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„Die Jungs sind herzlich eingeladen“ FC klettert auf Platz 6 – intern schon neue Zielsetzung?

Die Spieler des 1. FC Köln feiern den Sieg gegen den SC Freiburg vor der Kurve.

FC-Team-Jubel nach dem Sieg gegen den SC Freiburg am 5. Februar 2022 in Köln.

Der 1. FC Köln steht nach 21 Spielen auf Platz sechs. Zumindest öffentlich wird aber weiter die 40-Punkte-Marke als Zielsetzung beschworen.

Union Berlin? Verloren. RB Leipzig? Verloren. TSG Hoffenheim? Verloren. Ein Spieltag ganz nach dem Geschmack des 1. FC Köln. Mit dem 1:0-Sieg am Samstag (5. Februar) gegen den Fünften Freiburg steht der FC nach 21 Partien sensationell auf Platz sechs in der Fußball-Bundesliga.

Die Freude über das Vordringen in die ungeahnte Tabellen-Region war nach Schlusspfiff spürbar. FC-Sportboss Jörg Jakobs (51) bescheinigt nach insgesamt vier Saison-Punkten gegen den Europa-Aspiranten aus dem Breisgau eine „super Entwicklung“.

Salih Özcan: „32 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt hätte niemand erwartet“

Mittelfeld-Arbeiter Salih Özcan (24), Symbolbild der Stabilisierung bei den Geißböcken in den letzten Monaten, weiß: „Die 32 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt hätte vor der Saison niemand erwartet.“ Zehn Zähler Vorsprung auf den Relegations-Platz, ein echtes Pfund im Kampf um das (ursprüngliche) Saisonziel.

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André Pawlak (50), beim Freiburg-Sieg erfolgreicher Baumgart-Vertreter an der Seitenlinie, rechnet vor: „Platz sechs ist herausragend, wir haben jetzt 32 Punkte und noch 13 Spiele – letztes Jahr hatten wir am Ende 33.“ Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Bundesliga (ab 1995/96) hatte noch nie ein späterer Absteiger nach 21 Partien mehr als 27 Punkte.

Bundesliga: Kein Absteiger hatte nach 21 Spielen mehr als 27 Punkte

Bei Pawlak folgt dennoch gebetsmühlenartig das FC-Mantra dieser Spielzeit: „Ob das so weitergeht, wissen wir nicht. Wir haben immer gesagt: 40 Punkte, das ist erst mal das Ziel und das bleibt auch so.“ Es stellt sich allerdings die Frage: Was für ein Einbruch soll nun folgen, bei den bisher gezeigten Leistungen?

Thomas Kessler (36) betont: „Wir hätten dieses Spiel verlieren können. Wir können auch am Freitag (in Leipzig, Anm. d. Red.) verlieren. Wir können in Fürth verlieren.“ Der Kölner Lizenzspieler-Chef weiß: „Da gehört halt eine Menge dazu, viel Leidenschaft, ein guter Plan und die Jungs müssen es am Ende auch umsetzen.“

Thomas Kessler: An 40-Punkte-Marke „gibt’s nix zu deuteln“

Die öffentliche Zielsetzung bleibt trotz der beeindruckenden Konstanz in den Leistungen dieselbe, und zwar mit Nachdruck: „Mit 32 Punkten bleibst du nicht in der Liga. Wir wollen frühzeitig die 40-Punkte-Marke knacken. Da gibt’s nix dran zu deuteln. Alles andere wäre in meinen Augen sinnlos“, sagt Kessler.

Nachvollziehbar – denn anders als die direkte Konkurrenz in der oberen Tabellenhälfte aus Freiburg, Berlin, Leipzig, Hoffenheim, Mainz oder Frankfurt steckte der FC noch im Frühsommer 2021 tief im Abstiegskampf. Im Hier und Jetzt liegen zwischen Platz vier und Platz zehn magere vier Pünktchen – die halbe Liga kämpft um Europa und der FC ist mittendrin!

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Demut ist tugendhaft, nur darf sie die eigenen Möglichkeiten nicht kleiner machen, als sie sind. Kessler hat offenbar keine Sorge, dass das in Köln passieren könnte: „Grundsätzlich wollen wir unsere Spiele gewinnen.“

1. FC Köln mitten im Europa-Kampf – intern schon neue Ziele gesetzt?

Vielsagend schiebt der Ex-Keeper, der beim Europa-Coup 2016/17 noch in dreizehn Liga-Spielen selbst den FC-Kasten gehütet hatte, hinterher: „Die Jungs sind herzlich eingeladen, auch mehr als 40 Punkte zu holen. Nur es macht absolut keinen Sinn, das öffentlich in irgendeiner Art und Weise zu kommunizieren.“ Während die Kölner nach außen weiter lieber das A- statt das E-Wort in den Mund nehmen, ist man intern womöglich schon einen Schritt weiter.

Schließlich bedeutet jeder bessere Tabellenplatz – ob am Ende europäisch oder nicht – dank der TV-Tabelle auch die Chance auf mehr Kohle in der Corona-gebeutelten FC-Kasse.

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