Am Freitag muss der 1. FC Köln beim FC Augsburg ran. Die Formkurve der Gastgeber zeigt nach oben. Kölns Trainer Lukas Kwasniok warnt.
Köln vor Augsburg-SpielBaum steht im Weg: „Es ist nicht schlimm zu sagen …“
Autor
Nach dem zwölften Spieltag stand der FC Augsburg mit zehn Punkten auf Rang 14 der Bundesliga-Tabelle. Trainer Sandro Wagner wurde entlassen und durch Manuel Baum ersetzt. Der 1. FC Köln hatte damals, Anfang Dezember 2025, fünf Punkte mehr als die Augsburger auf dem Konto.
Vor dem Spiel am Freitag in Augsburg (27. Februar 2026, 20.30 Uhr/Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) hat sich die Situation gedreht: Augsburg ist Zehnter mit 28 Punkten – vier vor dem FC auf Platz zwölf.
Kölns Kwasniok warnt vor FC Augsburg
Der Augsburger Aufschwung hat einen Namen: Manuel Baum (46). Unter dem neuen Trainer hat sich der FCA gefangen. Kölns Trainer Lukas Kwasniok (44) warnt: „Sie haben unter Manuel Baum noch kein Heimspiel verloren, drei Siege, drei Unentschieden eingefahren. Das sagt schon alles aus. Er hat die Mannschaft extrem stabilisiert.“
Nach dem Aus von Wagner hat sich Augsburg neu erfunden, wie Kwasniok beobachtet hat: „Sie hatten vor, beim FC Augsburg eine neue Ära einzuleiten, ganz aktiv Fußball zu spielen. Wie es dann oftmals so ist: Am Ende hilft hauptsächlich Stabilität. Sie sind jetzt in ihrem 5-2-3 sehr gefestigt.“
Baum hat aus einer verunsicherten Truppe eine echte Mannschaft geformt. „Sie haben zwei, drei Unterschiedsspieler mit Kömür oder Claude-Maurice oder Gregoritsch als zentralen Anker. Zudem gute Sechser und ein stabiles Gebilde. Sie wissen, dass sie als Mannschaft funktionieren müssen“, erklärt Kwasniok.
Was die Aufgabe für Köln erschwert, ist die eigene Personalsituation (neun FC-Ausfälle drohen) und das Selbstverständnis des FCA: „Sie haben wichtige Spiele gegen direkte Konkurrenten gewonnen, deshalb strotzen sie jetzt ein bisschen mehr vor Selbstbewusstsein“, weiß Kwasniok nach den Siegen der Augsburger in Wolfsburg und gegen Heidenheim und St. Pauli.
Vor dem Aufeinandertreffen backt Kwasniok also lieber kleine Brötchen: „Wir fahren als Außenseiter hin, aber mit der Unterstützung der Fans, ist da etwas drin.“ Knapp 4000 Fans begleiten den FC Richtung Süden.
Kwasniok sagt über mögliche Punkte in Augsburg: „Drei sind besser als einer, dennoch sollte man nicht übermütig sein. Wir fahren als Aufsteiger zu einem gestandenen Bundesligisten. Es ist nicht schlimm zu sagen: Wenn wir kein Tor kassieren, nehmen wir schon mal einen Punkt mit. Ohne dass wir uns hinten einigeln wollen. Das sind wir nicht – wir sind schon gefährlich im Umschaltspiel.“
Im Verlaufe der Spiele entsteht in der Kölner Mannschaft bislang immer die Gier nach mehr, dementsprechend hofft Kwasniok auch für Freitag: „Wenn wir füreinander arbeiten, dann entsteht im Verlaufe des Spiels das Gefühl, dass wir jetzt auch gewinnen wollen. Ein Punkt in der Dreipunkteregelung ist nicht so viel wert. Gegen direkte Konkurrenten aber schon ein bisschen mehr wert. Deswegen: Wenn wir nach dem Spiel in Augsburg im Bus sitzen, eine gute Leistung gebracht haben und es 1:1 ausgegangen ist, dann würde keiner traurig umfallen. Wenn wir gewinnen, würden wir aber trotzdem besser schlafen.“



