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„Schwerstes Los im Topf“ Baumgart und Keller warnen vor Pokal-Hürde in Regensburg

Steffen Baumgart und Christian Keller auf einer Pressekonferenz.

Steffen Baumgart (links) Christian Keller (rechts) bei der Pressekonferenz des 1. FC Köln am 28. Juli 2022.

Die Vorbereitung ist abgeschlossen und der 1. FC Köln bereitet sich auf sein erstes Pflichtspiel der Saison 2022/23 vor. Christian Keller und Steffen Baumgart standen auf der Pressekonferenz Rede und Antwort.

Vor rund einem Monat startete der 1. FC Köln in die Sommervorbereitung für die Saison 2022/23. Am Samstag (30. Juli 2022, 15.30 Uhr) wird es nun zum ersten Mal ernst: Pflichtspielstart in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Jahn Regensburg.

Für Christian Keller (43) ist es ein besonderes Spiel: Vor seinem Amtsantritt beim 1. FC Köln im April 2022 war der 43-Jährige über acht Jahre für die Regensburger als Geschäftsführer verantwortlich. Am Donnerstag (28. Juli 2022) sprach der Kölner Geschäftsführer mit Trainer Steffen Baumgart (50) über die Auftakthürde im Pokal.

EXPRESS.de berichtete live vom Geißbockheim. Lesen Sie hier die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz nach.

Baumgart über die Personalsituation: „Ich freue mich, dass es wieder losgeht. Alle sind wieder auf dem Trainingsplatz. Steffen Tigges wird bei der U21 spielen. Ondrej Duda muss weiter an seinem Trainingsrückstand arbeiten. Es wird einige harte Entscheidungen geben.“

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Keller über seinen Ex-Arbeitgeber Regensburg: „Das Fandasein muss ruhen. Ich hätte mir auch aus rein sportlicher Sicht einen anderen Gegner gewünscht. Wir wollen gewinnen, das ist klar. Ich habe heute Morgen mit Mersad Selimbegovic (Trainer Jahn Regensburg, Anm. d. Red.) telefoniert, dass wir eine Cola nach dem Spiel trinken. Aber mehr schaffe ich dann auch nicht, sonst müsste ich zwei Wochen in Regensburg bleiben. Das war jetzt über viele Jahre hinweg ein Stück weit mein Baby. Wir sind aus dem Nirgendwo gekommen und haben aus einem kleinen Standort einen relativ soliden Zweitligisten entwickelt. Ich habe dort Beziehungen, die werden ein Leben lang halten, da bin ich mir relativ sicher.“

Baumgart über Gegner Regensburg: „Die Gefahr liegt im Wettbewerb. Warum gibt es Überraschungen im Pokal? Weil das von vornherein ein Finale ist. Wir haben mehr zu verlieren, als zu gewinnen. Regensburg ist sehr, sehr gut und agiert auf einem Fundament, was sie sich über Jahre aufgebaut haben. Sie sind sehr aggressiv und sehr körperlich. Wir haben mehr zu verlieren, als zu gewinnen. Sie spielen sehr schnell auf das 1:0 und sie haben eine sehr, sehr gute Größe auch bei Standards. Also es gibt sehr viele Sachen, die sie sehr gut machen. Aber jetzt kommen wir zu uns, wir sind der Bundesligist. Wir wissen, dass mit Regensburg eine sehr, sehr gute Mannschaft auf uns zukommt.“

Baumgart über die Ausrichtung in der kommenden Saison: „Wir werden unserem Weg treu bleiben. Vom Gefühl her sind wir noch etwas breiter aufgestellt, als wir das letzte Jahr schon waren. Es gibt keine erste Elf. Jeder, der im Kader steht, könnte auch in der Startelf stehen. Dass wir alles mit einer hohen Intensität machen, ist klar. Wir wollen schon nochmal von der Bank auch was nachlegen zu können. Von den Transfers her passt alles und ich glaube schon, dass wir bereits zu Beginn der Saison eine sehr homogene Mannschaft haben, die auf allen Positionen sehr gut doppelt besetzt ist.“

