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Ist das bitter!Deutsches Biathlon-Team nach Sieg hart bestraft

Nach dem vermeintlichen Überraschungssieg die bittere Entscheidung: Die deutsche Single-Mixed-Staffel wurde beim Weltcup in Nove Mesto nachträglich disqualifiziert.

Erst der Jubel, dann der Schock! Die deutsche Single-Mixed-Staffel ist beim Biathlon-Weltcup in Nove Mesto nach Platz eins nachträglich disqualifiziert worden.

Marlene Fichtner kämpfte danach mit den Tränen, Franziska Preuß spendete dem aufgewühlten Pechvogel Trost. Nachdem Fichtner gemeinsam mit Teamkollege Leonhard Pfund schon über den vermeintlich ersten Saisonerfolg des DSV-Aufgebots gejubelt hatte, wurde dieser noch vor der Siegerehrung gestrichen – und die Enttäuschung war groß.

Deshalb wurde das DSV-Team disqualifiziert

„Es fühlt sich ziemlich hart an. Es ist einfach echt schade jetzt, wir hatten uns richtig gefreut, dass alles so gut geklappt hat. Es war echt ein cooles Rennen“, sagte Debütant Pfund nach seinem erst zweiten Weltcup-Rennen, der erste Sieg „wäre schon echt geil gewesen“. Man müsse die Entscheidung aber jetzt „anerkennen, es lässt sich nicht ändern“.

Doch was war passiert? Nach dem zweiten Liegendschießen von Fichtner verhakte sich beim Verlassen der Matte ihre Sonnenbrille im Tragegestell des Gewehrs, sie bekam so nicht direkt ihren linken Arm durch. Erst als sie ihre Brille weggeworfen hatte, klappte alles – doch da war es schon zu spät.

Aufgrund eines Verstoßes gegen die Sicherheitsbestimmungen war der erste Erfolg im Single Mixed seit dem 20. Januar 2024, als sich Vanessa Voigt und Justus Strelow auf der Olympiastrecke von Antholz durchgesetzt hatten, weg.

„Die Regel besagt, dass sie zum Zeitpunkt des Verlassens beide Arme durch das Tragegestell sein müssen und dass dieses auf der Schulter ist. Das war nicht der Fall“, sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling: „Die Fernsehbilder diesbezüglich waren eindeutig, die Regel ist eindeutig.“ Für die jungen Athleten sei der Ausgang „natürlich schon schwer“.

Für seine Teamkollegin „sei es noch schlimmer als für mich, es tut mir sehr leid“, sagte Pfund, der Fichtner aber keine Vorwürfe machte: „Das kann jedem mal passieren, das war einfach aus Versehen.“ Er hoffe nun, dass „die Marlene das gut abschließen und morgen genauso mit Selbstvertrauen an den Start gehen“ könne.

Dann stehen nämlich mit den Massenstarts der Biathleten (15.15 Uhr) und Biathletinnen (18.15 Uhr/ARD und Eurosport) die letzten Rennen vor den Olympischen Spielen an.

Dafür hatten sich Fichtner und Pfund mit starken Leistungen in den verkürzten Einzeln qualifiziert. „Sie hat ein starkes Rennen gemacht, sie kann stolz auf sich sein“, sagte Pfund - und gab die Marschroute vor: „Schnell abhaken und weitermachen.“ (sid)

Das Foto dient als Symbolbild und zeigt einen Football.

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