Wechsel nach Musk-Übernahme? 80 Prozent der Deutschen haben noch nie von dieser Twitter-Alternative gehört

Die Apps von Twitter und Mastodon.

Von Twitter zu Mastodon (beide Apps im Foto)? Zumindest stellt das dezentrale soziale Netzwerk eine Alternative dar.

Nach der Twitter-Übernahme von Elon Musk suchen einige Nutzer nach Alternativen. Eine von ihnen ist Mastodon. Ungünstig: 80 Prozent der Deutschen haben den Namen noch nie gehört.

Elon Musk hat Twitter übernommen. Das führt mindestens einmal zu Diskussionen über mögliche Alternativen. Eine Lösung könnte Mastodon bieten. Blöd nur, dass der Großteil der Deutschen diesen Namen noch nie gehört hat.

Eine am Montag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YougovBerlin ergab, dass 80 Prozent der Menschen in Deutschland das dezentrale und werbefreie Netzwerk überhaupt nicht kennen – obwohl es in Deutschland entwickelt wurde. Elf Prozent haben immerhin schon einmal davon gehört, allerdings kein Zugangskonto dort. Weitere vier Prozent sind bei Mastodon mit einem Account aktiv. Fünf Prozent machten keine Angabe.

Twitter-Alternative Mastodon größtenteils unbekannt

Bereits vor Monaten ließen die Pläne zur Übernahmen von Twitter durch den umstrittenen US-Unternehmer Elon Musk – wie einst auch etwa beim Kauf von WhatsApp durch Facebook – Diskussionen über Alternativen aufkommen. Allerdings waren in der Vergangenheit bereits mehrere Versuche gescheitert, eine vollumfängliche Twitter-Alternative aufzubauen. So wurde etwa App.net – gedacht als eine Art Twitter mit Abo-Gebühren – 2017 nach fünf Jahren eingestellt. Bei WhatsApp blieb eine große Abwanderung der Nutzer trotz aller Aufregung aus.

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Der 2016 in Deutschland entwickelte Micro-Bloggingdienst Mastodon zählt bislang 5,7 Millionen Konten. Twitter kam nach jüngsten Zahlen Ende 2021 auf 217 Millionen täglich aktive Nutzer in den eigenen Apps der Firma oder der Web-Version. Der Dienst veröffentlicht seit einiger Zeit nur die Zahl der Nutzer, die Anzeigen auf der Plattform zu sehen bekommen.

Im Gegensatz zu Twitter ist Mastodon kein einheitlicher Service, sondern besteht aus einem dezentralen Netzwerk von verschiedenen Servern (derzeit rund 3800 „Instanzen“). Man kann man als Mastodon-Nutzer zwar mit den Mitgliedern aller anderen Communitys kommunizieren. Die Hausregeln sind aber auf den verschiedenen Instanzen recht unterschiedlich.

Statt von Tweets wie bei Twitter spricht man von „Toots“ oder übersetzt „Tröts“ genannt. Ähnlich wie bei Twitter ist die Länge eines Beitrags begrenzt. Die „Tröts“ können von Nutzern kommentiert, geteilt und favorisiert werden. (dpa)

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