Der 1. FC Köln hat das Rhein-Duell gegen Bayer Leverkusen verloren. Der Elfmeter-Pfiff gegen Eric Martel erhitzt dabei weiter die Gemüter. Nun hat der DFB Stellung zu der kritischen Szene bezogen.
Nach Schiri-GeständnisDFB bezieht Stellung zu Elfer-Ärger

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Schiedsrichter Robert Hartmann zeigt an, dass Eric Martel aktiv mit dem Arm zum Ball gegangen ist.

Der Elfmeter-Pfiff gegen Eric Martel bei der 1:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen erhitzt auch am Tag danach noch die Gemüter, bzw. spaltet die Meinungen.
Denn obwohl es eigentlich ein klares Regelwerk für solche Situationen gibt, sind sich die Experten alles andere als einig. Für den FC, der in dieser Saison bereits mehrfach benachteiligt wurde, war es naturgemäß eine inakzeptable Entscheidung von Schiedsrichter Robert Hartmann.
Experten streiten über Elfer-Pfiff
Der Frust bei Thomas Kessler, René Wagner und Verursacher Eric Martel war dementsprechend groß. „Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird nicht der Meinung des Schiedsrichters sein“, sagte der FC-Boss.
Demgegenüber standen am Abend Didi Hamann und Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe, die den Pfiff als richtig einordnen. Der Sky-Experte sagte sogar: „Viel klarer kann es nicht sein.“
Der Ex-Nationalspieler blieb auch bei seiner Meinung, obwohl Referee Hartmann nach dem Spiel zugab, dass er falsch lag. Er sagte: „Wenn ich jetzt mit ein bisschen Abstand nach dem Spiel auf die Bilder gucke, muss ich sagen: Der Arm ist schon sehr, sehr nah am Körper. Ich würde mich jetzt nach dem Spiel besser fühlen, wenn ich hier auf Weiterspielen entschieden hätte.“
Man ist sich also einig, dass man sich uneinig ist. Im Sinne eines fairen Spiels ist das alles nicht. Praktisch jede Woche gibt es Entscheidungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen, TROTZ technischer Hilfe, die den Fußball eigentlich gerechter machen sollte.
Doch was sagt eigentlich der DFB zu der Entscheidung, die maßgeblichen Einfluss auf den Ausgang des Spiels hatte? „Die Armhaltung ist das ausschlaggebende Kriterium. Der Spieler bewegt den Arm hinter den Körper, versucht durch die Armhaltung das Handspiel zu vermeiden. In solchen Fällen soll nicht auf strafbares Handspiel entschieden werden“, sagt Alex Feuerherdt als Sprecher der DFB-Schiedsrichter GmbH gegenüber dem „Kicker“. Er hält das vermeintliche Handspiel also für „nicht strafbar“.
Wenn Hartmann es schon nicht gesehen hat, dann hätte sich wenigstens der VAR melden sollen. Doch der blieb ausgerechnet in dieser spielentscheidenden Situation stumm.
