Said El Mala debütiert für Deutschland gegen Serbien! Nachdem es nicht für die Startformation von Jürgen Klopp reichte, brachte der Bundestrainer den Kölner zur Pause als Joker.
Premiere gegen SerbienDFB-Debüt: El Mala verpasst historische Marke knapp

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Said El Mala ein erstes Mal für die deutsche Nationalmannschaft im Einsatz.
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Der 1. FC Köln hat wieder einen deutschen Nationalspieler! Nachdem Said El Mala (20) vergangene Saison ein erstes Mal für die DFB-Auswahl nominiert worden war, aber nicht zum Einsatz kam, debütierte er am Donnerstag (1. Oktober 2026) als Joker unter Bundestrainer Jürgen Klopp (59).
Im dritten Spiel nach dem Neuanfang ging es für Deutschland in der Nations League gegen Serbien (2:0). El Mala musste sich dabei zunächst hinter dem Freiburger Derry Scherhant (23) anstellen, der auf der linken Außenbahn den Vorzug erhielt. Zum Beginn des zweiten Durchgangs ließ Klopp den FC-Star dann aber von der Leine.
El Mala kommt zur Pause für den Kapitän
Im Laufe des Donnerstag war schon durchgesickert, dass El Mala für die Spiele gegen Serbien und in Griechenland (Sonntag) mit der Rückennummer 7 gemeldet wurde.
In der Anfangsformation suchten ihn die Kölner Fans gut eine Stunde vor dem Spiel noch vergeblich, mit dem Ende der Halbzeitpause prangte die ungewohnte Nummer dann aber schließlich in Grün auf der Tafel des Vierten Offiziellen.
Kapitän Serge Gnabry (31) machte Platz für El Mala, der damit Nationalspieler Nummer 999 der DFB-Geschichte wurde. Die historische Marke als DFB-Spieler Nummer 1000 verpasste er damit nur haarscharf, die Ehre wurde eine halbe Stunde später Mika Baur (22) von Celtic Glasgow zuteil.
Den Länderspiel-Abend hatte El Mala zuvor schon genießen können: Bei der Platzbegehung gut eine Stunde vor Anpfiff blickte er sich interessiert und gut gelaunt im Münchner Fußball-Tempel um, stimmte sich später bei der Nationalhymne auf der Bank auf das Spiel ein. Dort durfte er dann auch beim Führungstor durch Tom Bischof in der 39. Minute jubeln.
Mit dem Halbzeitpfiff machte sich El Mala dann intensiv warm und war bereit für eine komplette Hälfte als Nationalspieler. Dafür rückte der Rechtsfuß auf seine angestammte linke Seite, Scherhant zog nach rechts um.
Nach einem schnellen ersten Missverständnis mit Linksverteidiger Maxi Mittelstädt (29) schnappte sich Co-Trainer Pepijn Linders (43) noch einmal El Mala an der Seitenlinie und gab ihm weitere Anweisungen mit auf den Weg.
Gleich danach klappte es dann auch direkt besser. In der 57. Minute machte er mit einem Schlenzer auf sich aufmerksam, setzte den noch abgefälschten Ball nur knapp rechts neben den Kasten. Jubeln durfte El Mala dann auch ein erstes Mal auf dem Platz, als Florian Wirtz in der 61. Minute auf 2:0 stellte.
Auch danach erfüllte El Mala die Aufträge von außen: Gegen Kosta Nedeljkovic (20) legt er sich außen den Ball zwar zu weit vor und blieb hängen, Klopp zeigte trotzdem den Daumen hoch.
Kurz zuvor hatte der Bundestrainer dem Kölner signalisiert, außen zu bleiben und den Ball zu fordern. Er solle sich groß machen und zeigen. Tat Said dann auch, wenn auch in dieser Szene ohne erfolgreiches Dribbling.
Auch in der Arbeit nach hinten bemühte sich El Mala, griff dabei auch mal zu einem Foul, um einen Konter schon in der Entstehung zu beenden. Auch hier wollte sich der Kölner bei seinem ersten Auftritt nichts vorwerfen lassen.
Kurz vor Schluss hatte El Mala dann noch einmal eine Großchance vor Augen, doch Bambasé Conté (23) entschied sich im Fallen lieber für den Abschluss anstelle der Ablage nach links. Dort haderte El Mala über die vergebene Gelegenheit auf einen weiteren Schuss aufs Tor.
El Mala erster FC-Nationalspieler seit Hector vor sieben Jahren
Knappe sieben Jahre hatten FC-Fans vor dem Debüt von El Mala warten müssen, um wieder einen ihrer Lieblinge mit dem Adler auf der Brust zu sehen. Jonas Hector (36) war der bislang letzte Kölner im DFB‑Trikot.
Am 19. November 2019 lief er beim 6:1 gegen Nordirland zum 43. und letzten Mal für Deutschland auf. Danach beendete er seine Laufbahn, wehrte zwischenzeitlich auch die Rückkehr-Avancen des damaligen Bundestrainers Jogi Löw (66) ab.
Vom FC war kein Vertreter in München dabei, um El Mala live bei seinem ersten möglichen Einsatz im DFB-Trikot zu sehen. Sportchef Thomas Kessler (40), der als einer der Ersten nach der Nominierung gratuliert hatte, ist nach einem anstrengenden Jahr erstmals im Urlaub. Der Vorstand war derweil in Köln bei der Ostermann-Gala zu Gast.

