Am Donnerstag gab es beim 1. FC Köln eine Doppel-Pressekonferenz: Männer-Trainer René Wagner saß mit Frauen-Trainerin Bitta Carlson gemeinsam auf dem Podium. Thema war auch Unions Cheftrainerin Marie-Louise Eta.
Sie war PatinFC-Trainerin kennt Unions Eta sehr gut – Wagner braucht keine Hilfe

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Besonderer Samstag für den 1. FC Köln, besondere Maßnahme: Am Donnerstag saßen sowohl Cheftrainer René Wagner (37) als auch Cheftrainerin Bitta Carlson (48) bei der Pressekonferenz im Geißbockheim auf dem Podium.
Am Samstag (2. Mai 2026) spielen die FC-Frauen daheim im Rhein-Energie-Stadion gegen Werder Bremen. Um 15.30 Uhr treten die Männer dann bei Union Berlin an (Sky und Liveticker auf EXPRESS.de).
Britta Carlson holte Marie-Louise Eta einst zum DFB
„Wir konzentrieren uns zunächst mal auf unser Spiel, aber danach wollen wir die Männer zusammen schauen. Da drücken wir dem FC natürlich die Daumen“, sagt Carlson. Sie dürfte das Spiel der Männer mit einem besonderen Blick verfolgen, schließlich kennt sie Marie-Louise Eta (34) sehr gut. Eta ist die erste Trainerin, die Chef bei einem Bundesligisten wurde.
„Ich kenne Louise sehr, sehr lange. Wir haben zusammen in Potsdam gespielt, da war sie noch ganz jung am Internat. Ich war noch Spielerin, das ist schon über 20 Jahre her. Wir hatten da ein Patenprogramm, da haben wir uns als ältere Spielerinnen um die jüngeren gekümmert. Wir hatten die ein oder andere Aktion zusammen“, erklärte Carlson.
Später hat Carlson als damalige Koordinatorin für die U-Mannschaften Eta als Trainerin zum DFB geholt. „Ich konnte sie für uns gewinnen, nachdem sie bei Werder Bremen in der männlichen Jugend schon gute Arbeit geleistet hatte. Ich wusste, dass sie ein großes Trainerinnen-Talent ist. Wir haben ständig Kontakt. Immer noch. Und ich habe mich extrem für sie gefreut. Aber ich hätte ihr bei Union einen anderen Start gewünscht.“
Eta verlor ihre beiden Spiele mit Union mit 1:2 gegen Wolfsburg und 1:3 bei RB Leipzig. „Jetzt hätte ich mir gewünscht, dass sie nicht gegen den FC spielt, da bin ich ganz ehrlich. Weil ich natürlich unseren Jungs die Daumen drücke. Aber ich weiß, dass sie natürlich eine sehr starke Persönlichkeit ist und eine richtig gute Trainerin.“
Nachgehakt bei René Wagner: Kann man sich nicht bei der FC-Kollegin ein paar Tipps holen, da sie Eta so gut kennt und engen Kontakt pflegt? Der Coach winkt ab: „Ich glaube, das ergibt keinen Sinn, nein. Das ist ein anderer Kontext als damals als Spielerinnen und beim DFB. Da gibt es jetzt keine inhaltlichen Berührungspunkte mehr. Ich glaube auch, Britta wäre ihr und auch uns gegenüber loyal, dass sie da nichts verraten würde, wenn sie etwas wüsste.“
Carlson stellte noch klar: „Ich glaube auch, René benötigt keine Tipps von mir. Das gehört auch noch dazu.“ Sie selbst hat aktuell übrigens keinerlei Ambitionen, im Männerfußball tätig zu werden: „Bis jetzt kam keine Frage, und ich habe auch nicht darüber nachgedacht. Ich fühle mich wohl in dem Bereich, in dem ich gerade bin.“

