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Wegen TrockenheitWerden Diesel und Benzin jetzt noch teurer?

Die Folgen der Trockenheit könnten Autofahrerinnen und Autofahrer schon bald an der Zapfsäule spüren.  (Bild: iStock/toncd32)

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Die Folgen der Trockenheit könnten Autofahrerinnen und Autofahrer schon bald an der Zapfsäule spüren.

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Die anhaltende Trockenheit in Deutschland zeigt, wie empfindlich die Versorgungsketten hierzulande sind. Ein kaum noch zu befahrender Rhein macht den Öltransport deutlich teurer. Bei ersten Tanklagern wird bereits das Benzin knapp.

Aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ist die für den Ölhandel so wichtige Straße von Hormus aktuell für viele Schiffe unpassierbar, was die Spritpreise seit Beginn des Konflikts verteuerte. Die aktuelle Trockenheit in Deutschland könnte aber dazu führen, dass eine andere wichtige Wasserstraße für Schiffe, die Öl transportieren, nicht mehr befahrbar wird: der Rhein.

Sinkende Pegelstände haben nicht nur dazu geführt, dass der Transport teurer wird, sondern auch, dass nur noch Tanker mit geringer Ladung fahren können - wenn überhaupt. Das Risiko für Engpässe in der Spritversorgung steigt. Am Ende könnte sich das auch auf die Spritpreise an der Zapfsäule auswirken.

Höhere Transportkosten lassen Spritpreise steigen

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, lag der Pegel des Rheins an der für die Schifffahrt so wichtigen Engstelle Knaub bei Koblenz am vergangenen Mittwoch gerade einmal bei 29 Zentimetern. Doch schon ein Pegelstand von 32 Zentimetern macht die Stelle für viele Binnen-Tanker unbefahrbar.

So würden laut Jürgen Ziegner, Geschäftsführer des Tankstellenverbands ZTG, bereits 95 Prozent aller Schiffe bei dieser Marke passen müssen. Die anhaltende Trockenheit könnte dazu führen, dass der Pegel des Rheins noch weiter sinkt und Teile des Flusses mit Frachtschiffen gar nicht mehr befahrbar sind.

Hinzu kommt, dass die Frachtgebühren steigen. Vergangenen Mittwoch lagen sie laut „Handelsblatt“ bei 145 bis 150 Euro pro Tonne. Normal sind 20 bis 25 Euro pro Tonne. Das sind die höchsten Frachtraten seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2009.

Die zusätzlichen Kosten, welche durch die hohen Frachtraten entstehen, machen auch den Sprit teurer. Laut Ziegner lässt eine zehn Euro höhere Frachtrate den Spritpreis um 0,8 Prozent steigen.

Tanklager entlang des Rheins leeren sich

Besonders in den Tanklagern entlang des Rheins merkt man bereits die Engpässe in der Versorgungskette. Laut „BEN Kurier“ sind die Vorräte im Esso-Tanklager in Bendorf bei Koblenz nahezu erschöpft.

In anderen Tanklagern entlang des Rheins droht ein ähnliches Szenario. Somit drohen nicht nur höhere Spritpreise, auch ein Spritmangel in einigen Regionen Deutschlands wäre möglich, wenn die Pegel auf Deutschlands wichtigster Wasserstraße weiter fallen. (tsch)

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