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„Das ist absurd“FC-Vorstand schießt gegen DFL und schlägt Investoren-Alternative vor

Dr. Werner Wolf, Eckhard Sauren (Vorstand), Dr. Carsten Wettich bei Mitgliederversammlung des 1. FC Köln

Der Vorstand des 1. FC Köln um Werner Wolf, Carsten Wettich und Eckhard Sauren (v.l., hier am 20. September 2022) spricht sich gegen die Investoren-Pläne der DFL aus.

Der Vorstand des 1. FC Köln hat sich vor der Mitgliederversammlung der DFL erneut gegen die Investoren-Pläne ausgesprochen. Stattdessen will der Klub Alternativen aufzeigen. 

Der Vorstand des 1. FC Köln hat sich kurz vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Mittwoch (24. Mai 2023) klar gegen den Investoren-Deal positioniert.

„Bei der Beteiligung eines Private-Equity-Investors über 20 Jahre würden die beiden Bundesligen einen Teil ihrer Entscheidungsfreiheit verlieren“, schrieben Präsident Werner Wolf sowie die beiden Vizepräsidenten Carsten Wettich und Eckard Sauren in einem Newsletter an die Mitglieder.

36 DFL-Klubs stimmen über Investoren-Einstieg ab

Der aktuelle Plan der DFL sieht vor, dass ein Investor für eine Laufzeit von 20 Jahren 12,5 Prozent an der Medien-Vermarktung der Bundesliga erwirbt. Dies soll der Liga frisches Kapital von rund zwei Milliarden Euro einbringen.

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Am Mittwoch sollen nun die 36 DFL-Klubs über die Investorenbeteiligung abstimmen und der DFL-Geschäftsführung den Auftrag erteilen, in konkrete Verhandlungen mit vier möglichen Private-Equity-Investoren einzutreten. Nötig ist die Zustimmung einer Zweidrittelmehrheit.

Nicht nur der Plan an sich, vor allem auch das Timing des Mega-Deals geht den Kölner Verantwortlichen ordentlich gegen den Strich. „Das größte ‚Restrukturierungsprojekt‘ in der Geschichte des deutschen Profifußballs ausgerechnet in einer solchen Übergangsphase ohne etablierte Geschäftsführung zu starten, wirkt geradezu absurd“, schreibt das Präsidium und fordert gleichzeitig „eine intensive Prüfung möglicher Alternativen“.

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So könnte laut den Kölner Funktionären darüber nachgedacht werden, die Namensrechte an der Bundesliga zu vergeben oder eine zusätzliche exklusive Anstoßzeit zu schaffen. „Ein weiterer möglicher Weg wäre die Fremdfinanzierung über einen klassischen Bankkredit oder Anleihen“, heißt es in dem Brief.

Wolf und Co. wollen nun bis zur Mitgliederversammlung „alles daran setzen, möglichst viele Fußball-Funktionäre und Fußball-Fans in Deutschland über die DFL-Verkaufspläne zu informieren und kritisch darüber zu diskutieren“. Denn: „Es geht um nicht weniger als die Zukunft des deutschen Fußballs.“