Das Ende der Mega-Serie! Nach 16 Siegen in Folge und einem neuen DEL-Rekord verloren die Kölner Haie am Dienstag erstmals seit Mitte Dezember wieder – ausgerechnet gegen ein Kellerkind.
Pleite gegen den VorletztenMega-Serie der Rekord-Haie gerissen – Sorgen um Leistungsträger
Autor
Aktualisiert
Die Mega-Serie ist gerissen – ausgerechnet gegen den Tabellenvorletzten!
Nachdem die Kölner Haie in den vergangenen Wochen ein Feuerwerk nach dem anderen auf die Eisflächen der DEL abfeuerten, war die Partie gegen die Löwen Frankfurt am Dienstagabend (27. Januar 2026) das komplette Gegenteil.
Kölner Haie: Erste Niederlage seit Mitte Dezember
Gegen die Nürnberg Ice Tigers stellte der KEC am Sonntag mit dem 16. Sieg in Folge einen neuen DEL-Rekord auf, drei Tage später war die Mega-Serie dann aber vorbei! Gegen das Kellerkind aus Frankfurt (vorletzter Platz) musste der enteilte Tabellenführer aus Köln (101 Punkte, zwölf Zähler Vorsprung auf Rang zwei) erstmals seit dem 10. Dezember 2025 wieder eine Niederlage hinnehmen, 4:1 hieß es am Ende für die Gäste.
Haie-Profi und Ex-Frankfurter Dominik Bokk sagte nach der Partie am MagentaSport-Mikrofon: „Frankfurt war heute hungriger als wir. Sie haben mehr gegeben und investiert. Wir waren heute nicht ganz so da. Klar hätten wir heute gerne wieder gewonnen. Es war klar, dass wir irgendwann wieder verlieren. Schade, dass es jetzt ausgerechnet vor der Olympiapause war. Das fühlt sich nicht gut an gerade.“
Vor der Partie wurde Maxi Kammerer geehrt: Die Partie gegen Frankfurt war sein 500. Spiel in der DEL, lange dauerte es allerdings nicht. Nach ein paar Minuten prallte er nach einem Zweikampf mit Frankfurts Daniel Wirt unglücklich gegen die Bande und hielt sich danach die Schulter. Für den Jubilar (drittbester Torschütze der Haie) ging es danach leider nicht weiter.
Seitens der Haie war es ein zäher Beginn, dafür kamen die Gäste gut rein in die Partie, prüften Haie-Goalie Janne Juvonen früh mit guten Abschlüssen. Aber der Finne präsentierte sich weiter als ganz sicherer Rückhalt für die Kölner.
Die Haie hingegen taten sich lange schwer, offensiv mal etwas annähernd Gefährliches zu kreieren. Die erste dicke Chance gab es in der 16. Minute nach einem Konter durch Dominik Bokk, der die Scheibe aber nicht an Frankfurt-Keeper Cody Brenner vorbeibekam. Das war es aus Kölner Sicht im ersten Drittel aber auch schon.
Die DEL-Übermannschaft der vergangenen Wochen und Monate schien an diesem Abend ordentlich Ladehemmungen zu haben, in Drittel Nummer zwei wurde es erneut vor dem Löwen-Kasten nicht wirklich gefährlich. Daran änderte auch die erste Überzahl-Situation für die Gastgeber früh im Mitteldrittel nichts.
Die Gäste zeigten sich in der Offensivbewegung dagegen weiter besser. Lediglich ihrer Ineffektivität und Haie-Goalie Juvonen war es zu verdanken, dass der KEC zur Hälfte der Spielzeit nicht in Rückstand lag.
Das schien aber die Marke gewesen zu sein, die die Haie sich als Wendepunkt markiert hatten. Denn quasi aus dem Nichts traf Gregor MacLeod zum 1:0 für die Kölner (32. Minute)! Der Kanadier schnappte sich den Puk im Mitteldrittel, lief auf Brenner zu und überraschte den Löwen-Goalie mit einem Schuss ins kurze Eck.
Kölner Haie bäumen sich zu spät auf
Frederik Storm ließ ein paar Minuten später dann zwei Gegenspieler mit einer Weltklasse-Bewegung aussteigen, scheiterte dann nur an Brenner. Mit seiner Aktion provozierte der Kölner aber eine Strafe gegen die Gäste, die Überzahl-Situation blieb aber ohne Haie-Treffer.
Im letzten Spielabschnitt schockten die Löwen die Hausherren früh, Tommy Pasanen nutzte das Chaos vor Juvonen und traf durch die Beine des Finnen zum 1:1 (42.). Nach dem bisherigen Spielverlauf war das allerdings auch mehr als verdient.
Und das war noch nicht alles! Denn der Tabellenvorletzte hatte so richtig Lunte gerochen und ging rund sechs Minuten vor Schluss auch folgerichtig in Führung! Nathan Burns traf zum 2:1 für die Gäste (54.).
Rund drei Minuten vor der Sirene kamen die Kölner noch einmal in Überzahl, bauten ordentlich Druck auf. Janne Juvonen wurde im Powerplay sogar noch für einen sechsten Feldspieler gezogen. Der Puck wollte aber einfach nicht mehr den Weg an Brenner vorbeifinden, das Aufbäumen kam zu spät. 54 Sekunden vor dem Ende traf Matthew Wedman ins leere Tor zum 3:1, nur zwei Sekunden vor Schluss stellte Pasanen dann sogar noch auf 4:1.
Die Haie-Fans feierten ihre Mannschaft nach dem Spiel trotzdem, hielten Banner mit der Aufschrift „Rekordsieger & Spitzenreiter - nach Olympia genauso weiter“ hoch.
Jetzt steht in der DEL erst einmal die Olympia-Pause an, danach gibt es dann noch acht Spieltage vor den Playoffs. Weiter geht es für die Kölner Haie erst am 25. Februar mit einem Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen (19.30 Uhr).

