Es ist geschafft: Die Kölner Haie haben durch den 16. Sieg in Serie den alleinigen DEL-Rekord eingestellt. Die Playoffs sind schon sicher, der Hauptrunden-Titel rückt immer näher.
Kölner Eishockey-PartyDEL-Rekord: Haie-Wahnsinn geht weiter!

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Auch im 16. Spiel in Folge durften die Kölner Haie jubeln.
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Sharky-Party und kein Ende! Die Kölner Haie haben in der DEL den 16. Sieg in Folge eingefahren. Gegen die Nürnberg Ice Tigers war es wieder mal ein hartes Stück Arbeit. Am Ende hieß es 5:2!
Das Playoff-Ticket hatte der KEC bereits am vergangenen Freitag gebucht. Durch den Sieg bei den Schwenninger Wild Wings standen die Haie schon vor dem 43. Spieltag sicher im Viertelfinale.
Lanxess-Arena zum zehnten Mal ausverkauft
Das Minimalziel war damit schon zehn Spieltage vor dem Ende der Regular Season erreicht. Längst haben die Haie andere Ziele ins Visier genommen: den Titel als Hauptrundenmeister und den DEL-Rekord für die längste Siegesserie. Letzteren hatten sie durch den Erfolg in Schwenningen bereits eingestellt, am Sonntag sollten die Adler Mannheim durch den 16. Sieg in Folge ganz vom Thron gestoßen werden. Das gelang!
Die Lanxess-Arena war bereits zum zehnten Mal in dieser Saison ausverkauft. Köln hat Bock auf die Haie! Zunächst gab es im Publikum aber einen Schreckmoment. Wegen eines medizinischen Notfalls blieben die Fankurven zunächst still. Nach etwa vier Minuten gab es dann offenbar Entwarnung und der Support ging los.
Die 18.600 Fans sahen in der 6. Minute die erste Großchance für das Heim-Team. Der Schuss von Kapitän Mo Müller wurde aber von Nürnberg-Goalie Niklas Treutle noch geblockt. Nach knapp zehn Minuten das erste Powerplay der Haie – und die Führung! Nach Vorlage von Juhani Tyrväinen ließ Dominik Bokk (11.) in seinem 200. DEL-Spiel Treutle keine Chance.
Wenig später hatten die Haie in Unterzahl sogar die Chance, auf 2:0 zu stellen, doch Ryan MacInnis, der nach einem Aufbaufehler der Ice Tigers alleine aufs Nürnberger Tor zugelaufen war, scheiterte an Treutle. Stattdessen klingelte es auf der anderen Seite. Cody Haiskanen (15.) traf zum 1:1. In der letzten Sekunde des ersten Drittels hatten die Haie dann großes Glück, als Charlie Gerard den Puck an Janne Juvonen vorbei an die Latte knallte.
Auch im zweiten Drittel war es ein ausgeglichenes Duell mit Torchancen auf beiden Seiten. Juvonen konnte sich das ein oder andere Mal auszeichnen. Für den KEC hatte zunächst Nate Schnarr in der 29. Minute die beste Chance, setzte die Scheibe an die Latte.
In der 34. Minute durften die Haie-Fans dann aber jubeln. Frederik Storm staubte nach einem Konter zur Führung ab. Erneut hielt diese aber nicht lange. Gerard eroberte hinter dem KEC-Tor die Scheibe und brachte sie gefährlich in den Slot. Zunächst konnte die Kölner Defensive um Juvonen noch klären, Cole Maier (36.) brachte den Puck dann schließlich aber doch noch hinter die Linie.
Das war allerdings noch nicht der Schlusspunkt im zweiten Abschnitt. 20 Sekunden vor dem Ende brachte Valtteri Kemiläinen (40.) die Haie in Überzahl mit einem satten Schuss aus der Distanz erneut in Führung. „Wir spielen heute nicht unser bestes Hockey, wir sind nicht so aggressiv und nicht so schnell wie in den letzten Spielen“, fand Bokk bei „MagentaSport“ kritische Worte. „Das müssen wir auf jeden Fall besser machen.“
Zunächst waren es aber die Gäste, die aggressiver aus der Pause kamen. Brett Murray scheiterte innerhalb kürzester Zeit zweimal am wieder einmal gut aufgelegten Juvonen. Es blieb ein hart umkämpftes DEL-Spiel. Im letzten Powerbreak des Spiels tanzte wie immer Maskottchen Sharky – und die Fans fieberten dem DEL-Rekord entgegen.
Dann war die Kölner Eishockey-Party perfekt: Durch zwei Empty-Net-Goals zum 4:2 und 5:2 sorgten Nate Schnarr (58.) und Gregor MacLeod (60.) für die Entscheidung – und den historischen Rekord.


