„Enttäuschung sitzt tief“ Ex-Sportboss Heldt verlässt den FC im Streit

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Horst Heldt (hier am 9. Mai 2021) ist nicht mehr Geschäftsführer Sport beim 1. FC Köln.

Köln – Der 1. FC Köln und Horst Heldt (51) gehen künftig getrennte Wege. Der FC-Vorstand setzte seinen bisherigen Sportboss nach der erfolgreichen Relegation in Kiel (29. Mai 2021) vor die Tür. Dass der Stachel bei Horst Heldt nach der Entlassung tief sitzt, zeigt, dass es keine gemeinsame Erklärung nach dem Aus gab. Der Manager kam in der Pressemitteilung nicht zu Wort. Heldt geht im Streit mit dem 1. FC Köln auseinander.

  • 1. FC Köln setzt Horst Heldt vor die Tür
  • Ex-Sportboss geht im Streit mit dem Verein auseinander
  • Heldt verweigert gemeinsame Erklärung nach seinem Aus

„Horst war nach dem Gespräch sehr enttäuscht, er hängt sehr am FC“, sagte Eckhard Sauren (49) bei der Pressekonferenz „Neuausrichtung Sport“.

Eckhard Sauren teilte Horst Heldt Entlassung mit

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Der FC-Vizepräsident führte das entscheidende Gespräch am Sonntagvormittag, indem er Heldt sein Aus erklären musste.

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Eckhard Sauren (hier am 7. Mai 2021) teilte Horst Heldt die Entlassung beim 1. FC Köln telefonisch mit.

„Das Gespräch hat länger gedauert, wir haben viele Punkte diskutiert. Die Idee war, dass wir Horst eine vernünftige Begründung für sein Aus geben wollten. Wir waren am Ende mit der Art der Analyse nicht zufrieden und haben ihm dann unsere Entscheidung mitgeteilt“, sagte Sauren.

Vorstand des 1. FC Köln hatte Entscheidung schon nach Schalke gefällt

Bereits nach dem Schalke-Spiel soll die Entscheidung im Vorstand gereift sein, dass es Zeit für eine Veränderung auf der Position des Sport-Geschäftsführers sei.

Doch um die sportlichen Ziele nicht zu gefährden, hielt man die Füße still bis zur endgültigen Rettung. „Wir haben die Trennung nach dem Schalke-Spiel noch nicht aussprechen wollen, weil wir den Fokus auf das Sportliche nicht verlieren wollten. Die Entscheidung war aber über Wochen schon gereift. Nach der GA-Sitzung stand dann der endgültige Entschluss fest, obwohl wir die Klasse gehalten haben und zu dem Zeitpunkt eine super Stimmung herrschte“, erklärt Sauren.

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Der FC-Vize übernahm dann die Verantwortung und führte das entscheidende Gespräch mit Heldt. Sauren: „Es war nicht einfach, dieses Gespräch zu führen. Ich denke aber, wir haben das vernünftig begründet und kommuniziert. Ich habe versucht, es so menschlich und würdevoll wie möglich zu machen.“

Horst Heldt war tief enttäuscht über die Entscheidung des FC-Vorstands

Der tiefenttäuschte Heldt war sich sicher, dass er auch künftig der richtige Mann für die sportlichen Geschicke im Klub ist. Die Verärgerung war dann so groß, dass er sich nicht imstande sah, ein Statement zu seiner Entlassung abzugeben.

„Es ist uns nicht gelungen, eine gemeinsame Erklärung mit ihm abzugeben. Das war unser Ziel, das hätten wir gerne gemacht. Ich habe Sonntagabend noch einmal mit ihm telefoniert. Ich konnte ihn davon aber nicht überzeugen“, sagte Sauren.

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