Beim 1. FC Köln hatte er nach vier starken Jahren fast schon Heldenstatus, bei vielen Fans von Eintracht Frankfurt ist Ellyes Skhiri dagegen schon länger unerwünscht.
„Bester Kölner heute“Frustrierte Frankfurt-Fans gehen auf Ex-FC-Profi los

Auch nach drei Jahren hat diese Paarung noch eine besondere Note: Wenn der 1. FC Köln auf Eintracht Frankfurt trifft, trauert so mancher Fan bis heute Ellyes Skhiri (30) hinterher, der 2023 ablösefrei vom Rhein an den Main gewechselt war.
Nach einer überragenden Saison hinterließ der Tunesier in Köln damals eine Lücke, die in der haarsträubenden Abstiegs-Saison zu keiner Zeit gefüllt werden konnte. In Frankfurt allerdings ist der 81-malige Nationalspieler längst nur noch Lückenbüßer und bei vielen Fans unten durch.
Ellyes Skhiri am FC-Ausgleich nicht unbeteiligt
Auch nach dem 2:2 gegen den FC gingen zahlreiche Anhänger wieder in den sozialen Netzwerken auf den Mittelfeldspieler los.
Skhiri war in der 82. Minute ins Spiel gekommen, nur eine Minute später gelang dem zur selben Zeit eingewechselten Kölner Joker-Trio (Luca Waldschmidt, Marius Bülter und Torschütze Alessio Castro-Montes) in einer Gemeinschaftsproduktion der Treffer zum Endstand.
Mit einem unsauberen Pass auf Mario Götze (33), der daraufhin im Mittelfeld den Ball verlor, war Skhiri an der Entstehung des Kölner Ausgleichs nicht ganz unbeteiligt. In der Folge machte der FC das Spiel schnell, am Ende drückte Castro-Montes (28) den Ball auf Vorarbeit von Bülter (33) aus kurzer Distanz über die Linie.
Minuten später, als Schiedsrichter Florian Exner (35) das Spiel abgepfiffen hatte, entlud sich der Frust zahlreicher Frankfurter Fans bei Instagram. Unter dem Beitrag des Klubs mit dem Endergebnis fanden sich eine Menge eindeutiger Kommentare in Richtung Skhiri.

Copyright: IMAGO/Fotostand
Gute Erinnerungen an die Zeit in Köln: Ellyes Skhiri mit seinem früheren Co-Trainer René Wagner. Der ehemalige Assistent stand beim FC erstmals als Chef an der Seitenlinie.
„Wegen Skhiri lass’ ich mich bald einweisen“, äußerte ein Anhänger verzweifelt. Ein anderer Fan schrieb: „Ellyes Skhiri wird eingewechselt und du weißt, es geht abwärts.“ Über die beiden Unglücksraben beim Kölner 2:2 hieß es in einem Kommentar: „Mit Götze und Skhiri leider den Sieg verspielt!“ Ein weiterer Fan bezeichnete die beiden wegen des misslungenen Zusammenspiels sogar als „beste Kölner heute“.
Auch wenn Skhiri noch ein Jahr Vertrag bei den Hessen hat, könnten sich die Wege in diesem Sommer durchaus trennen. Noch ist längst nicht klar, ob Trainer Albert Riera (43) über die Saison hinaus bleiben wird, am Kader wird Sport-Boss Markus Krösche (45) aber definitiv einiges verändern. Skhiri, der in Frankfurt nie an die Beliebtheitswerte aus seiner Zeit in Köln herankam, gilt hierbei als Wechselkandidat.
Weil er sich im Eintracht-Trikot nur noch bedingt empfehlen kann, schielt Skhiri vor allem auf die Weltmeisterschaft mit Tunesien, wo er in einer Gruppe mit den Niederlanden, Japan und Schweden ordentlich Eigenwerbung betreiben könnte. Die beiden jüngsten Länderspiele gegen Haiti (1:0) und Kanada (0:0) absolvierte er als Kapitän jeweils über die vollen 90 Minuten.

