Nur Ersatz bei Zweitligist 1. FC Köln diskutiert Leih-Abbruch bei Offensiv-Youngster

Marvin Obuz im Training des 1. FC Köln.

Marvin Obuz (hier am 13. April 2022) ließ sich vom 1. FC Köln an Holstein Kiel verleihen, um Spielpraxis in der 2. Liga zu sammeln. 

Der 1. FC Köln überlegt, den verliehenen Marvin Obuz vorzeitig zurückzuholen. Das Talent wartet bei Zweitligist Holstein Kiel bislang vergeblich auf den Durchbruch.

Diese Leihe hatte sich der 1. FC Köln wohl ganz anders vorgestellt. Der Klub schickte Marvin Obuz (20) vor der Saison zu Holstein Kiel, damit der hoch veranlagte Youngster Spielpraxis in der zweiten Liga sammeln kann.

Dieser Plan ist bislang in die Hose gegangen. Der deutsche U20-Nationalspieler kommt bei den „Störchen“ kaum zum Zug. Seine bisherige Bilanz: magere fünf Einsätze mit insgesamt nur 70 Minuten. Seinen längsten Auftritt hatte Obuz bei der 1:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf, als er immerhin mal eine Halbzeit randurfte.

1. FC Köln ist in Gesprächen mit Holstein Kiel

Das ist unter dem Strich viel zu wenig, schließlich sollte der junge Mann in dieser Saison das Rüstzeug für die Bundesliga erlangen. Daher wollen sich die Kölner Verantwortlichen im Winter mit den Kielern zusammensetzen und ein erstes Fazit ziehen. Dabei wird nach EXPRESS.de-Informationen auch ein Leih-Abbruch diskutiert.

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Kiel selbst ist demnach nicht unzufrieden mit Obuz, doch die Konkurrenz auf seiner Position ist momentan einfach zu groß. Vor allem an Fabian Reese (24), den mehrere Bundesligisten und unter anderem auch der FC im Visier haben, kommt der Kölner nicht vorbei.

Eigentlich hatte der Zweitligist schon vor der Saison mit einem Abgang Reeses gerechnet. Obuz sollte die Lücke schließen und die nötige Spielzeit erhalten.

Jetzt hat der Leih-Profi ein Problem. Denn mit der bisherigen Ausbeute ist es nahezu ausgeschlossen, dass Obuz im kommenden Sommer eine realistische Chance am Geißbockheim haben wird. Eine Zwickmühle, für die die Verantwortlichen in den Gesprächen eine Lösung finden müssen.

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Obuz selbst fühlt sich in Kiel grundsätzlich wohl, weiß aber auch, dass Einsätze zwingend notwendig für seine Entwicklung sind. „Ich fühle mich sehr wohl in Kiel, und innerhalb der Mannschaft bin ich angekommen. Aber natürlich erhofft man sich gerade als junger Spieler mehr Spielzeit. Dennoch denke ich, dass ich mich sowohl persönlich als auch fußballerisch bereits weiterentwickelt habe“, sagte er kürzlich den „Kieler Nachrichten“.

Der Vertrag des Youngsters am Geißbockheim läuft noch bis 2024. Das kommende halbe Jahr wird mitentscheidend dafür sein, ob Obuz eine Köln-Zukunft hat.

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