Dietmar Hamann zeigte sich bei Sky überzeugt vom Klassenerhalt des 1. FC Köln, verfiel bei seinem Urteil allerdings nicht in Begeisterung.
„Sie torkeln über die Linie“Hamann legt sich beim FC fest – skeptisch bei Wagner

Auch wenn es gegen Bayer Leverkusen bei der 1:2-Heimniederlage keine Punkte gab, machte der 1. FC Köln am 31. Spieltag einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Durch die Niederlage des FC St. Pauli bei Schlusslicht Heidenheim (0:2) und das torlose Unentschieden des VfL Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach bleibt dem FC bei nur noch drei Spielen ein solides Polster auf die Abstiegsränge.
Hamann sieht „keinen großen Unterschied“
Fünf Punkte Vorsprung sind es auf Pauli (Platz 16), Wolfsburg auf dem direkten Abstiegsrang ist sogar noch einen Zähler weiter entfernt. Hinzu kommt das deutlich bessere Torverhältnis, was praktisch einen weiteren Punkt Abstand bedeutet.
Sky-Experte Dietmar Hamann (52) legte sich bei Betrachtung dieser Konstellation sogar schon fest und ging vom Klassenerhalt aus. „Sie torkeln über die Linie, die Kölner“, sagte Hamann. „Sie werden sich über die Linie robben, wie auch immer. Und das war das Ziel am Anfang der Saison. Das muss man ihnen lassen.“
Dass im TV-Studio von einem „guten Spieltag für die Kölner“ gesprochen wurde, obwohl es gegen Leverkusen nichts Zählbares gab, war bezeichnend für das Schneckenrennen im Tabellenkeller, in das auch Gladbach, der HSV, Werder Bremen und Union Berlin involviert sind.
Auch wenn Hamann sich überzeugt zeigte, dass der FC das große Saisonziel Klassenerhalt erreichen wird, betrachtete er die Trainerfrage am Geißbockheim skeptisch: „Sie haben heute ein ordentliches Spiel gemacht, aber ich weiß nicht, ob da ein großer Unterschied zum vorigen Trainer ist.“
Der frühere Bayern-Star hatte sich im Laufe der Saison immer wieder als Fan von Lukas Kwasniok (44) gezeigt und bleibt nach dessen Ablösung durch den vorigen Co-Trainer René Wagner (37) erst mal skeptisch.
Wagner selbst kassierte seine erste Niederlage als Chef beim FC, steht nun bei fünf Punkten aus vier Spielen. Sobald drei weitere Zähler auf das Kölner Punkte-Konto wandern, können die Planungen für eine weitere Spielzeit in der Bundesliga am Geißbockheim deutlich intensiviert werden.

