Said El Mala hat am Donnerstagabend sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft gefeiert. Danach nahm ihn Jürgen Klopp in den Arm und gab ihm Tipps.
Nach DFB-DebütLanges Klopp-Gespräch mit El Mala – so denkt der Bundestrainer

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Es war kurz vor 23 Uhr unter dem Nachthimmel von München. Während viele Feiernde gerade bierbeseelt die Wiesn verließen, stand der neue Bundestrainer Jürgen Klopp (59) glücklich und euphorisch in der Allianz Arena.
Diesen Abend wird er niemals vergessen, denn es war sein erster Sieg als DFB-Coach. Nach dem 2:0 gegen Serbien am 1. Oktober 2026 in der Nations League wurde er gefragt, wie man so einen Abend jetzt feiert und ob es jetzt noch ein Feierabendbierchen gibt?
Said El Mala feiert Debüt für das DFB-Team
Klopp schmunzelte in seiner unnachahmlichen Art: „Keine Ahnung! Ich habe ja noch nie ein Spiel als Bundestrainer gewonnen. Als Vereinstrainer wüsste ich jetzt, was wir machen. Aber haben wir überhaupt Bier hier?“ Als Antwort kam ein „eventuell“.
Klopp machte dann aber klar, dass natürlich nicht gefeiert werde, viel Arbeit stehe noch an. Er war aber auch ohne eine Maß happy. Die Analyse fiel dann auch nicht nüchtern aus. Er wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte.
„Die Jungs waren auf Krawall eingestellt. Das war im Gegenpressing eine Topleistung. Das nehme ich nicht als selbstverständlich. Ich glaube jetzt nicht, dass ich mir darum keine Gedanken mehr machen muss in den nächsten Wochen, aber das Spiel hat stattgefunden. Und es wird für uns genutzt werden, hundertprozentig!“
Den Serben ließen Klopps junge Wilde kaum Luft zum Atmen. In der zweiten Halbzeit mischte auch Said El Mala (20) vom 1. FC Köln erstmals mit.
Schon während des Spiels stand Said oft an der Außenlinie, nur wenige Meter von Klopp entfernt. Der Bundestrainer gab Tipps und Anweisungen, ermutigte El Mala immer wieder, Dinge zu wagen. Nicht alles klappte, aber er probierte. Dafür gab es „Daumen hoch“ von Klopp. Nach der Partie nahm der Trainer Said in den Arm und sprach länger mit ihm, wobei viel gelacht wurde.
Auch wenn noch nicht alles funktionierte mit dem jungen Kölner, er hätte fast ein Tor erzielt. Doch sein sehenswerter, leicht abgefälschter Schlenzer strich knapp am Pfosten vorbei.
Und bei Klopp sah man die Begeisterung: Er will mit diesen jungen Spielern arbeiten, er will sie weiterentwickeln! „Tom Bischoff – geiler Kicker, Top-Junge, tolle Einstellung. Aber viele haben so gespielt.“
Seine Debütanten hob er hervor: „Said war da, Scherhant hat ein unglaubliches Spiel gemacht. Das erste Länderspiel, da wären wir alle sicherlich ein Wrack schon vor dem Anpfiff. Aber die Jungs waren da. Ich bin sehr happy, dass wir sie in eine Situation gebracht haben, dass sie sich das selber zutrauen. Wir können wirklich stolz sein, was die Jungs hingehauen haben. Das war ein Highlight in der Länderspielpause.“
Am 4. Oktober geht es in Thessaloniki gegen Griechenland weiter. Klopp ließ durchblicken, dass er Spieler wie Conté, Scherhant, Baur oder El Mala auch künftig gerne dabei hat: „Wir brauchen wahnsinnig viele Spieler für die gemeinsame Zukunft. Klar haben sie eine gute Chance. Wenn sie sich immer gegenseitig auf dieses Niveau pushen, hilft mir das in meinem Job. Ich möchte aber noch keine Konstanz ausrufen.“ Heißt: Said und Co. müssen weiter dranbleiben und lernen.

