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Fluch der guten TatTrotz Top-Quote: Wagner blockt bei FC-Torjäger

Luca Waldschmidt jubelt über sein Tor gegen Bayer Leverkusen.

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Luca Waldschmidt erzielte gegen Bayer Leverkusen den Anschlusstreffer für den 1. FC Köln. 

Luca Waldschmidt avanciert unter René Wagner zum Top-Joker beim 1. FC Köln. Während der Angreifer nach starken Leistungen in die Startelf drängt, blockt Trainer René Wagner ab.

Er hat es schon wieder getan. Luca Waldschmidt hat bei der 1:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen erneut seine Joker-Qualitäten unter Beweis gestellt. Der „Blitz-Joker“ hat wieder zugeschlagen.

Gegen den Rhein-Rivalen war er nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung in der 72. zur Stelle und machte das Spiel mit seinem Anschlusstreffer noch mal spannend. Kurz vor Schluss hätte er seinen Einsatz sogar noch vergolden können, doch Leverkusens Tapsoba kratzte seinen Kopfball in letzter Sekunde noch von der Linie.

Waldschmidt leidet unter dem Fluch der guten Tat

Doch auch so hat Waldschmidt erneut unter Beweis gestellt, wie wertvoll er aktuell für den FC von der Bank ist. Der Offensivspieler hat unter René Wagner erst 51 Minuten Spielzeit erhalten, war dabei aber schon an vier Treffern direkt oder indirekt beteiligt. Zwei Tore erzielte er selbst und zwei leitete er mit ein. Damit gehört er mittlerweile zu den vier besten Jokern der gesamten Liga.

Nachdem der Plan mit Marius Bülter als Ache-Ersatz gründlich schiefgegangen ist, stellt sich wie schon vergangene Woche die Frage: Wann wird Waldschmidt mit einem Startelf-Einsatz belohnt?

„Das ist nicht meine Aufgabe. Es ist eine Sache von Vertrauen. Ich bin ein Typ, der manchmal weniger im Spiel ist, aber trotzdem über 90 Minuten in Aktionen kommt. Das Vertrauen habe ich in mich, das habe ich auch schon häufiger gezeigt“, sagt Waldschmidt.

Der ehrgeizige Angreifer hat den Anspruch, Stammspieler zu sein, sein Ziel sei es auch nicht, „mal wieder“ von Anfang an zu spielen, sondern dauerhaft. Dabei leidet er aktuell unter dem Fluch der guten Tat.

In der Joker-Rolle gab er in den vergangenen Wochen der Mannschaft hinten raus immer die richtigen Impulse, hatte spielentscheidende Szenen. „Ich weiß nicht, ob es die Rolle ist“, sagt Waldschmidt achselzuckend.

Wagner gibt auch keinen Aufschluss, der FC-Trainer blockt derzeit alle legitimen Nachfragen zu Waldschmidt störrisch ab. Das sei ein Thema zwischen den beiden, Luca kenne die Gründe.

Spätestens in den beiden kommenden Spielen gegen Union und Heidenheim wird der Kwasniok-Nachfolger aber nicht mehr am Kreativspieler vorbeikommen. Denn gegen die beiden tiefstehenden Gegner braucht der FC spielerische Lösungen aus dem Zentrum – am besten schon ab der ersten Minute.

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