Abo

+++ Eilmeldung +++ FC-Ikone macht Schluss Podolski verkündet Karrierende: „Eine neue Ära beginnt“

+++ Eilmeldung +++ FC-Ikone macht Schluss Podolski verkündet Karrierende: „Eine neue Ära beginnt“

Wichtiger Schritt in Richtung ViertelfinaleDEB-Team beim ersten WM-Sieg in Torlaune

Deutschlands Leon Gawanke (r.) feiert mit seinem Team nach dem sechsten Tor.

Copyright: Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa

Deutschlands Leon Gawanke (r.) feiert mit seinem Team nach dem sechsten Tor.

Folgen

Der erste Schritt in Richtung Viertelfinale ist getan: Gegen Ungarn dominiert die Eishockey-Nationalmannschaft nach Belieben. Ein Abwehrspieler zeigt sich treffsicher.

Der erste Sieg ist perfekt, die Chance auf das Viertelfinale intakt: Mit einem klaren Erfolg gegen Ungarn hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft den ersten Schritt für die K.o.-Runde bei der WM in der Schweiz getätigt.

Mit drei Toren führte Mannheims Leon Gawanke das Team von Bundestrainer Harold Kreis zu einem klaren 6:2 (2:0, 2:0, 2:2). Am Samstag (20.20 Uhr/ProSieben und Magentasport) gegen Österreich und zwei Tage später gegen Großbritannien müssen zwei weitere Siege folgen.

Eishockey-WM: DEB-Team gewinnt 6:2 gegen Ungarn

Neben Gawanke (20. Minute/42./50.) waren auch Berlins Abwehrspieler Eric Mik (9. Minute) sowie NHL-Profi Lukas Reichel (40.) von den Boston Bruins und Nürnbergs Samuel Dove-McFalls (40.) für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes erfolgreich.

Der am Donnerstag kurzfristig nachnominierte Alexander Karachun von den Schwenninger Wild Wings stand noch nicht im Kader. Der 31-Jährige reiste für den aufgrund eines Handbruchs bereits abgereisten Neu-Kölners Daniel Fischbuch nach Zürich. Zuvor hatte Marcel Noebels angeschlagen abgesagt, Dominik Bokk weilt bereits im Urlaub.

Auf dem Eis dominierte die deutsche Mannschaft die Partie, unterstützt von zahlreichen Schulklassen in der Arena. Allerdings dauerte es etwas, bis die deutschen Fans jubeln konnten. Erst scheiterte der elfte Versuch, in Überzahl zu treffen. Nur Italien blieb bislang ebenfalls ohne Tor, mit einem Spieler mehr auf dem Eis.

Dann stachen die deutschen Verteidiger zu: Der Berliner Mik (9.) erlöste das Kreis-Team mit einem Schuss aus der Distanz. Ungarns Keeper Bence Balizs wurde dabei durch Bremerhavens Nico Krämmer komplett die Sicht genommen. Der Führungstreffer brachte weitere Sicherheit und dann gelang die ersehnte Premiere: Gawanke (20.) von den Adler Mannheim traf kurz vor dem Ende des ersten Drittels endlich in Überzahl. „Die Jungs legen sich die Ungarn jetzt zurecht“, sagte der frühere Bundestrainer Uwe Krupp bei ProSieben.

Der frühere NHL-Profi sollte recht behalten. Ungarn wirkte hilflos, Deutschland war mit der Offensiv-Power überlegen. Es fehlte jedoch lange Zeit die Effizienz. Ungarns Torhüter Balizs stand durchgehend im Mittelpunkt und konnte zahlreiche Versuche der deutschen Profis bis kurz vor Ende des zweiten Durchgangs abwehren.

Dann entschieden NHL-Stürmer Reichel mit seinem ersten Turniertreffer (40.) und Samuel Dove-McFalls (40.) von den Nürnberg Ice Tigers endgültig die Partie. 28:4-Torschüsse nach 40 Minuten spiegelte die Dominanz der DEB-Auswahl nur bedingt wider.

Gegen Ungarn präsentierten sich die Abwehrspieler weiter angriffslustig. Gawanke (42.) lenkte kurz nach Beginn des dritten Drittels den Puck zum 5:0 ins ungarische Netz. Die klare Führung ließ die deutsche Mannschaft etwas nachlässiger werden. Tamas Sarpatki (45.) konnte mit einem der wenigen ungarischen Torschüsse auf 1:5 verkürzen.

Ungarn gelang sogar noch ein zweiter Treffer. Bundestrainer Kreis ließ das Tor jedoch wegen Torhüterbehinderung an Philipp Grubauer überprüfen und bekam recht. Beim Spiel gegen die USA (3:4) verzichtete Kreis beim 3:3-Ausgleich noch auf eine Prüfung und sorgte für Verwunderung bei den Nationalspielern.

Gegen Ungarn war in der Offensive weiter auf Gawanke Verlass. Mit seinem dritten Treffer erhöhte der 26-Jährige auf 6:1. Auch das 2:6 durch Janos Hary (58.) ließ Kreis challengen und wegen angeblichen Abseits überprüfen. Diesmal zählte der Treffer. Am klaren deutschen Erfolg änderte das nichts mehr. (dpa)

Yannic Seidenberg bei einem Spiel des EHC Red Bull München
Ex-Profi verrät es selbst
Dreimaliger Meister startet Trainer-Karriere bei den Haien