Nach der 1:2-Niederlage des 1. FC Köln in Freiburg berichtete eine FC-Anhängerin von einem Vorfall im Kölner Gästeblock, durch den sie blaue Flecken am Arm davongetragen hatte.
Köln-Pleite in FreiburgFC-Influencerin schildert Übergriff im Stadion: „Verpiss dich“
Der 1. FC Köln musste am 19. Spieltag beim SC Freiburg eine unnötige wie schmerzhafte Niederlage hinnehmen (1:2). Schmerzhaft war die Reise in den Breisgau für eine FC-Anhängerin aber auch aus einem anderen Grund.
Die FC-Influencerin „rosajcb“ schilderte auf TikTok von einem übergriffigen Zwischenfall aus dem Gästeblock im Europa-Park-Stadion. „So habe ich heute das Stadion verlassen“, sagte sie zu Beginn ihres Videos, das sie zwei Tage nach dem Spiel postete und zeigte dabei blaue Flecken an ihrem linken Oberarm.
FC-Influencerin beklagt Gewalt im Stadion
„Wenn ich mich so an den Küchentisch setze, würde meine Mama mich fragen, wer mich misshandelt hat,“ sagte sie weiter. Sie sei sich zu Beginn nicht sicher gewesen ob und wann sie das Video hochladen werde.
Aber wie kam es zu den blauen Flecken an ihrem Arm? „Ich habe mich wie jedes Spiel nach acht Jahren in die Stehkurve begeben um mir meinen Platz zu suchen. Auf einmal riss eine Männerhand an meinem Oberarm und zog mich zur Seite. Zusammen mit Rufen ‚Verpiss dich‘ und ‚Du gehörst hier nicht hin‘.“
Und weiter: „Ich habe mich natürlich gewehrt und zurückgeschrien: er solle mich sofort loslassen und nicht anfassen. Sein Reißen wurde aber einfach immer heftiger und immer mehr.“
Dann habe sie sich etwas ins Getümmel gerettet, der Mann sei ihr aber hinterhergekommen. Er habe aber gemerkt, dass sie nicht geht und Widerstand geleistet hat.
„Jetzt standen wir da also nebeneinander in dieser Reihe. Ich versuchte wieder in die Mitte zu gehen. Er schubste mich weg, er schubste mich wieder weg. Er beraubte mich meiner Freiheit!“, erklärte Rosa weiter.
Ein anderer Mann sei auf die Situation aufmerksam geworden und habe gefragt, was los sei. Daraufhin habe er den anderen Mann gefragt, warum er die FC-Anhängerin nicht weitergehen lasse. Eine Antwort konnte dieser aber nicht geben. Dann habe der Mann sie aber endlich durchgelassen und die Kölnerin konnte sich ihren Platz oben im Gästeblock suchen.
„Wer diesen Vorfall mit meiner Social-Media-Präsenz rechtfertigen möchte, der hat den Schuss nicht mehr gehört. Ich muss gar nicht anfangen zu argumentieren, dass ich das Recht habe, ins Stadion zu gehen“, sagte Rosa weiter.
Sie gehe ins Stadion, um ihren Verein zu unterstützen. Und der Mann? „Um Frauen anzugreifen, die ihm nix tun? Lass mich in Ruhe! Ich lasse dich doch auch in Ruhe.“
Das Einzige, was sie im Internet mache, ist, dass sie Fußballfan ist. Verbale Angriffe habe sie auch schon zuhauf mitbekommen. (red)

