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Aches AchterbahnfahrtFC-Stürmer mit Geständnis: „Kann man schon sagen“

Beim Spiel gegen Werder Bremen stand Ragnar Ache oft im Mittelpunkt – in manchen Szenen war ihm das gar nicht lieb.

Er war Dreh- und Angelpunkt in der FC-Offensive: Ragner Ache rannte, passte, schoss, machte Bälle fest und traf. Und zwar ins Tor und den Gegner.

Keine Frage: Beim Sieg des 1. FC Köln gegen Werder Bremen stand der bullige FC-Stürmer am Sonntag (12. April 2026) definitiv im Mittelpunkt.

Ragnar Ache erzielte gegen Bremen sein siebtes Liga-Tor in dieser Saison

Aches Achterbahnfahrt in Zahlen: 75 Minuten gespielt, 7,9 Kilometer gerannt, ein Tor, fünf Torschüsse, zwei Torschussvorlagen, 86 Prozent angekommene Pässe, 100 Prozent erfolgreiche Dribblings, vier Fouls, eine Gelbe Karte. Was nicht messbar ist: Ache hätte auch gut und gerne vom Platz fliegen können.

Zunächst sorgte der FC-Angreifer aber dafür, dass Köln lange in Überzahl spielte. In der 24. Minute spitzelte er den Ball am strauchelnden Werder-Kapitän Marco Friedl vorbei und fiel dann über dessen Körper. Notbremse! Friedl muss vorzeitig unter die Dusche. Werder haderte allerdings, ob es tatsächlich ein Foul war.

Ache machte in der Folge ein starkes Spiel, zeigte seine Top-Form und sein Durchsetzungsvermögen. Doch er scheiterte zweimal knapp. In der zweiten Halbzeit stand der eingewechselte Alessio Castro-Montes nach Aches feinem Steckpass hauchzart im Abseits. Nach 65 Minuten schlug Ache dann selbst zu, drückte den Ball nach einer Ecke im zweiten Versuch über die Linie. Es war sein siebter Bundesligatreffer in dieser Spielzeit.

Wenig später war Ache dann wohl noch so aufgedreht, dass er etwas ungestüm gegen Romano Schmid nachsetzte. Der FC-Stürmer traf den Bremer böse von hinten, sah aber von Schiedsrichter Tobias Reichel nur Gelb. Ex-FC-Profi Leonardo Bittencourt schimpfte wie ein Rohrspatz: „Er grätscht von hinten in Romanos Beine! Das ist für mich eine Rote Karte!“

Nur zwei Minuten später richteten sich alle Blicke erneut auf Ache. Er kam im Strafraum zu spät bei einem Rettungsversuch und traf Olivier Deman. Elfmeter für Bremen, aber keine weitere Karte für Ache. Sonst hätte er den Platz verlassen müssen. Nach 75 Minuten nahm FC-Coach René Wagner Ache dann runter. Auch, um ihn vor einem Platzverweis zu schützen.

Ache sank erschöpft auf die Bank und musste sich erst einmal sammeln. Seine Achterbahn-Partie versuchte er dann in Worte zu fassen: „Es war sehr turbulent. Dass wir gewonnen haben, macht mich stolz.“ Er gab dann auch zu, dass er durchaus Dusel hatte, nicht vom Platz geflogen zu sein: „Kann man schon sagen, glaube ich. So wie ich die Szene eingeschätzt habe, habe ich schon Glück gehabt.“

Ragnar Ache und Said El Mala freuen sich nach einem Torerfolg.

Kölner Sturm-Duo

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