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Playoff-Skandal100 Sekunden ging niemand mehr an den Puck

Trainer Mark French (Ingolstadt) verfolgt das Spiel am Spielfeldrand.

Copyright: Sven Hoppe/dpa

Trainer Mark French (Ingolstadt) verfolgt das Spiel am Spielfeldrand.

175 Strafminuten, ein bewusstloser Spieler, eine selten gesehene Schiedsrichter-Entscheidung: Das Playoff-Viertelfinale zwischen Ingolstadt und München war alles – nur kein normales Eishockey-Spiel.

Das Playoff-Spiel zwischen Ingolstadt und München am Dienstagabend (31. März) war beim Stand von 5:2 für den ERC kurz vor dem Ende bereits entschieden.

Doch ein brutaler Check von Münchens Fabio Wagner gegen Edwin Tropmann kurz vor Schluss überschattete die ohnehin hitzige Partie, führte zu massiven Tumulten und Rudelbildungen auf dem Eis!

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Eigentlich hätten die Schiedsrichter Christopher Schadewaldt und Marian Rohatsch das Viertelfinale zwischen dem ERC Ingolstadt und Red Bull München regulär zu Ende pfeifen sollen – doch ein Weiterspielen hätte das Pulverfass auf dem Eis zur Explosion bringen können.

Um weitere Verletzungen, Schlägereien oder eine vollständige Eskalation in den letzten Sekunden zu verhindern, trafen die Referees eine außergewöhnliche Entscheidung – offensichtlich in stiller Absprache mit beiden Teams.

Die kuriose Folge: Der Puck wurde eingeworfen, doch kein Team machte mehr Anstalten, das Spiel sportlich fortzusetzen. Die Uhr lief geschlagene 100 Sekunden runter bis zur Schlusssirene.

175 Strafminuten hatten die beiden Unparteiischen zuvor in der völlig entgleisten Partie verteilt – 125 davon allein gegen München. Selbst für DEL-Verhältnisse, wo Hitze in Playoff-Serien zur Normalität gehört, ist das eine außerordentliche Zahl.

Auslöser des finalen Chaos war Wagner. Der Nationalspieler und Olympia-Teilnehmer checkte Ingolstadts Edwin Tropmann mitten auf dem Eis gegen den Kopf. Der 20-Jährige brach bewusstlos zusammen, wurde nach minutenlanger Behandlung auf der Trage aus der Halle gebracht und ins Krankenhaus eingeliefert.

Laut ERC erlitt der Stürmer eine Kopf- und Nackenverletzung. Noch in der Nacht meldete sich Tropmann selbst auf Instagram – und bedankte sich für die „vielen lieben Genesungswünsche“.

Wagner meldete sich ebenfalls. In einem Instagram-Video entschuldigte sich der Münchner Verteidiger: Es tue ihm „aufrichtig leid“, es sei „ein Fehler von mir gewesen“, er „trage die volle Verantwortung für mein Handeln“. Dazu: Genesungswünsche an Tropmann. Worte, die kommen mussten. Reichen werden sie nicht jedem.

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