Nach der ersten Trainingswoche ist das Lazarett beim 1. FC Köln leider schon gut gefüllt. Auch Trainer René Wagner muss kämpfen.
FC-LazarettCoach Wagner muss kämpfen – Spezialmaßnahme bei Ache

Geht die Verletzungsseuche beim 1. FC Köln auch in der neuen Saison weiter? Nach einer Trainingswoche ist das Lazarett jedenfalls schon voller als geplant. Viele Maßnahmen sind jedoch prophylaktisch.
Dem neuen FC-Trainer René Wagner (37) hat es fast die Stimme verschlagen! Nach der ersten Trainingswoche war er ziemlich heiser. Er sagte nach dem Testspiel am Samstag (18. Juli 2026) gegen Bezirksligist Rheinsüd Köln (5:0) über seine Stimme: „Da habe ich in der ersten Woche immer mit zu kämpfen, leider.“
Ragnar Ache: Trainingseinheit statt Testspiel
Der Coach hatte die Jungs zuvor täglich lautstark heißgemacht: „Wir wollten viel Energie mitgeben. Das ganze Trainerteam gibt dabei viel, da hat aktuell keiner mehr eine Stimme. Das zeigt die Intensität, die wir an den Tag legen. Das Produkt haben wir bei der Mannschaft gesehen. Sie waren alle da!“ Nach dem 5:0-Sieg war Wagner also zufrieden.
Köln musste dabei allerdings auf Rav van den Berg (Fußverletzung), Julian Pauli (muskuläre Probleme), Luka Lochoshvili (muskuläre Probleme) und Ragnar Ache (Trainingssteuerung) verzichten.
Wagner hatte auch Kritikpunkte nach dem ersten Test: „Dass es im letzten Drittel schwer ist gegen eine Mannschaft, die mit elf Mann in der eigenen Box verteidigt, das wissen wir alle. Trotzdem haben wir uns viele Chancen erspielt, müssen aber das Tor das ein oder andere Mal öfter treffen.“
Ache hätte zwar gerne gestürmt, denn er hatte sich im Sommer mit viel Individualtraining perfekt in Form gebracht. Aber der FC setzte bei ihm lieber auf eine Spezialmaßnahme. „Reggie war verletzt aus der Saison gekommen. Es war jetzt seine erste Trainingswoche, da wollten wir einfach kein Risiko an diesem Wochenende eingehen“, sagte Wagner.
Ursprünglich war der Plan, Ache 15 Minuten spielen zu lassen. Doch dieser wurde aufgrund der individuellen Belastungssteuerung bei Ache verworfen, um keine Verletzung zu riskieren. Der Angreifer fuhr nach dem Spiel ans Geißbockheim und legte dort eine individuelle Trainingseinheit ein, die ihm besser getan hat, als 15 Minuten Spielzeit.
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Bei Verteidiger Lochoshvili wollte man auch kein Risiko eingehen, wie Wagner erklärte: „Lochoshvili hatte im Training etwas in der Hüfte gespürt. Wir wollten schauen, ob die Erwärmung funktioniert. Dann hat er ein bisschen Druck drauf gespürt. Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme.“
Die beiden anderen Verteidiger sollen bald ins Teamtraining zurückkehren. „Rav van den Berg ist nächste Woche wieder dabei. Bei Julian Pauli könnte es einen Tacken länger dauern“, so Wagner.

