vorne spielte, ohne ihn waren es lediglich 1,13.

Gespräch während des FC-Spiels zwischen Jakub Kaminski und Lukas Kwasniok.

Copyright: IMAGO/Beautiful Sports International

Jakub Kaminski bekommt es immer wieder mit neuen Aufgaben von FC-Trainer Lukas Kwasniok zu tun.

„Ich habe monatelang auf dieses Erfolgserlebnis gewartet. Ich hoffe, dass noch viele weitere Folgen werden“, sagt Kaminski. Tore, die der FC im Abstiegskampf auch dringend gebrauchen kann.

Über das immer enger werdende Rennen sagt Kaminski: „Oft entscheiden Kleinigkeiten die Spiele und wir brauchen auch mal wieder das nötige Glück. Wir hatten zuletzt viele Verletzte, das war nicht einfach für den Trainer. Ich hoffe, dass die Jungs alle schnell zurückkommen, denn wir brauchen in den nächsten Wochen jeden einzelnen. Und was ganz wichtig ist: Wir brauchen unsere guten Leistungen auch mal 90 Minuten und nicht nur 45 oder 60.“

Denn in den kommenden Wochen geht es auch um seine eigene Zukunft. Denn nur wenn der FC drinbleibt, hat der Allrounder auch eine Zukunft in Köln. Ein Szenario, das er sich wünschen würde.

„Ich würde gerne hierbleiben“, sagt Kaminski klipp und klar: „Es ist aber nicht meine Entscheidung, ich kann nur meine Leistungen bringen. Ich bin aber komplett überzeugt vom FC. Ich habe bislang immer alles gegeben und am Ende werden wir sehen, was im Sommer passiert.“

Thomas Kessler mit einem Mantel im Stadion.

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