Nach Fan-Gesängen Ex-Manager Schmadtke rechnet mit dem FC ab

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Jörg Schmadtke war von 2013-2017 Geschäftsführer Sport in Köln.

Wolfsburg – Es war eine Bundesliga-Rückkehr mit viel Brisanz! In Wolfsburg kam es für Köln zum Duell mit Ex-Sportchef Jörg Schmadtke (55).

Das Wiedersehen mit den FC-Fans fiel dabei alles andere als freundlich aus. Mehrfach skandierten sie: „Schmadtke, du Betrüger (...), nimmst dir drei Millionen und haust ab!“

Außerdem enthielt der Gesang auch noch obszöne Vorwürfe gegen den Ex-Boss.

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Am Tag nach den üblen Schmäh-Gesängen aus der Kurve meldete sich nun der Ex-FC-Manager zu Wort. „Es werden Unwahrheiten verbreitet. Es ist ehrabschneidend und nicht tolerabel“ sagte er im „Doppelpass“.

Jörg Schmadtke kritisiert FC-Führung

Viel schlimmer als die Gesänge aus der Kurve empfinde Schmadtke allerdings den Umgang des FC mit den Fanbeleidigungen. „Ich bin sehr dankbar, dass sich die Geschäftsführung bei mir gemeldet hat. Aber es gibt noch mehr in diesem Klub. Ich finde es eher schade, dass sich kein altes oder neues Präsidium oder ein anderes Gremium bei mir meldet und sich davon distanziert. Das ist für mich viel mehr ein Stachel als diese Gesänge selbst.“

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Jörg Schmadtke: FC-Gremien ducken sich weg

Er warf den Verantwortlichen vor, „sich wegzuducken“ und legte noch mal nach: „Der Umgang zeigt mir, dass die Werte-Skala bei dem einen oder anderen in diesem Klub ein bisschen durcheinandergeraten ist, und ich finde es schade, weil ich mir nichts vorzuwerfen habe.“

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Nach dem Eklat denke der gebürtige Düsseldorfer nun sogar über Konsequenzen nach. „Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehe. Ich bin lebenslanges Mitglied beim FC, mal gucken wie lange noch.“

Schmadtke wehrt sich gegen Fan-Kritik

Schmadtke hatte nach seiner Vertragsauflösung im Oktober 2017, die in „beiderseitigem Einvernehmen“ geschah, 3,3 Millionen Euro Abfindung vom FC kassiert. Das stößt vielen Kölner Fans noch heute übel auf.

Der Wolfsburg-Manager wehrt sich: „Ich weiß, dass ich meinen Anteil an diesem Abstieg habe. Aber die vier Jahre in Köln darauf zu reduzieren, finde ich ein bisschen merkwürdig.“

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Der FC wollte sich zu diesen Aussagen nicht äußern. Der Verein verwies darauf, dass sich FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle bereits am Samstagabend stellvertretend für den ganzen Verein  bei Schmadtke entschuldigt hatte. „Der FC hat eine Charta mit einem klaren Wertesystem. Verleumdungen und Beleidigungen passen dazu nicht.“

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