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Veedels-HaiWo sich KEC-Coach Jalonen in Köln richtig wohlfühlt

Kari Jalonen sitzt an einem Tisch in einer Sportsbar.

Kari Jalonen kehrt gerne ein in der Sportsbar „Point One“ an der Venloer Straße.  

Es läuft gerade richtig rund bei den Kölner Haien. Auch privat fühlt sich Cheftrainer Kari Jalonen sehr gut aufgehoben in Köln – wie er bei einer Begegnung in seiner Lieblingsbar erzählt.

Zwölf Siege in Folge – in der Deutschen Eishockey-Liga sind die Haie die Mannschaft der Stunde und in der Stadt das sportliche Gesprächsthema.

Und mitten in dieser Hai-Life-Phase schlendert abends um 18.30 Uhr ein unscheinbarer, aber recht großer Mann mit Käppi und Hoodie durch die Tür einer Ehrenfelder Kneipe, setzt sich auf einen Hocker an einem Stehtisch und bestellt ein Bier. Ein Gast nickt ihm stumm, wohl anerkennend, zu. Im Fernsehen läuft live die Bundesligapartie des BVB gegen Werder Bremen. Eine Sportsbar – da fühlt sich Haie-Coach Kari Jalonen (66) in seinem Element.

Ist doch klar, dass der ebenfalls anwesende EXPRESS-Mann dem Ober-Hai „Hi!“ sagt, genauer: „Hello, Mister Jalonen“. Der bleibt, cooler Finne eben, ganz gelassen und ist dabei sehr freundlich. Das „Point One“ sei seine „favourite“ Bar, er kenne den Besitzer: „He is a good guy.“

Er und seine Frau fühlten sich sehr wohl in Ehrenfeld, sagt Jalonen, überhaupt betont der KEC-Trainer, dass die Menschen in Köln sehr freundlich und höflich seien („friendly and polite“). Nicht nur in seinem sportlichen Umfeld, sondern auch unbekannterweise, denn die meisten erkennen in dem 66-jährigen Eishockey-Vize-Weltmeister von 2016 (Finale 0:2 gegen Kanada) nicht den, der er ist – den Kopf der Haie, die gerade auf einer Erfolgswelle durch die Vorrunde schwimmen.

Kari Jalonen und Ayhan Demirci in einer Kneipe.

Haie-Coach Kari Jalonen (l.) sprach im „Point One“ mit EXPRESS-Redakteur Ayhan Demirci

Neue Beute wollen die Tabellenführer am Freitag bei den „Pinguins Bremerhaven“ machen. Ein Erfolg würde den 13. Sieg in Folge bedeuten, damit wäre der Klubrekord aus den Jahren 1995 und 2005 eingestellt. Klar laufe es gerade gut, sagt der Cheftrainer, aber es sei noch sehr früh und „es gibt noch sehr viel zu tun“.

Der Meister-Titel wäre der Gipfel, an dem Jalonen und die Kölner im Finale der vergangenen Saison noch scheiterten – die Eisbären Berlin holten den Cup. Derweil hat Jalonen einen anderen Gipfel erfolgreich geschafft, und nicht nur einmal – er habe mit Gästen aus Finnland mehrmals den Dom besucht und auch den Südturm bestiegen. Herrlich sei der Panoramablick von der Plattform in 100 Metern Höhe.

Fun-Fact: Während Köln für seine Kathedrale und den Karneval bekannt ist, ist Jalonens finnische Heimatstadt Oulu (nördlichste Großstadt der EU) für die jährliche Luftgitarren-Weltmeisterschaft berühmt – und trägt im übrigen dieses Jahr den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“(war Köln noch nie). Ob sein Deutsch Fortschritte macht, lautet die vorletzte Frage („Hmmm...ein bisschen!“), ehe der EXPRESS zum Schluss noch in Erfahrung bringt, was denn Hai auf Finnisch heißt. Nämlich: Hei. Ist ja ein Hammer! Danke, Herr Jalonen.