„Dann schnappen wir zu“FC auf der Suche nach dem Königstransfer

Thomas Kessler beim Spiel gegen San Sebastian.

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Thomas Kessler hat beim 1. FC Köln noch einige offene Kader-Baustellen. 

Der 1. FC Köln vollzieht in diesem Sommer den zweiten Teil eines groß angelegten Umbruchs. Der wichtigste Baustein fehlt aber noch. Denn der Königstransfer lässt weiter auf sich warten.

Es soll der Königstransfer des Sommers beim 1. FC Köln werden. Die Position des Sechsers hat oberste Priorität am Geißbockheim. Das Profil ist klar umrissen: Gesucht wird ein routinierter Abräumer mit Erfahrung und Führungsstärke, der im besten Fall mehr mit dem Ball anfangen kann als der zu Mainz 05 gewechselte Eric Martel.

Offenbar tun sich die Verantwortlichen um Thomas Kessler schwer mit der Suche nach jenem Spielertyp. Denn eigentlich war geplant, dass der neue Ankerspieler im Mittelfeld spätestens bis zum Trainingslager in Österreich dabei ist.

René Wagner bleibt bei Suche geduldig

Zeit war genug, die Entscheidung von Martel liegt Monate zurück, die Vakanz war früh ersichtlich. Doch das Camp ist mittlerweile längst rum, die Generalprobe absolviert und der neue Mann ist immer noch nicht in Sicht.

Zwischendurch träumte man am Geißbockheim von der Königslösung Edson Alvarez. Der mexikanische WM-Teilnehmer war am Ende aber wohl im Gesamtpaket eine Nummer zu groß. Eine Rückkehr von Ellyes Skhiri wird ebenfalls immer unwahrscheinlicher, obwohl man sich mit Frankfurt bereits einig war. Nun also lässt die Leuchtturm-Verpflichtung weiter auf sich warten.

Coach René Wagner hätte den neuen Mann wohl lieber gestern als heute im Team, hat aber weiter Geduld und Verständnis. Er sagt: „Weil die Personalie so wichtig ist, lassen wir uns da Zeit“, und ergänzt: „Wenn die richtige Personalie nicht dabei ist, können wir es nicht machen. Wenn wir oder der Spieler sich nicht sicher sind, machen wir nichts.“

Doch das Thema genießt neben der Causa El Mala weiter oberste Priorität bei Kessler und seinem Team. Der Geschäftsführer weiß auch, dass die Sechs und der damit verbundene Spielaufbau hinten raus in der vergangenen Saison eine große Schwachstelle im FC-Spiel war.

Es braucht unbedingt spielerische Qualität. „Wir müssen einen Spieler holen, der ein klares Anforderungsprofil hat. Wir müssen Geduld haben, bis sich der Spieler für uns zeigt. Dann schnappen wir zu“, verspricht Wagner.

Bis dahin haben die Etablierten Zeit, Eigenwerbung zu betreiben. Wagner stärkte nach dem Doppel-Test gegen den spanischen Pokalsieger seinen Schützlingen demonstrativ den Rücken: „Tom Krauß gibt Gas, Isak Johannesson ist da und wir haben mit Paul Okon-Engstler einen dazu bekommen, der drückt. Dazu hat sich mit Patrik Kristal aus der U21 bei uns in den Fokus gespielt.“

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