Am kommenden Wochenende kehrt Trainer Steffen Baumgart an seine alte Wirkungsstätte nach Hamburg zurück. Seine Amtszeit beim HSV war damals nicht gerade von Erfolg gekrönt.
Vor Rückkehr mit UnionWarum Baumgart und der HSV ein Missverständnis war

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Steffen Baumgart beim Spiel von Union Berlin gegen Eintracht Frankfurt.
Am Samstagnachmittag (14. Februar 2026/15.30 Uhr) kommt es zu einem besonderen Wiedersehen! Exakt 15 Monate nach seinem Abgang beim HSV kommt Steffen Baumgart (54) mit Union Berlin wieder in den Volkspark.
Vor der Begegnung schlägt er sanfte Töne an, preist die Hamburger Fortschritte und sagt: „Ich freue mich einfach insgesamt auf alles.“ Dabei war seine Amtszeit in der Hansestadt ein gewaltiges Missverständnis.
Baumgart war beim HSV damals wohl nicht die erste Wahl
Baumgart übernahm im Februar 2024 den Posten mit der eindeutigen Mission, den HSV wieder erstklassig zu machen. Aber diese Hoffnung zerplatzte schnell. Nach lediglich neun Monaten und 25 Partien in der Liga war das Kapitel für den Coach beendet.
Der Verein hing zu der Zeit auf dem achten Tabellenplatz der 2. Liga fest, ein direkter Aufstiegsrang war in seiner kompletten Ära nie in Reichweite. Der Mann, der nach ihm kam, Merlin Polzin (35), machte den Aufstieg dann perfekt. Auf „hsv.de“ räumte Baumgart ein: „Dass es nicht so erfolgreich war, wie wir uns das alle vorgestellt haben, ist leider manchmal im Fußball so.“ Das berichtet „Bild“.
Ein Detail, das kaum jemand kannte: Anscheinend war Baumgart nur die zweite Wahl. Jonas Boldt (44), der damalige Vorstand, wollte lieber einen anderen Coach. Sein Wunschkandidat war Bo Svensson (46). Ebenso wurde Stefan Kuntz (63) als temporäre Option in Erwägung gezogen. Aber da keiner von beiden in die 2. Liga gehen wollte, erhielt Baumgart die Stelle – obwohl es in der Führungsebene einige Zweifel gab.
Ursprünglich sah die Strategie vor, dass Baumgart die anfällige Abwehr festigt. Gleichzeitig sollte er aber die Offensiv-Konzepte beibehalten, die unter seinem Vorgänger Tim Walter (50) trainiert wurden. Nach seinem Amtsantritt wählte Baumgart jedoch einen komplett neuen Weg.
Er pochte auf sein Konterspiel und verlangte von den Spielern, den Ball mit höchstens zwei Kontakten weiterzuleiten. Das Ergebnis war totale Verunsicherung! Angeblich fragten sich die Kicker, ob sie überhaupt noch ins Dribbling gehen dürften. Die Positionsrochaden, die in der Walter-Ära so gelobt worden waren, strich er ersatzlos.
Auf den lauten Walter folgte der laute Baumgart – aber der gewünschte Effekt stellte sich nicht ein. Ganz im Gegenteil: Das erfahrene Team mit seinen zahlreichen gestandenen Profis war wohl ziemlich rasch von seinem permanenten Geschrei während des Trainings genervt. Zusätzlich sorgten lange Pausen in den Übungseinheiten für schlechte Stimmung.
Gegenüber der „Sport Bild“ äußerte er persönlich: „Ich hatte immer den großen Wunsch, einmal im Leben für den HSV zu arbeiten. Den konnte ich mir erfüllen. Am Ende hat es nicht funktioniert.“ Zur aktuellen Lage im Volkspark sagt er: „Der HSV hat sich an die Bundesliga gewöhnt und stabilisiert, er ist auf einem guten Weg, seine Ziele zu erreichen.“ Sollten die Hamburger am Samstag gewinnen, würden sie ironischerweise ihren ehemaligen Coach in der Tabelle überholen. (red)
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