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„Neun“ oder „Zehn“ abwarten Sportboss-Suche: Jakobs fahndet nach eigenem FC-Nachfolger

Jörg Jakobs steht im Trainingslager des 1. FC Köln.

Interims-Sportchef Jörg Jakobs am 18. Juli 2021 im Trainingslager des 1. FC Köln. Rechts: Lukas Berg

Seit der Entlassung von Horst Heldt ist Alexander Wehrle der alleinige Geschäftsführer des 1. FC Köln. Die Suche nach einem neuen Sportchef wird wohl noch Monate dauern.

Donaueschingen. Wenn es um Neuzugänge geht, ist beim 1. FC Köln Geduld gefragt – und das betrifft nicht nur den Bundesliga-Kader. Bei der Auswahl eines Geschäftsführer-Kollegen für Alexander Wehrle (46) will sich der Klub weiterhin viel Zeit lassen. So läuft die Sportboss-Suche!

Am 30. Mai verkündete der FC den Rauswurf von Horst Heldt (51). Die sportliche Leitung übernahm interimsweise Jörg Jakobs (51) – ein Posten, den der eigentliche Vorstandsberater bereits in der Saison 2012/13 ausgefüllt hatte. Auch die Suche nach seinem langfristigen Nachfolger verantwortet Jakobs, gemeinsam mit Vize-Präsident Eckhard Sauren (49).

1. FC Köln: Neuer Sportchef spätestens zur Saison 2022/23

Der Zwischenstand: Erste Gespräche wurden geführt – und kein aktuell verfügbarer Manager entspricht dem Anforderungsprofil! „Das kann man so klar sagen“, gewährt Sauren Einblicke. Erklärtes Ziel bleibt es, spätestens zum Start der Saison 2022/23 einen neuen Sportboss an Bord zu haben.

Warum lässt sich der FC so viel Zeit? Und warum bleiben die Bosse so gelassen?

Zum einen sehen sie die sportliche Führung mit Jakobs sowie den beiden Lizenzspieler-Leitern Thomas Kessler (35) und Lukas Berg (27) gut für die kommende Saison aufgestellt. „Das ist ein starkes Team, das gut zusammenarbeitet. Jeder übernimmt Eigenverantwortung“, so Sauren.

Berg und Kessler sollen unter dem neuen Geschäftsführer als Duo definitiv weitermachen „Da haben wir zwei große Talente, die wir früh ins kalte Wasser geworfen haben“, sagt Präsident Werner Wolf (64) und ergänzt über Ex-Torhüter Kessler: „Er hat eine große Karriere vor sich, davon bin ich überzeugt.“

Thomas Kessler und Lukas Berg schauen sich das Trainingslager des 1. FC Köln an.

Thomas Kessler (l.) und Lukas Berg am 19. Juli 2021 im FC-Trainingslager in Donaueschingen

Ein weiterer Grund, warum Wolf & Co. ruhig bleiben (müssen): In der Transferphase gilt Jörg Jakobs' Fokus zunächst mal dem Profi-Kader, weitere Ab- und Zugänge sollen folgen. Im Anschluss wird die Sportchef-Suche intensiviert. Hinzu kommt: Der Vorstand will den FC ohnehin personenunabhängiger aufstellen, was auch für die Kaderplanung gilt. Wobei diese künftig vorausschauend auf zwei Jahre ausgelegt sein soll.

Nächster Sportchef-Schuss des 1. FC Köln muss sitzen

Doch der alles entscheidende Faktor für die lange Suche ist die Auswahl auf dem Markt. Aus dem Vorstand heißt es, man wolle lieber auf eine „Neun“ oder „Zehn“ warten, als jetzt eine „Acht“ zu nehmen – auf einer Bewertungsskala von eins bis zehn, versteht sich. Allen ist bewusst: Nach dem Heldt-Aus muss dieser Schuss sitzen!

Dass die Kölner ihren gewünschten Hochkaräter finden, davon ist Sauren überzeugt: „Der FC ist ein großer Name mit Reiz.“ Da dank Jakobs, Kessler und Berg kein Druck herrsche, sieht sich der Klub in einer „guten Position“ für die anstehenden Gespräche.

Werner Wolf und Eckhard Sauren im Trainingslager des 1. FC Köln

FC-Präsident Werner Wolf (l.) und Vize Eckhard Sauren am Montag, 19. Juli 2021, in Donaueschingen

Ein heiß gehandelter Kandidat bleibt Arminia Bielefelds Samir Arabi (42), den Jörg Jakobs aus gemeinsamen Zeiten bei Alemannia Aachen bestens kennt.

Laut Vorstand soll Jakobs, sobald ein neuer Geschäftsführer loslegt, wieder ins Kompetenzteam Sport rücken, dem bekanntlich auch Erich Rutemöller (76) angehört. Sauren: „Wir sehen keinen Grund, daran etwas zu ändern.“