Deutscher Wetterdienst Sturmwarnung für Köln und Umland – Waldgebiete und Friedhöfe meiden

FC-Stimmen zur Derby-Pleite Kainz schiebt Elfer-Frust – Baumgart sauer: „Ist für uns fast schon tragisch“

Linton Maina und Joe Scally im Kopfballduell

Klare Sache: Der 1. FC Köln und Linton Maina (l.) unterlagen am Bundesliga-Sonntag (9. Oktober 2022) im Derby dem Erzrivalen Borussia Mönchengladbach um Joe Scally deutlich mit 2:5.

Der 1. FC Köln hat nach drei Derby-Siegen am Stück wieder einen Rückschlag im Rheinland-Duell hinnehmen müssen: Bei Borussia Mönchengladbach unterlag der FC am Bundesliga-Sonntag mit 2:5. Die Stimmen zum Spiel.

Fünf Gegentore, ein verletzter Leistungsträger und ein gesperrter Top-Scorer: Der 1. FC Köln erlebte am Sonntag (9. Oktober 2022) bei Borussia Mönchengladbach ein Rheinland-Derby zum Vergessen.

Dejan Ljubicic (25) musste verletzt ausgewechselt werden, fällt womöglich lange aus. Sein österreichischer Offensiv-Kollege Florian Kainz (29) wiederum fehlt den Kölnern erst einmal gelb-rot-gesperrt. EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt.

1. FC Köln: Stimmen zur Derby-Pleite bei Borussia Mönchengladbach

FC-Profi Florian Kainz (29) über...

...die Niederlage: „Es ist richtig bitter. Das Derby zu verlieren, tut richtig weh. Die ganze Halbzeit in Unterzahl zu spielen, war natürlich schwer für uns. Die Elfmeter-Szene war auch richtig bitter. Es war für die Mannschaft dann unheimlich schwer.“

Alles zum Thema Florian Kainz

...seinen verschuldeten Elfer und Gelb-Rot: „Ich schaue nur auf den Ball, gehe aufs Kopfball-Duell. Aber jetzt, wenn ich die Bilder sehe, treffe ich ihn natürlich. Das ist Elfmeter. Das war unglücklich und nicht gewollt, ich gehe schon auf den Ball. Richtig bitter, dass ich die Mannschaft damit geschwächt habe.“

...die Stimmung nach der Derby-Pleite: „Es ist klar, dass auf uns eingeprügelt wird. Wir müssen damit umgehen. Es ist keine einfache Situation, gerade wenn man ein Derby verliert. Am Donnerstag haben wir aber schon das nächste Spiel. Es geht also weiter, wir dürfen uns da nicht unterkriegen lassen. Wir müssen bei uns und klar im Kopf bleiben. Und wir als Mannschaft stecken das gut weg, auch wenn es heute eine richtig bittere Niederlage ist.“

Anzeige: Jetzt Gutschein für den Fanshop des 1. FC Köln gleich hier im EXPRESS-Gutscheinportal sichern!

Steffen Baumgart: „Dann rennst du so einer Geschichte hinterher“

FC-Trainer Steffen Baumgart (50) über...

…das Spiel: „So ein Spiel kippt ja immer in die eine oder andere Richtung. Wenn wir das erste Tor nehmen: Da wird der Ball mit dem Rücken reingemacht. Dann kommst du durch eine auch etwas glücklichere Aktion mit dem Elfmeter zurück ins Spiel. Und die Chancen, die wir vorher hatten, die waren auch nicht so klar, wie wir uns das gewünscht haben. Wir waren gut in den Strafraumsituationen, aber wir haben das nicht gut durchgespielt gekriegt. Dann kommst du wieder, dann kommt der Elfmeter. Und das ist auch eine Gelbe Karte und somit Gelb-Rot. Dann rennst du so einer Geschichte hinterher. Aber man muss auch sagen, dass Gladbach das natürlich sehr, sehr gut gemacht hat. Sie hatten eine richtig gute Qualität auf dem Platz.“