Baumgart und Keller mit klarem Pokal-Auftrag

Baumgart über das Pokal-Ziel: „Berlin. Was anderes gibt es ja gar nicht. Aber das werden die meisten Mannschaften versuchen. Ich möchte irgendwann im Finale in Berlin stehen. Dass das mit Regensburg auch gleich vorbei sein kann, ist mir bewusst. Aber in dem Wettbewerb geht es einfach darum, so weit wie möglich zu kommen. Eine gute Leistung reicht nicht aus, um zu gewinnen. Klares Ziel für mich: Ich möchte nach Berlin.“

Keller ergänzt: „Schöne Schlagzeile. Aber es ist doch klar. Es ist doch der Wettbewerb, der am einfachsten zu gewinnen ist, weil es nur sechs Spiele sind, um den Pokal in der Hand zu halten. Ob wir es schaffen, keine Ahnung. Vielleicht scheiden wir in der ersten Runde aus, dann haben wir die nächsten Schlagzeilen. Aber es ist doch logisch, dass wir so in den Wettbewerb reingehen.“

Keller über Sebastian Andersson und etwaige weitere Abgänge: „Grundsätzlich ist Sebastian Andersson Stoßstürmer und die werden gesucht, auch bei uns. Glücklicherweise haben wir aber auch andere Spieler im Kader, die momentan in einer sehr guten Verfassung sind. Da ist es schon so, dass der Sebastian da momentan ein Stück weit hinten dran ist. Das ist auch der Grund, warum er im letzten Testspiel nicht dabei war. Wir können finanzielle Einnahmen nicht nur über sportliche Maßnahmen generieren, sondern auch über betriebswirtschaftliche Maßnahmen. Ich bin mir sicher, dass wir zum Ende der Saison bei unseren Zielen ankommen werden. Wie, das müssen wir dann schauen.“

Keller über die Anti-Gewalt-Kampagne der Stadt Köln: „Als das initiiert wurde, war ich noch nicht im Amt. Ich habe aber die finale Umsetzung mitbekommen. Wir haben unsere Position klargemacht, dass eine Teilnahme an einer Anti-Gewalt-Kampagne im Fußball einer Vorverurteilung gleichkommen würde, dass wir sagen, wir haben Gewalt bei unseren Fans und das haben wir mitnichten. Das können wir nicht mittragen. Und die Kampagne ist jetzt auch nicht so gut angekommen.“

Baumgart und Keller sorgen für PK-Lacher

Keller über die Vertragsverlängerung mit Timo Hübers und dem Trainer-Team: „Timo ist ein super Spieler. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich solche Gerüchte höre. Ich habe lediglich gesagt, dass ich nach dem Sommer 2023 auch mit Timo Hübers über eine Vertragsverlängerung sprechen möchte. Aber ich kann auch nicht gleich alles machen. Beim Trainer-Team ist die Zielsetzung, dass bis Ende August mit jedem Mitglied des Trainer-Teams über eine Vertragsverlängerung gesprochen habe.“

Baumgart nach vielen Fragen an Keller über etwaiger Conference-League-Gegner: „Ja, ich weiß ja gar nicht, ob ich noch da bin“ und auf Nachfrage des Journalisten nach dem Fachmann (Christian Keller): „Oh, der Fachmann, jetzt passen Sie aber auf. Das machen Sie nur einmal mit mir.“ Keller steigt ein: „Ich glaube, man tut sich grundsätzlich keinen Gefallen, wenn man sich auf einen speziellen Gegner vorbereitet.“

Baumgart über die Frauen-EM: „Ja, ich teile die Euphorie, weil sie eine tolle Mannschaft sind, auch jetzt gegen Frankreich. Ich hoffe, dass sie sich im Finale dann auch krönen können.“

Baumgart über das Kapitänsamt und den Mannschaftsrat: „Die Jungs haben ihre Zettel abgegeben. Ich habe schon alles im Kopf, das sage ich den Jungs dann morgen und das geben wir dann gerne an Sie weiter.“

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