„Setze mich sofort ins Auto“Eichner ist heiß auf neuen Trainer-Job

Christian Eichner als Trainer im Stadion.

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Christian Eichner fühlt sich bereit für den nächsten Schritt in seiner Trainer-Laufbahn.

Christian Eichners Zeit beim Karlsruher SC ist nach über sechs Jahren vorbei. Der Trainer spricht nun offen über das schmerzhafte Ende und was als Nächstes kommt.

Mehr als sechs Jahre prägte Christian Eichner den Karlsruher SC, aber diesen Sommer kam das Aus. Für den 43-Jährigen hat sich das Leben komplett gedreht.

„Wenn ich abends nach Hause gekommen bin, hat mir meine Frau erzählt, wie ihr Tag war und ich habe erzählt, wie mein Tag war. Derzeit beschränkt sich das meist nur auf ihr Erlebtes“, schildert er den veränderten Alltag gegenüber „Transfermarkt“.

Eichner wartet auf das passende Angebot

Eichner übernahm im Februar 2020 das Ruder von Alois Schwartz und etablierte sich als feste Größe. Er coachte das Team in 231 Spielen; einzig Klub-Ikone Winfried Schäfer hatte zwischen 1986 und 1998 eine längere Amtszeit. Mit Eichner erreichte der KSC die Tabellenplätze 6, 12, 7, 5, 8 und 10, aber der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga glückte nie. 

Worauf Eichner besonders stolz zurückblickt, ist das starke Band, das er zur Mannschaft knüpfte. „Der aus persönlicher Sicht vielleicht schönste Moment war in der vergangenen Saison beim 4:1 gegen Bielefeld, als nach dem 3:1 die Mannschaft zu mir gelaufen kam.“ Aber es gab auch schwere Phasen.

Ein harter Schlag war die Trennung von seinem Co-Trainer und guten Freund Zlatan Bajramovic im Dezember 2025. Diese Entscheidung traf ihn und die Kabine tief. „Nicht nur bei mir sind Tränen geflossen, sondern auch innerhalb der Mannschaft.“ Er dachte kurz ans Aufgeben, wollte sein Team aber nicht im Stich lassen.

Trotz seiner langjährigen Vereinstreue und abgelehnter Offerten betrachtet er das Ende in Karlsruhe nüchtern. Die Weiterentwicklung stockte, der entscheidende Impuls blieb aus. „Bei einer Halbwertszeit von anderthalb Jahren bei einem Zweitligatrainer würde ich nicht von einem Scheitern, sondern von einer normalen Trennung sprechen“, erklärt er.

Nun ist Eichner bereit für ein neues Kapitel und gibt eine deutliche Kampfansage ab. Sein Name fiel in der Vergangenheit bereits im Zusammenhang mit Vereinen wie Borussia Mönchengladbach, Union Berlin, dem 1. FC Köln oder dem VfL Wolfsburg. „Es wird sich das richtige Angebot finden, und dann setze ich mich sofort ins Auto und fahre los.“

Egal ob in Deutschland oder im Ausland, er sei flexibel und würde sich auch nicht scheuen, seine Komfortzone zu verlassen, betont Eichner, der dies bereits als Spieler einst getan und nicht bereut hat: „Meine beste Entscheidung bezüglich meiner persönlichen Entwicklung war damals, weg aus dem Süden und hin zum 1. FC Köln. Worin ich mich aber bestärkt fühle, ist, dass ich bei der nächsten Station den nächsten Schritt machen möchte.“ Beim FC spielte er von 2011 bis 2013, kam damals aus Hoffenheim in die Domstadt. Anschließend beendete er seine Karriere beim MSV Duisburg. (red)