…das Foul, das zur Verletzung Dejan Ljubicics (25) führte: „Das mit Gelb zu bewerten, finde ich mutig. Ich habe jetzt einen verletzten Spieler. Ich fand schon, dass es sehr aufs Knie geht und auf den oberen Knöchel. Wenn du ihn da triffst, in der Geschwindigkeit unten am Knöchel und oben am Knie, dann kannst du davon ausgehen, dass in 80 Prozent der Fälle eine Verletzung rauskommt. Deswegen finde ich das für uns fast schon tragisch. Ich hoffe, dass es relativ zügig mit ihm geht. Wir wissen es nicht, aber es sieht nicht so gut aus.“

…die Gelb-Rote Karte für Florian Kainz: „Die erste Gelbe Karte für Kainzi ist richtig. Der Elfmeter, der uns dann in Rückstand bringt, auch. Die Gelb-Rote ist auch berechtigt, da gibt es auch nichts zu reden.“

…die Leistung seiner Mannschaft und den Personal-Mangel: „Einen Vorwurf mache ich keinem, auch nicht für das Ergebnis. Weil die Jungs einfach gut gearbeitet haben. Wenn wir uns die einzelnen Daten angucken, was so ein Ergebnis nicht widerspiegelt, dann waren wir in vielen Belangen nicht nur ebenbürtig, sondern sogar besser. Was aber keinen interessiert. Wir haben jetzt ein anderes Problem. Uns gehen die Jungs langsam aus, die für unser Spiel wichtig sind. Mit Dejo, das tut uns richtig weh. Jan Thielmann tut uns mittlerweile schon weh. Und da merkst du, dass es auf Dauer in der Belastung auch eng werden kann.“

…die mutige Spielweise, auch bei Rückstand: „Ich hatte das Gefühl, dass wir acht Ballgewinne vorne hatten, in der zweiten Halbzeit. Die dann nicht gut ausgespielt wurden, klar. Ich bleibe dabei, wie ich Fußball spiele. Und ich lasse mir das nicht kleinreden, nur weil ich heute den Arsch vollgekriegt habe. Das ist nicht der erste Arsch voll, den ich kriege. Das tut weh in so einem Derby, das ist klar. Aber die Philosophie wird sich nicht verändern. Da geht es in erster Linie um Mentalität und Laufbereitschaft. Wir müssen mit solchen Ergebnissen umgehen, und das werden wir auch. Und ich werde auch weiter rotieren.“

Timo Hübers: „Nicht das große Ganze infrage stellen“

FC-Abwehrspieler Timo Hübers (26) über...

...das Spiel:
„Wir hatten in Halbzeit zwei durchaus Ballgewinne, auch in der gegnerischen Hälfte. Da hätten wir es teilweise noch besser ausspielen können. Aber das ist unser Spiel, davon werden wir auch nicht abrücken. Auch, wenn wir ein Mann weniger sind. Passiv zu sein, liegt uns auch nicht, und uns hinten einzuigeln. Wir müssen heute nicht das große Ganze infrage stellen.“

...den aktuellen Trend: „Wenn wir jetzt diesen einen Wettbewerb, den wir uns die letzte Saison erspielt haben, nicht gehabt hätten, dann hätten wir letzte Woche ein Heimspiel gegen Dortmund überragend gewonnen und jetzt in Unterzahl in der zweiten Halbzeit ein Derby bitter verloren. Daraus würde ich gar nicht so ein negatives Gesamtbild machen, sondern wir haben die Bonusspiele unter Woche. Was zählt, ist immer noch die Bundesliga.“

FC-Lizenzspieler-Leiter Thomas Kessler (36) über...

...die aktuelle Situation: „Es geht jetzt Schlag auf Schlag, das wussten wir auch vorher. Es ist wichtig, dass wir jetzt einfach bei uns bleiben. Die Mannschaft hat eine Qualität, auch in schwierigen Situationen zu bestehen. Wir müssen die Niederlage analysieren, aber es auch relativ schnell abschütteln, weil am Donnerstag die nächste Aufgabe auf uns wartet. In der Bundesliga sind wir immer noch ordentlich unterwegs, nichtsdestotrotz müssen wir schauen, dass wir die Fehler, die wir heute gemacht haben, nicht wieder auftreten lassen.“

...die Derby-Pleite: „Derby-Niederlagen tun immer weh. Wir müssen heute klar gratulieren, Borussia Mönchengladbach ist verdienter Sieger dieses Spiels. Das tut natürlich weh. Man kann Bundesliga-Spiele verlieren, das ist keine Frage, aber emotional gesehen sind diese Spiele natürlich doppelt bitter.“

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.