Abo

Rückkehr in die Heimat?Eigengewächs spielt keine Rolle in den FC-Planungen

Salih Özcan und Yannick Gerhardt sitzen bei Wolfsburg gemeinsam auf der Bank.

Copyright: IMAGO/regios24

Salih Özcan und Yannick Gerhardt wurden beide beim 1. FC Köln ausgebildet. Beide sind bei ihren aktuellen Klubs unzufrieden. 

Der FC setzt künftig auf junge, hungrige und entwicklungsfähige Spieler. Für einen ehemaligen Kölner Profi wird damit nichts aus einer Rückkehr ans Geißbockheim.

Dass eine Rückkehr zu einem Verein durchaus fruchtbar sein kann, hat das Beispiel Dominique Heintz gezeigt. Der Verteidiger erwies sich nach der Rückkehr von Union Berlin in den letzten Jahren als verlässliche Stütze beim 1. FC Köln.

Wann immer der Routinier gebraucht wurde, er war zur Stelle, vor allem im Aufstiegsjahr, als er einer der Helden wurde. Und auch wenn man ihn, wie diese Saison über weite Strecken nicht gebraucht hat, so hat man öffentlich nie kritische Töne von ihm gehört.

Gerhardt feierte große Erfolge in der FC-Jugend

Ein Vorzeige-Profi, der auch wichtig für die Kabine war. Dennoch hat man sich nun entschieden, den Vertrag nicht zu verlängern. Mit ihm und Florian Kainz verlassen zwei Führungsspieler den Verein.

Es braucht also Ersatz, vor allem, was Erfahrung und Routine angeht. Dabei fällt immer wieder der Name Yannick Gerhardt. Der einstige B-Jugendmeister und A-Jugend-Pokalsieger mit dem FC-Nachwuchs träumt schon länger von einer Rückkehr in die Heimat.

Im September 2025 sagte er gegenüber EXPRESS.de: „Ich kann eine Rückkehr zum FC nicht ausschließen, im Fußball ist viel möglich, ich habe aber noch einen Vertrag beim VfL.“

Er fühlt sich zehn Jahre nach seinem Abschied immer noch eng mit dem FC und der Stadt Köln verbunden, seine Schwester Anna spielt für die FC-Frauen.

Gerhardt würde die nötige Erfahrung mitbringen und wäre auf dem Platz auch noch flexibel einsetzbar. Für ihn würde sich 23 Jahre nach seinem ersten Training beim FC ein Kreis schließen.

Doch aus der Rückholaktion wird nichts. Der FC um Thomas Kessler hat kein Interesse an einer Gerhardt-Verpflichtung (Kicker berichtete zuerst). Die Verantwortlichen um den zuständigen Kader-Planer Tim Steidten suchen ein anderes Profil.

Der FC setzt künftig auf junge, hungrige und entwicklungsfähige Spieler, die man im besten Fall „günstig“ bekommt und eines Tages teuer verkauft. Mit Rav van den Berg und Jahmai Simpson-Pusey, bei dem die Kaufoption gezogen wird, wurde ein Anfang gemacht. Diese Strategie hin zu einem „Verkäufer-Klub“ soll in den nächsten Jahren konsequent verfolgt werden.

René Wagner beim Spiel gegen Union Berlin.

Wagner-Voting

FC-Fans mit klarer Meinung in der Trainer-Frage