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Bleibt er ganz beim FC? Uth kann Schalke-Klausel „nur schwer" nachvollziehen

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Mark Uth stürmt seit dem Rückrunden-Start wieder für den 1. FC Köln

Köln – Er zählt zu Kölns größten Hoffnungsträgern für den Klassenerhalt: Schalke-Leihgabe Mark Uth (28) hatte riesigen Anteil am Sechs-Punkte-Start in die Rückrunde – das FC-Eigengewächs hat das Offensivspiel sofort an sich gerissen.

Im EXPRESS-Interview spricht Uth über seine Rückkehr und einen möglichen dauerhaften Verbleib beim 1. FC Köln.

Mark Uth, Ihr FC-Start lief mit einem Tor und zwei Vorlagen nach Maß. Haben Sie sich ihre Rückkehr genauso vorgestellt?

Natürlich habe ich mir gewünscht, dass es so laufen wird. Es ist ja oft so, dass man in einem neuen Verein etwas Anlaufzeit benötigt. Das war bei mir nicht der Fall, ich habe mich ab der ersten Sekunde wohlgefühlt. Ich kenne noch viele Mitarbeiter im Verein und einige Jungs aus der Mannschaft. Alles ist sehr familiär. So stellt man sich seinen Start als Neuzugang vor.

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Warum haben Sie Schalke verlassen?

Der Schritt war wichtig für mich, um mal alles auf null zu stellen. Ich wollte beim FC von vorne anfangen. Der Tapetenwechsel war notwendig, um aus dem Loch rauszukommen, in dem ich gesteckt habe.

Was waren Ihre ersten Gedanken, als die Anfrage aus Köln kam?

Als Erstes habe ich mit meinen Eltern darüber geredet. Dann sind wir in die Gespräche mit Schalke gegangen. Und als der Verein sein Einverständnis gegeben hat, war die Sache schnell entschieden.

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Am Dom fühlt er sich wohl: Der gebürtige Kölner Mark Uth blüht beim FC auf.

In der Jugend hat Sie der FC zwischenzeitlich weggeschickt. Dann klappte der Sprung zu den Profis nicht – genauso wie die Rückkehr 2017. Hatten Sie irgendwann mal den Gedanken, dass es mit Ihnen und dem FC-Profiteam einfach nicht klappen soll?

Nein, ich habe nie daran gezweifelt. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mit meinen Kumpels darüber gesprochen, dass ich eines Tages für den FC spielen muss. Dass es jetzt so schnell gehen würde, habe ich da noch nicht geahnt (lacht). Hätte mir jemand an Weihnachten gesagt, dass ich acht Tage später nach Köln wechseln werde, hätte ich ihn für verrückt erklärt.

Sie verzichten für den FC auf einen Teil Ihres Gehalts. Das macht man bestimmt nicht für jeden Klub…

Ich wollte unbedingt zum FC. Daher musste ich abwägen, was mir wichtiger ist:  Spielzeit und glücklich zu sein oder Geld? Ich habe mich für das Nachhausekommen entschieden. Das war keine schwere Entscheidung für mich.

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Entschlossen gegen den Abstieg: Mark Uth ist zurück beim 1. FC Köln.

In der Winterpause waren Sie Markus Gisdols absoluter Wunschspieler. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre gemeinsame Zeit in Hoffenheim?

Ich weiß noch genau, dass er mich damals unbedingt haben wollte. Er hat mich aus Heerenveen in die Bundesliga geholt. Auch wenn wir da nicht allzu lange zusammengearbeitet haben, hatte ich persönlich immer ein gutes Verhältnis zu ihm, habe immer sein Vertrauen gespürt. Selbst wenn ich mal nicht gespielt habe, hatte ich nicht das Gefühl, außen vor zu sein. Von daher fiel mir der Wechsel nach Köln noch leichter.

Ende der Hinrunde waren Sie verletzt. Sind Sie inzwischen überhaupt schon bei 100 Prozent?

Ich fühle mich sehr gut. Nach den Spielen merke ich noch, dass ich die Regeneration in den Tagen danach unbedingt brauche, aber auch das wird von Woche zu Woche besser. Am Spieltag bin ich topfit und bei 100 Prozent. Gegen Freiburg habe ich jetzt das erste Mal 90 Minuten durchgespielt, das war ein gutes Gefühl.

Sie harmonieren mit Jhon Cordoba, als würden Sie schon jahrelang mit ihm zusammenspielen. Warum passt es so gut?

Jhon ist einer, der den Ball unglaublich gut festmachen kann. Er gibt mir die Möglichkeit, um ihn herumzuschleichen, das ist perfekt für mich. Ich brauche für mein Spiel einen Zielspieler in der Spitze. Bisher passt es sehr gut, so darf das gerne weitergehen. Wir brauchen auch nicht viele Worte, auf dem Platz verstehen wir uns bestens.

Gegen Ihren Ex-Klub Schalke 04 müssen Sie auf der Tribüne sitzen. Es ist eine kuriose Situation: Sie gehören dem einen Verein und spielen für den anderen. Wem drücken Sie dann die Daumen?

Natürlich drücke ich dem FC die Daumen, das ist gar keine Frage. Wir wollen nicht absteigen, das ist das Wichtigste. Schalke spielt oben mit. Ich trage das FC-Trikot – deshalb wünsche ich mir, dass wir gewinnen. Und ich finde es schade, dass ich nicht spielen darf.

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Mark Uth im Gespräch mit den EXPRESS-Reportern Martin Zenge (l.) und Jürgen Kemper

Können Sie nachvollziehen, dass Schalke auf diese Klausel bestand?

Ganz ehrlich: nur schwer. Denn es stehen doch elf Spieler auf dem Platz und nicht ein einziger. Schalke wollte diese Klausel aber unbedingt haben, sonst wäre der Transfer nicht zustande gekommen. Daher akzeptiere ich das so.

Hier lesen Sie mehr: Mark Uth hat Ausstiegsklausel beim FC Schalke 04

Sie sind nur bis Saisonende an den FC ausgeliehen. Beschäftigt Sie die Frage, wie es dann weitergeht?

Auch wenn es noch etwas früh ist, macht man sich seine Gedanken. Bisher habe ich aber weder ein Feedback vom FC noch von Schalke bekommen. Das wird auch noch ein bisschen dauern. Ich freue mich, wenn sich die Fans wünschen, dass ich bleibe. Aber ich entscheide nicht alleine über meine Zukunft. Ich für mich muss vor allem schauen, wo ich mich wohler fühle. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich nichts ausschließen.

Sie haben mal gesagt, dass Ihr Länderspiel-Debüt gegen die Niederlande Ihr bisheriges Karriere-Highlight war. Schielen Sie noch auf die Nationalmannschaft?

Gerade habe ich endlich mal wieder drei Bundesliga-Spiele von Anfang an gemacht. Es kann zwar sehr schnell gehen im Fußball, aber aktuell spielt dieses Thema keine Rolle. Das alles lasse ich auf mich zukommen. Im Moment schaue ich nur von Woche zu Woche, auf den FC und hoffe, dass sich gesund bleibe.

Karneval steht vor der Tür. Sind Sie ein Jeck?

Ich liebe Karneval. Mal schauen, ob wir feiern können. In Berlin gewinnen, zurückfahren und dann Party – das wäre doch was. Beim Rosenmontagszug bin ich auf jeden Fall dabei.

Steht das Kostüm schon?

Zumindest für die FC-Sitzung: Meine Freundin und ich gehen als Piraten.

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