Hilfe aus der Türkei Regierung präsentiert Lösung: So soll das Reise-Chaos an deutschen Flughäfen enden

Reisende stehen am 24. Juni 2022 in einer Schlange von mehreren hundert Metern für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln-Bonn an.

Derzeit kein seltenes Bild: Reisende stehen am 24. Juni 2022 in einer Schlange von mehreren hundert Metern für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln-Bonn an.

Bevor es in den Urlaub geht, steht für viele Flug-Reisende derzeit erst einmal Stress an. Nun hat die Bundesregierung aufgezeigt, wie man der chaotischen Lage an den deutschen Flughäfen Herr werden will.

Wird das Reise-Chaos an den deutschen Flughäfen nun enden? Die Bundesregierung hat einen ersten Vorschlag präsentiert, wie sie es in den Griff bekommen will.

Demnach wolle man als Abhilfe für die akuten Personalengpässe an deutschen Flughäfen den kurzfristigen Einsatz ausländischer Beschäftigter möglich machen.

Hilfskräfte aus Türkei sollen Reise-Chaos in Deutschland beenden

„Wir ermöglichen, dass die Unternehmen Hilfskräfte aus dem Ausland, vor allem aus der Türkei, einsetzen können“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Mittwoch (29. Juni 2022) in Berlin nach abgestimmten Vorschlägen der Regierung. 

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Fehlende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa bei der Gepäckabfertigung oder auch bei Sicherheitskontrollen haben an Flughäfen – wie etwa dem Flughafen Köln/Bonn – zum Start der Hauptreisezeit zu teils chaotischen Zuständen geführt. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagte, dies sei „ein Problem, das wir europaweit haben“. Fachkräfte in privaten Unternehmen seien während der Corona-Pandemie abgewandert.

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte, nach Angaben der Branche gehe es um einige tausend Arbeitskräfte, die an Flughäfen in der Türkei derzeit nicht gebraucht würden. Eingestellt werden müssten sie von den Unternehmen selbst. Für den Einsatz in Deutschland sollten staatlicherseits schnell und befristet Voraussetzungen mit Einreise- und Aufenthaltstiteln und Arbeitserlaubnissen geschaffen werden.


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Heil machte deutlich, dass dafür Bedingungen gelten sollen, um Sozialdumping auszuschließen. So werde nicht zugelassen, Personal in Leiharbeit anzustellen.

Bezahlt werden müsse zudem nach Tarif, vorgegeben würden auch gute Unterkünfte. Faeser betonte, dass es bei Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit keine Abstriche gebe. (dpa)

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