Der 1. FC Köln versucht immer wieder, seinen Talenten Spielpraxis zu ermöglichen. Dafür werden regelmäßig verschiedene Leihklubs gesucht. Ein fester Partnerverein ist aktuell kein konkreter Gedanke.
Nach Annäherung durch El MalaFC-Kooperation mit Nachbar liegt auf Eis

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Said und Malek El Mala schafften über Viktoria den Sprung zum 1. FC Köln.
Die U21 des 1. FC Köln spielt nur in der Regionalliga West. EXPRESS.de stellte daher am Freitag die Frage: Sprungbrett oder Sackgasse? Denn in den letzten Jahren gab es kaum einen, der den dauerhaften Sprung von der Zweiten zu den Profis geschafft hat.
Die meisten, darunter Meiko Sponsel, Oliver Schmitt oder auch Mikail Özkan, blieben Eintagsfliegen. Für viele Spieler erwies sich die U21 nicht als das optimale Sprungbrett, der Schritt in den Profifußball war einfach zu groß.
Christian Keller forcierte Annäherung mit Viktoria
Weil die Angst groß war, dass die Talente in der 4. Liga versauern, suchte der FC in den vergangenen Jahren immer wieder Leihklubs, um den eigenen Talenten dort Spielpraxis auf höherem Niveau zu ermöglichen.
Julian Pauli wurde zu Dynamo Dresden geschickt, Elias Bakatukanda kickte bei BW Linz in Österreich, Jaka Cuber Potocnik bei RW Essen oder Emin Kujovic bei Ösi-Klub Wolfsberger AC.
Ein Modell, das durchaus Früchte tragen kann, doch wenig strategisch ausgelegt ist. Daher gibt es immer wieder Überlegungen, einen Partnerverein oder mehrere Partnerklubs zu haben, in denen junge Talente Spielpraxis auf höherem Niveau als Regionalliga sammeln können.
Unter Geschäftsführer Christian Keller gab es beim FC mal Bestrebungen, eine Kooperation mit Drittligist Viktoria Köln einzugehen. Nach dem Motto: Warum in der Ferne suchen, wenn das Gute so nah liegt? Auch durch den Transfer von Said und Malek El Mala kamen sich beide Kölner Vereine näher, erste Gespräche über Synergien wurden geführt.
Denn bei den Verantwortlichen beider Klubs kam der nachvollziehbare Gedanke auf, dass der Austausch von Spielern beiden in die Karten spielen und helfen würde. Der FC könnte ausgewählten Talenten mit einer Leihe Spielpraxis in der 3. Liga garantieren, die Viktoria bekäme gut ausgebildete Talente mit dem Potenzial für mehr als die 3. Liga.
Mit solch einer Kooperation könnten beide Klubs auch im Nachwuchsbereich voneinander profitieren. Zudem hätten die Klubs immer direkten und schnellen Zugriff auf ihre Spieler, weil sie in der Stadt Köln beheimatet blieben, die Wege für alle Beteiligten also äußerst kurz sind.
Viktoria zeigte sich damals offen für derartige Überlegungen, doch nach dem Aus von Keller versandeten die Gespräche. Aktuell gibt es nach Informationen von EXPRESS.de keine Gespräche bezüglich einer Kooperation mit Viktoria. Beim FC soll es auch keine Bestrebungen geben, das Thema nochmals aufzuwärmen.
Lukas Berg zeigte sich zuletzt zufrieden mit der zweiten Mannschaft in der Regionalliga West. „Wir legen in der U21 das höchstmögliche Ambitionslevel im Bereich der Spielerentwicklung an den Tag. Das ist unsere Priorität. Wenn die Entwicklung unserer Spieler einen sportlichen Erfolg mit sich bringt, der einen Aufstieg ermöglicht, verwehren wir uns dem nicht. Deswegen haben wir auch in den letzten Jahren bereits immer die Lizenz für die 3. Liga beantragt“, sagt der Technische Direktor beim FC.
