Eine aufregende Premiere für René Wagner als Chefcoach des 1. FC Köln! Nach dem Spiel gestand der 37-Jährige am DAZN-Mikrofon, dass er zuletzt einen Bandscheibenvorfall hatte.
„Bandscheibenvorfall“TV-Beichte: So erlebte Wagner sein FC-Debüt

Was war das für ein aufregendes Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln? Vier Tore, Chancen en masse und ein spektakuläres Comeback des Aufsteiger.
Mittendrin: René Wagner, der eine wahre Achterbahn-Fahrt bei seiner Premiere als Chefcoach erlebte. Der bisherige Co-Trainer von Lukas Kwasniok stand erstmals in seiner jungen Karriere in der ersten Reihe und dann gleich sowas.
René Wagner: „Ich bin stolz“
Wie haben sich die 90 Minuten angefühlt? „Es war ein besonderer Tag für mich“, gestand Wagner, der eine anfängliche Nervosität schnell zur Seite schob: „Ich habe ein, zwei Mal im Stadion geguckt, dann kommen natürlich Gedanken: Boah, ist schon etwas Neues, da zu stehen. Aber das hilft der Mannschaft nicht, wenn ich mich dann irgendwie mit Sachen ablenke, die nicht zum Spiel gehören. Ich versuche, mit den Jungs hinter mir die Lösung zu finden, die wir dann auch brauchen auf dem Feld und da bringt es mir nichts, wenn ich dann da dastehe und mit großen Augen das Stadion hier anschaue.“
Das tat er nicht, im Gegenteil: Wagner war äußerst aktiv an der Seitenlinie, nutzte seine Coaching-Zone voll aus und gestikulierte immer wieder Richtung Spielfeld. Auch das Ingame-Coaching stimmte: Nachdem der FC anfangs vor allem über links Probleme gegen den Ball hatte, stellte Wagner von Dreier- auf Viererkette um.
Und selbst von dem Doppel-Schock ließ sich weder er noch die Mannschaft beirren. Der FC zeigte großes Kämpferherz und kam tatsächlich nach dem 0:2 noch mal zurück.
„Riesen-Kompliment an die Mannschaft. Ich bin stolz, dass wir bei so einem schweren Auswärtsspiel am Ende noch zwei Tore schießen“, sagte Wagner: „Wir haben einfach ganz, ganz viele Spieler, die ganz, ganz viel Herz haben und vor allen Dingen auch die Power haben, 90 Minuten Vollgasfußball zu gehen.“
Er selbst hatte aber auch einen gehörigen Anteil an der Aufholjagd, weil er bei seinen Einwechselungen ein goldenes Händchen bewies. Drei Joker, die er einwechselte, waren allesamt am Ausgleichstreffer beteiligt. Waldschmidt gewann das Kopfball-Duell in der Mitte, Bülter legte quer und Castro-Montes schob ein.
Der Jubel auf der FC-Bank und bei Wagner war anschließend grenzenlos. Wagner selbst war überrascht über seine Gefühlsexplosion. Er gestand: „Ich hatte einen leichten Bandscheibenvorfall die letzten sechs Monate, aber es geht wieder anscheinend.“ Nächste Woche folgt dann sein Heim-Debüt gegen Werder Bremen, ein Duell gegen einen direkten Konkurrenten.


