Kader-Verkleinerung FC-Coach Baumgart kündigt Gespräche an: „Über Perspektive reden“

Spieler des 1. FC Köln sitzen im Testspiel gegen den SV Elversberg auf der Bank.

Die Bank des 1. FC Köln beim Testspiel gegen die SV Elversberg am 24. Juli 2021

Beim 1. FC Köln stehen weitere Personal-Entscheidungen an. Trainer Steffen Baumgart (49) macht sich Gedanken, wen er in der Mannschaft sieht – und wen nicht.

Donaueschingen/Köln. Nach dem Trainingslager in Donaueschingen setzt der 1. FC Köln seine Vorbereitung ab Mittwoch (28. Juli) wieder zu Hause am Geißbockheim fort. Dann bleiben Steffen Baumgart (49) und seinem Team noch eineinhalb Wochen bis zum Pokal-Duell bei Carl Zeiss Jena (8. August). Einige FC-Profis werden beim Pflichtspiel-Auftakt wohl nicht mehr dabei sein – der Kader muss kleiner werden.

Zwei Kölner hat es schon erwischt: Vincent Koziello (25) und Niklas Hauptmann (25) wurden bereits vor der Abfahrt in den Schwarzwald aussortiert, sollen stattdessen mit der U21 trainieren. Wobei Hauptmann zuletzt krangeschrieben fehlte.

Steffen Baumgart: „Gucken, ob der Weg bei uns weitergeht“

Baumgart kündigt nach dem letzten Testspiel im Trainingslager, dem 2:1 gegen die SV Elversberg am Samstagabend, weitere Zukunftsgespräche an: „Es geht jetzt darum, mit dem einen oder anderen Spieler über seine Perspektive zu reden.“

In der kommenden Woche will er sich mit seinem Trainerteam zusammensetzen und eine Zwischenbilanz ziehen – dann folgen die Gespräche mit den Streichkandidaten. Einige Profis müssen auf (Leih)-Klubsuche gehen, Talente können in die U21 bzw. U19 zurückkehren. Baumgart: „Man muss gucken, ob der Weg bei uns weitergeht, oder ob man eine Entscheidung trifft und sagt: Wenn du Spielpraxis haben willst, wäre es gut, einen neuen Weg zu gehen.“

Den Kader für eine effizientere Trainingsarbeit zu reduzieren, ist dabei aus seiner Sicht „nicht unbedingt nötig“. Doch allein schon wegen der finanziellen Zwänge müssen noch Profis gehen. In Donaueschingen waren 26 Feldspieler dabei, dazu kommen die verletzten Jannes Horn (24), Sava Cestic (20) und Georg Strauch (20).

Schlechte Aussichten beim FC für Dimitrios Limnios

„Wir haben eine Grenze an Gehaltskosten, die wir einhalten wollen und auch sollten“, sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle (46) zuletzt im EXPRESS-Interview und kündigte an: „Es gilt, Lösungen für den einen oder anderen Spieler zu finden, der in den Planungen des Trainers keine übergeordnete Rolle mehr spielt.“

Schon das Testspiel gegen Elversberg dürfte ein Hinweis gewesen sein. Dabei musste neben den Talenten Marvin Obuz (19), Meiko Sponsel (19), Philipp Wydra (18) und Jens Castrop (17) auch Dimitrios Limnios (23) über die komplette Dauer zuschauen. Der Grieche war vor einem Jahr für drei Millionen Euro von PAOK Thessaloniki zum FC gewechselt, konnte sich schon unter Markus Gisdol (51) und Friedhelm Funkel (67) nicht durchsetzen.

Steffen Baumgart beim Testspiel 1. FC Köln gegen SV Elversberg.

FC-Coach Steffen Baumgart beim Testspiel gegen Elversberg am 24. Juli 2021

Dasselbe Schicksal droht ihm unter Baumgart, wobei der FC-Coach seinen Verzicht auf Limnios am Samstagabend so erklärt: „Es ging auch darum, dass Louis Schaub und Ondrej Duda noch nicht so viel Spielzeit hatten. Darauf müssen wir Rücksicht nehmen. Es gab keinen speziellen Grund.“ Dass es als einzigen Profi-Akteur den Griechen erwischte, dürfte dennoch ein Fingerzeig gewesen sein.

Baumgart lässt sich noch nicht in die Karten blicken: „Wir sind noch nicht so weit, dass wir davon ausgehen, dass gleich drei oder vier Jungs weg sind.“ Er wolle sich mit seinen Trainerkollegen in Ruhe hinsetzen („nicht heute oder morgen“) und entscheiden, „wen wir in der Mannschaft sehen“.

Insbesondere die Eigengewächse dürfen sich Hoffnung machen, weiter dabei zu sein. „Ich habe noch nicht das Gefühl, dass ich die jungen Spieler wegschicken muss, auch da werden wir vernünftige Regelungen finden“, sagt Baumgart.

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