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„Bayern kriegen nicht immer alles“FC-Präsident Stobbe mit flammendem Appell

Für einige Spieler ist es der erste Karneval in Köln. Auch der Vorstand erlebte die erste Karnevalssitzung beim 1. FC Köln. Präsident Jörn Stobbe war bei seiner Begrüßungsrede ein Thema besonders wichtig.

Die Schneiderin musste bei seinem rot-weißen FC-Frack ein wenig mehr Stoff nehmen. Jörn Stobbe überragt schließlich mit seinen 2,06 Metern Körpergröße alle im FC-Präsidium.

Stobbe, seine Vorstandskollegen Ulf Sobek und Jörg Alvermann, sowie die Geschäftsführer Thomas Kessler, Philipp Türoff und Philipp Liesenfeld hatten sich im Vorfeld der klubeigenen Karnevalssitzung extravagante FC-Kostüme inklusive Pailletten-Kragen und Glitzer-Geißbock auf der Brust nähen lassen.

Köln plant Olympia-Bewerbung: Abstimmung bis 19. April 2026

Um 20.25 Uhr begrüßte Stobbe dann die FC-Familie mit seiner Eröffnungsrede auf der Bühne. Ein Thema war ihm dabei besonders wichtig. Stobbe rief ins Mikrofon: „Das ist ein flammender Appell, der wichtig für die Sportstadt Köln, den Karneval und den FC ist! Dieser Appell ist: Bitte unterstützt die Olympia- und Paralympia-Bewerbung!“

Im Saal gab es großen Applaus. Stobbe führte dann weiter aus: „Es gibt die Bewerbung von 16 Städten aus Nordrhein-Westfalen und Köln als Leading City. Das ist total wichtig, und es gilt am 19. April ein klares Zeichen zu setzen und den anderen Städten zu zeigen, dass wir Kölner wollen.“

In einem Ratsbürgerentscheid können wahlberechtige Kölnerinnen und Kölner (über 16 Jahre, aktuell rund 817.000 Menschen) über die Olympia-Bewerbung abstimmen. Die Unterlagen zur Abstimmung werden zwischen dem 19. und 27. März automatisch zugeschickt, der Abstimmungsbrief muss bis zum 19. April zurückgeschickt werden.

Stobbe hofft, dass sich viele Menschen für die Olympia-Bewerbung aussprechen: „Die Hamburger und Berliner wollen wahrscheinlich nicht. Die Bayern, die Münchner, die wollen, aber die kriegen nicht immer alles, was sie kriegen wollen.“ Der FC-Boss bekam wieder viel Beifall.

Es ging emotional weiter: „An einem guten Tag, das wissen wir alle, kann man die Bayern schlagen. Aber das müssen wir gut vorbereiten. Wir haben einiges vor. Der 1. FC Köln wird am 21. Februar beim Heimspiel gegen Hoffenheim alle anderen 16 Oberbürgermeister der NRW-Städte einladen. Da werden auch Ministerpräsident Hendrik Wüst und Kölns OB Torsten Burmester als Gastgeber dabei sein.“

In den vergangenen Wochen war das Präsidium mit den Geschäftsführern schon in Sachen Olympia aktiv, es wurden andere Vereine angesprochen. Stobbe erklärte: „Für Olympia würden wir uns auch mal mit den Düsseldorfern, den Leverkusenern, den Gladbachern, den Schalkern oder den Dormundern ausnahmsweise zusammensetzen. Für Olympia, für Inklusion, für den Breitensport und alle Themen die wichtig sind. Mit der Allianz Kölner Sport ist ein Fackellauf mit Olympia-Teilnehmern vom Stadion zum Dom und wieder zurück geplant. Wir müssen da richtig was abfackeln!“

David Fürst wurde aus der U19 hochgezogen und durfte am 11. Februar 2025 mit den Profis des 1. FC Köln trainieren.

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