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Krasse Hightech-MethodenFC-Stürmer Ache „schröpft“ sein volles Potenzial aus

Am Montag (13. Juli 2026) startet der 1. FC Köln in die Saisonvorbereitung. Trainer René Wagner bittet die Profis dann erstmals auf den Platz am Geißbockheim. Zahlreiche FC-Spieler waren im Urlaub fleißig. EXPRESS.de durfte Stürmer Ragnar Ache bei einer Einheit begleiten.

Auf dem Platz schaut jeder zu und staunt. Wenn die Fußballstars auf der großen Bühne zaubern, sind die Fans elektrisiert und begeistert. Kölns Stürmer Ragnar Ache sorgte mit seinem sensationellen Fallrückzieher-Tor gegen Hoffenheim für ein absolutes Highlight der vergangenen Saison.

Doch hinter den Topleistungen im Rampenlicht der großen Stadien steckt unheimlich viel harte Arbeit im Verborgenen. Bei Ache ganz besonders. Der Stürmer des 1. FC Köln hatte in den vergangenen Jahren des Öfteren mit seinem Körper zu kämpfen. Entsprechend viel muss er investieren, um die extremen Belastungen zu meistern. EXPRESS.de durfte den 27-Jährigen bei einer Vorbereitungseinheit begleiten.

Ragnar Ache arbeitet im Sports-360-Campus an seiner Form

Industriecharme in Köln-Mülheim: Hinter den Mauern eines roten Backsteingebäudes verbirgt sich ein hochmoderner Sport-Campus. Hier betreut die Agentur Sport 360 von Volker Struth und Sascha Breese zahlreiche Stars. Einer davon ist Kölns Stürmer Ragnar Ache (27). In seiner ersten Bundesligasaison hat Ache in 29 Spielen sieben Tore und fünf Vorlagen beigesteuert. Damit es in der kommenden Saison noch besser läuft, bringt Ache sich im Campus in Form.

In enger Abstimmung mit dem Trainerteam des 1. FC Köln kümmert sich Fabian Jöck, Head of Performance bei Sports 360, intensiv um Ache. Dabei kann er auf zahlreiche Hightech-Geräte und -Methoden zurückgreifen. Vor gut einem Jahr hat die Agentur unter Leitung von Jöck den Campus in Mülheim eröffnet, um den betreuten Spielern die besten Bedingungen zu schaffen.

Für Ache und die anderen Sportstars gibt es hier quasi eine Rundumversorgung. In dem Gebäude befinden sich auf 1000 Quadratmetern ein großer Kraftraum, Infrarotsauna, Kältebecken und zahlreiche hochmoderne Behandlungsmöglichkeiten wie Kompressionshosen oder Magnettherapie. Ein Koch bereitet Essen zu, es gibt individuell abgestimmte Nahrungsergänzungsmittel aus dem Labor, mentale Begleitung und sogar Schlafforschung.

Beim Aufwärmen behandelt Ache unter anderem eine Narbe auf seinem Oberschenkel mit einer Schröpfglocke. Hier hatte sich im ersten Saisonspiel ein gegnerischer Stollen reingebohrt. Auch andere Muskelpartien werden mit den Glasglocken behandelt. Der erzeugte Unterdruck saugt die Haut leicht an, was zu einer verstärkten Durchblutung führt. Ache „schröpft“ sein ganzes Potenzial aus.

Mit Sensoren werden dann beim Ansteuern verschiedener Muskeln die elektrischen Impulse gemessen. Hightech für mehr Leistung! Der Stürmer verzichtet einige Tage auf Urlaub und kümmert sich lieber um seinen Körper. „Mir geht es top! Ich fühle mich gut und will in dieser Saison wieder angreifen. Dafür muss ich hart arbeiten“, sagt Ache gegenüber EXPRESS.de.

In den Jahren zuvor hatte er mit vielen kleinen Baustellen an seinem Körper zu kämpfen: Achillessehne, Adduktoren, Oberschenkelmuskulatur. Trainings-Experte Jöck hilft dem Angreifer, stabiler zu werden. Dabei geht es nicht nur um die großen Muskelgruppen, sondern um alles: Stabilität, Flexibilität, Mobilität – vom Fußgelenk bis zum Kopf.

Ragnar Ache trainiert im Campus von Sport 360 in Köln-Mülheim.

Copyright: Uwe Bödeker

Ragnar Ache hat eine Schröpfglocke am Oberschenkel.

Jöck sagt gegenüber EXPRESS.de: „Wir arbeiten mit den Spielern in der freien Zeit im Sommer intensiv an ihrem Körper und beachten vor allem mögliche, frühere Baustellen und kontrollieren diese. Außerdem ist es eine Vorbereitung auf die Vorbereitung. Unser Ziel ist es, dass die Spieler topfit durch die Vorbereitung kommen. Gerade bei Ragnar hat sich gezeigt, wie wichtig dieses zusätzliche Invest in seinen Körper ist, um eine Top-Saison zu spielen. Er investiert sehr viel in sich und Zusatzschichten, die alle mit dem Verein in enger Absprache erfolgen.“ 

Jöck glaubt, dass Ragnar bestens präpariert ist: „Er ist gut dabei, ist gut aus der Pause gekommen. Er hat ein bisschen Urlaub gemacht und dann wieder trainiert.“ Hinter den Kulissen passiert noch viel mehr, wie Jöck verrät: „Ein Physiotherapeut und ein Arzt haben sich Ragnar nochmals genau angeschaut. Wir haben ein großes Blutbild gemacht und mit Sensoren die Kraft gemessen. Er ist bereit, um in die Testungen beim FC zu gehen.“

Ragnar Ache beim Training in Köln-Mülheim.

Copyright: Uwe Bödeker

FC-Profi Ragnar Ache und Fabian Jöck von Sports 360 arbeiten im Campus an der Beweglichkeit.

Ab Freitag (10. Juli) durchlaufen die FC-Profis vor dem Trainingsstart einige Tests beim Verein. Während der Spielzeit kümmern sich dann auch die medizinische und die athletische Abteilung des FC hervorragend um Ache. Der Stürmer ist jedenfalls heiß auf neue Heldentaten. Angesprochen auf seinen Fallrückzieher, bei dem er gut 1,5 Meter hoch in der Luft lag, muss er schmunzeln. Ist das ein Ergebnis seiner harten Arbeit hinter den Kulissen? „Das kann schon sein. Früher hätte ich mich das gar nicht getraut. Das war ein Instinkt, der nur hervorkommt, wenn der Körper sich wohlfühlt.“

Jetzt freut sich Ache nach stundenlangem Schuften im Campus wieder auf das Training mit Ball: „Das liegt wegen meiner Verletzung am Ende der Saison ein bisschen länger zurück bei mir. Dementsprechend freue ich mich sehr auf das Mannschaftstraining und auf die Spiele.“

Der FC will sich im Sturm mit einem weiteren Spieler verstärken. Zuletzt gab es lose Gerüchte um Chido Obi von Manchester United, Heidenheims Marvin Pieringer und Magdeburgs Mateusz Zukowski. Konkret ist noch nichts.

Ache konzentriert sich auf sich selbst und ist bestens vorbereitet. Jöck denkt, dass er sein volles Leistungspotenzial erst noch erreichen wird. Die Fans dürfen also gespannt sein auf das nächste Ache-Highlight!

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