Ausschluss der Belarus-Teams FC-Forderung trifft auf Unterstützung – und auf taube Ohren

Werner Wolf schaut in die Kamera.

Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln, darf sich bei der Forderung nach dem Ausschluss belarussischer Teams über Unterstützung freuen. Das Foto stammt vom 15. August 2021.

Russische Klubs dürfen nicht an UEFA-Wettbewerben teilnehmen. Selbiges fordert der 1. FC Köln auch für belarussische Vereine. An Fan-Unterstützung für diesen Vorstoß mangelt es nicht.

In der Conference League gegen Vereine wie BATE Borissow, FK Homel, FK Schachzjor Salihorsk sowie FK Dinamo Minsk spielen? Darauf hat der 1. FC Köln keine Lust!

Denn: Das Regime in Belarus ist treuer Bündnispartner von Russland. Der FC hat aus diesem Grund vergangene Woche einen Ausschluss belarussischer Teams aus allen UEFA-Wettbewerben gefordert. Dafür erfährt der Klub breite Unterstützung – allerdings nicht von allen.

Der 1. FC Köln will den Ausschluss von Belarus-Klubs

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung unserer Forderung aus der FC-Familie. Innerhalb von nur einer Woche haben uns rund 500 Nachrichten aus der Mitgliedschaft erreicht, die unser Anliegen untermauern und die UEFA zum Handeln auffordern“, so FC-Präsident Werner Wolf (50) am Mittwoch (27. Juli 2022). Diese sollen gesammelt an den Verband weitergeleitet werden.

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Bei der Initiative hat sich der 1. FC Köln auch an die anderen Teilnehmer der Conference League gewandt und sie aufgefordert, sich ebenfalls für den Ausschluss der belarussischen Teams zu engagieren.

„Einzelne Vereine haben positiv auf unser Schreiben geantwortet“, konstatiert Kölns Sport-Geschäftsführer Christian Keller (43). Die wichtigste Instanz hat jedoch noch nicht reagiert. Keller: „Seitens der UEFA gibt es bislang keine Rückmeldung.“

Bei deren Boss Aleksander Čeferin (54), an den das von Keller und Philipp Türoff (46) unterzeichnete FC-Schreiben adressiert war, trifft die Forderung also bisher auf taube Ohren...

Gegen wen der FC in den Playoffs der Conference League spielen wird, entscheidet sich am Dienstag (2. August 2022) bei der Auslosung in Nyon. Aktuell läuft noch die zweite Qualifikationsrunde – wo es für drei von vier belarussischen Klubs Hinspiel-Pleiten setzte.

Der FC-Vorstand machte zuletzt klar: „Trotz aller Vorfreude auf die europäischen Chancen bereitet uns das Thema vor der Auslosung der Playoffs große Bauchschmerzen.“

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